Umweltschutzinvestitionen 2017: Abwasserwirtschaft investiert 14,1 % mehr als im Vorjahr

Von den 8,4 Milliarden Euro, die Unternehmen des
Produzierenden Gewerbes (ohne Baugewerbe) in den Umweltschutz investierten,
entfiel im Jahr 2017 mit 3,6 Milliarden Euro (42,7 %) der größte Anteil auf die
Abwasserwirtschaft. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt,
stiegen die Investitionen in diesem Umweltbereich gegenüber 2016 um 14,1 % (443
Millionen Euro). Die Abwasserwirtschaft umfasst Anlagen, Einrichtungen und
Maßnahmen zur Verminderung der Abwassermenge beziehungsweise Abwasserfracht
(Verringerung oder Beseitigung von Feststoffen und gelösten Stoffen sowie zur
Verringerung der Wärmemenge).

Mit 2,6 Milliarden Euro floss der größte Teil der Investitionen im Umweltbereich
Abwasserwirtschaft in additive Umweltschutzmaßnahmen. Additive (“End-of-Pipe”)
Umweltschutzmaßnahmen sind vorwiegend separate, vom übrigen Produktionsprozess
getrennte Anlagen, die entstandene Emissionen vermindern sollen, wie zum
Beispiel Abwasser- und Klärschlammbehandlungsanlagen. In integrierte
Umweltschutztechnologien investierten die Unternehmen im Umweltbereich
Abwasserwirtschaft rund 958 Millionen Euro. Integrierte Umweltschutzmaßnahmen
vermindern Umweltbelastungen direkt bei der Leistungserstellung, das heißt, sie
lassen Emissionen erst gar nicht entstehen. Beispiele hierfür sind geschlossene
Prozess- und Kühlwasserkreisläufe.

Innerhalb des Umweltbereichs Abwasserwirtschaft gibt es Branchen, die besonders
viel in den Umweltschutz investiert haben. So tätigten Unternehmen der
Wirtschaftsabteilung “Abwasserentsorgung” mit rund 2,5 Milliarden Euro
erwartungsgemäß die höchsten Investitionen für den Umweltschutz (69 %). Es
folgen Unternehmen der Wirtschaftsabteilung “Herstellung von chemischen
Erzeugnissen” mit rund 238 Millionen Euro (6,6 %) sowie Unternehmen der
Wirtschaftsabteilung “Energieversorgung” mit rund 90 Millionen Euro (2,5 %).

Detaillierte Ergebnisse bietet die Fachserie 19 Reihe 3.1 “Erhebung der
Investitionen für den Umweltschutz 2017″. Weitere Informationen zur Erhebung
finden Sie im Themenbereich Umweltökonomie.

Die vollständige Pressemitteilung sowie weitere Informationen und Funktionen
sind im Internet-Angebot des Statistischen Bundesamtes unter
https://www.destatis.de/pressemitteilungen zu finden.

Weitere Auskünfte:
Umweltökonomische Statistiken,
Telefon: +49 (0)611 / 75 89 50
www.destatis.de/kontakt

Pressekontakt:
Rückfragen an obigen Ansprechpartner oder an:
Statistisches Bundesamt
Pressestelle
Telefon: +49 611-75 34 44
E-Mail: presse@destatis.de

Weiteres Material: https://www.presseportal.de/pm/32102/4463562
OTS: Statistisches Bundesamt

Original-Content von: Statistisches Bundesamt, übermittelt durch news aktuell

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