
Das Treffen der Nato-Außenminister mit den verwirrenden Ankündigungen von US-Präsident Donald Trump über Truppenabzug und Stationierungen von US-Einheiten in Polen ist nur ein weiteres Kapitel in dem Trauerspiel um das Verteidigungsbündnis. Bestenfalls klärt sich vieles beim Nato-Gipfel. Die europäischen Nato-Staaten können dem Drama nur eine andere Wendung geben, wenn sie ihre Versprechen endlich umsetzen. Doch auch sie sind nicht eindeutig, wenn etwa Deutschland seine Armee zur größten Europas ausbauen will, aber mit dem Wehrdienst wohl nicht einmal genügend Nachwuchs gewinnen kann. Wohlwollend könnte man sagen, die Europäer kommen voran. Sie unterstützen weiter die Ukraine im Kampf gegen die russische Invasionsarmee. Sie versuchen, das vereinbarte Fünf-Prozent-Ziel der Nato umzusetzen. Doch bei diesem Tempo muss man bezweifeln, dass sie Trump überzeugen können, sich weiter für das Bündnis zu engagieren, damit die USA zumindest den Atomschirm für den alten Kontinent garantieren.
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