Verbraucherzentrale Bundesverband kritisiert Schufa-Pläne zu Kontoeinsicht

Verbraucherschützer kritisieren die Schufa für ihre Pläne, Bank-Konten zu überwachen, um die Kreditwürdigkeit von Verbrauchern zu beurteilen.

Im Inforadio vom rbb sprach der Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbandes, Klaus Müller, am Freitag von einer unglaublichen Kontoschnüffelei.

„Die Datenschutzgrundverordnung verlangt nicht nur das Häkchensetzen, sondern eine informierte Einwilligung. Das heißt, ich muss wirklich abschätzen können. Und bei den neuen Ideen der Schufa, monatelang meine Kontobewegungen auswerten zu können, ist das unses Erachtens nicht gegeben.“

Kontobewegungen seien neben Gesundheitsdaten die sensibelsten Informationen, so Müller. Aus Zahlungen gehe beispeilsweise alles über familiäre Situationen, Hobbys oder politische Interessen hervor.

Aus Datenschutzsicht dürften die Pläne nicht umgesetzt werden, forderte Müller. Der Verbraucherzentrale Bundesverband werde deshalb auch versuchen, das zu verhindern.

„Wir wissen, dass der zuständige bayrische Datenschutzbeauftragte prüft, das ist die erste Instanz. Und sobald wir diese Pläne näher analysiert haben, werden wir klären, ob wir mit einer Klage dagegen Erfolg haben“, kündigte Müller an. Zugleich forderte er eine politische Regelung für mehr Verbrauchersouveränität und Transparenz.

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Das vollständige Interview können Sie hier nachhören:

https://ots.de/nwPD5L

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