Trotz Preisanstieg in großen Städten ist das Wohnen in Mitteldeutschland vergleichsweise günstig

In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sind die
Mieten von angebotenen Wohnungen in den vergangenen sechs Jahren nur
moderat gestiegen. Das ist das Ergebnis einer exklusiven
Datenerhebung des Onlineportals ImmobilienScout24 für den MDR.
Demnach verteuerten sich Angebote zwischen 2013 und 2018 in Sachsen
im Durchschnitt um 12,6 Prozent, in Sachsen-Anhalt um 10,5 Prozent
und in Thüringen um 9,7 Prozent. Zum Vergleich: In Berlin sind die
Angebotsmieten im selben Zeitraum auf höherem Niveau um
durchschnittlich 36 Prozent gestiegen, in München um 32 und in
Hamburg um 17.

Allerdings entwickelten sich Regionen in Mitteldeutschland stark
unterschiedlich. In Leipzig etwa mussten Mietinteressenten 2018
durchschnittlich fast 26 Prozent mehr für eine neue angemietete
Wohnung zahlen als noch 2013. Die angebotene Kaltmiete verteuerte
sich von durchschnittlich rund 5,50 Euro auf knapp 7 Euro. In
Chemnitz hingegen stiegen die Angebote im gleichen Zeitraum nur um
durchschnittlich 3,7 Prozent auf nun 5,27 Euro.

Die Kaufpreise für Wohnungen und Häuser haben sich seit 2013 fast
konstant verteuert, allen voran in den Ballungszentren Leipzig und
Jena. In Leipzig stiegen die Angebote für Häuser laut
ImmobilienScout24 durchschnittlich um rund 62 Prozent auf 416.000
Euro und die für Eigentumswohnungen um etwa 67 Prozent auf 1.729 Euro
pro Quadratmeter. In Jena kletterten die Angebote für Häuser um
durchschnittlich 42 Prozent auf fast 500.000 Euro. Dahingegen ist der
durchschnittliche Preis für Eigentumswohnungen in Plauen um rund 9
Prozent auf im Mittel 780 Euro pro Quadratmeter gefallen.

“Das Niveau und die Entwicklung der Angebotsmieten in den drei
Ländern kann man als sehr verhalten bezeichnen”, sagte
Immobilien-Experte Stefan Kofner von der Hochschule Zittau/Görlitz
mdr AKTUELL. In den abgehängten Regionen bleibe es auch in
absehbarerer Zukunft bei den niedrigen Mieten und Kaufpreisen. “Für
die Mieter schön, für die Immobilienbesitzer kaum
Wertsteigerungsaussichten und bedrohliche Leerstands-Risiken für die
Zukunft.”

Weitere Informationen auch unter: http://ots.de/PiFl9N

Pressekontakt:
Redaktion MDR Aktuell, Annette Loewe-Liebeskind,
Tel. (0341) 3 00 40 33

Original-Content von: MDR Exklusiv-Meldung, übermittelt durch news aktuell

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