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Viele Versicherungen verwenden noch keine KI-Services in der Prozessautomatisierung

Infografik „Integration von Künstlicher Intelligenz bei Versicherungen“; Quelle: BearingPoint
 

Frankfurt am Main, 18. Mai 2021 ? Fast zwei Drittel der von BearingPoint befragten Versicherungen hat bisher noch keine produktiv nutzbaren KI-Services in der Prozessautomatisierung im Einsatz. Viele Unternehmen haben vielmehr gerade erst damit begonnen, experimentelle Erfahrungen mit der KI-Technologie zu sammeln. Für die Studie hat BearingPoint rund 100 Experten aus 25 verschiedenen Versicherungsunternehmen befragt und zeigt damit erstmalig eine aktuelle Marksicht für den Reifegrad von KI-gestützten Services bei Versicherungen in Deutschland.

KI-Services von hoher operativer Bedeutung ? Durchdringung der Fachprozesse jedoch noch am Anfang
Während laut der Studie die zunehmende, operative Bedeutung von KI-Services ansteigt und der Nutzen von produktiv genutzten KI-gestützten Services signifikant und quantifizierbar ist, steht die Durchdringung der Fachprozesse bei den Versicherungen noch am Anfang. Ganze 60 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, aktuell über kein KI-Einsatzgebiet zu verfügen.

Erste KI-Erfahrungswerte werden vor allem bei ?Information Services? gesammelt
Viele der Versicherungen, die sich bereits mit dem Einsatz von KI-Services beschäftigen, haben dies zunächst unter Laborbedingungen erprobt. Laut der Studie sind die vorhandenen Know-how Träger bei Versicherungen überwiegend im Umfeld von ?Information Services? anzutreffen. Neben dem KI-Einsatz bei ?Information Services? (14 Prozent), spielen auch noch die Bereiche ?Operational Services? (10 Prozent) und ?Sales & Services“ sowie ?Channels“ (8 Prozent) eine Rolle.

Matthias Höhne, globaler Leiter Insurance bei BearingPoint: ?Bei den Versicherungen besteht akuter Handlungsbedarf für den KI-Know-how-Aufbau in den Fachbereichen aber auch in der IT-Organisation. Dies gilt insbesondere für die praktische Umsetzung und Nutzung von KI-gestützten Services in den Fachprozessen und der IT-Integration für die Anwendungslandschaft und die IT-Infrastruktur. Der Bedarf für eine qualitativ und quantitativ verbesserte Datenbereitstellung steigt mit dem Einsatz von KI-Services natürlich stark an. Es ist bereits jetzt deutlich zu beobachten, dass der Anteil von KI-Services gerade mit Ausrichtung auf das Anwendungsgebiet ?Operational Services? wachsen wird, da hier ein großes Potenzial für Prozessautomatisierung zu heben ist.?

Enorme Effizienz- und Performancepotenziale durch KI-Einsatz
Ein großer Anteil der befragten Unternehmen, die produktiv KI-Services nutzen, berichtet bereits über einen messbaren Nutzen. So gibt ein Großteil der Befragten (60 Prozent) an, dass sich die Service-Effizienz durch KI zwischen 10 und 50 Prozent erhöht hat. Eine Erhöhung der Service-Effizienz von 50 bis zu 75 Prozent und sogar von mehr als 100 Prozent geben jeweils weitere 10 Prozent der befragten Versicherungen an.

Insbesondere im Bereich der Prozessautomatisierung liegen laut BearingPoint erhebliche Effizienz- und Performance-Potenziale für die KI-unterstützten Geschäftsprozesse. Erste ?Früchte? hierfür sind bereits sichtbar. Auch wenn der Nutzerkreis von KI-Services in den Versicherungsunternehmen aktuell noch überschaubar klein ist, wird dieser aufgrund zunehmender Durchdringung der Fachprozesse zügig wachsen, prognostiziert die BearingPoint-Studie.

Fachliche Verfügbarkeitsanforderungen werden deutlich ansteigen
Die Verfügbarkeitsanforderungen bewegen sich momentan in einem Haupt-Korridor zwischen 60 und 95 Prozent. Der Anteil an Hochverfügbarkeit (größer 95 Prozent) ist mit 10 Prozent noch sehr gering ausgeprägt. Der aufgezeigte Korridor für die Verfügbarkeitsanforderungen deutet darauf hin, dass aktuell viele KI-Services noch unterstützenden Charakter haben, da sonst die Verfügbarkeitsanforderungen deutlich höher wären, unterstreicht BearingPoint. Die IT muss dementsprechend vorbereitet sein und beispielsweise passende Ablaufplattformen für KI-Services zu den Verfügbarkeitsanforderungen bereitstellen.

Beim KI-Know-how-Aufbau und der Datenqualität besteht akuter Handlungsbedarf
Die Identifizierung und Detaillierung von Use Cases bereitet laut BearingPoint noch vielen Unternehmen Schwierigkeiten. Der KI-Know-how-Aufbau ist noch deutlich verlangsamt und in vielen Fällen kann der Fachbereich die Potenziale zum Einsatz von KI-Services nicht erkennen. So geben 43 Prozent der Befragten unklare fachliche Abgrenzung oder Definition des Use Case als Herausforderung an. Die Studie empfiehlt daher dringend den KI-Know-how-Aufbau in den Fachbereichen und in der unterstützenden IT-Organisation.

Für die gewünschten KI-Services fehlen oftmals die passenden Daten, oder sie stehen nicht in der notwendigen Datenqualität zur Verfügung, wie BearingPoint unterstreicht. So geben 42 Prozent der Befragten an, dass die vorhandenen Daten qualitativ und quantitativ ungeeignet sind. Daher sollten schon im Vorfeld des Einsatzes von KI-Services, die benötigten Datenbestände erhoben und in hinreichender struktureller und inhaltlicher Qualität bereitgestellt werden, so die Studie.

Die Befragung hat ergeben, dass 70 Prozent der Versicherungen bisher ausschließlich eigene Daten für den Aufbau von KI-Services nutzen. Jedoch stößt die Verwendung eigener Daten immer öfter an ihre Grenzen. Oftmals stehen nicht hinreichend qualifizierte und quantifizierte Daten für qualitativ hochwertige KI-Services zur Verfügung. Immer dann ist es laut BearingPoint ratsam, externe Daten ?zuzukaufen?, um Daten- beziehungsweise Informationslücken zu schließen und so die Entwicklung von KI-Services voranzutreiben.

Thorsten Vogel, Partner im Bereich Insurance bei BearingPoint: ?Die produktiv genutzten KI-Services müssen bereits heute hohe Anforderungen hinsichtlich der fachlichen Verfügbarkeit erfüllen, da sie bereits in geschäftskritische Abläufe integriert sind. Die IT muss sich kurz- und mittelfristig darauf einstellen, dass die Verfügbarkeitsanforderungen deutlich ansteigen werden. Der aktuell hohe Anteil an Eigenentwicklung wird mittelfristig durch einen signifikanten Anteil von ?Kauf-/Miet?-Services ergänzt werden müssen. Somit folgen auch KI-Services dem Trend zur Standardisierung und werden schon bald als Schlüsselkomponenten vollständig in automatisierten Verarbeitungen integriert sein. Unsere Studie zeigt, dass viele Versicherungen jetzt handeln und eine Strategie zur Beschaffung bzw. zum Aufbau und zur produktiven Nutzung von KI-Services erarbeiten müssen.?

Die vollständige Studie steht hier zur Verfügung: https://www.bearingpoint.com/de-de/unser-erfolg/insights/studie-ki-integration-bei-versicherungen/
Die Infografik anbei ist für redaktionelle Zwecke frei verwendbar. Wir bitten um Quellennachweis: BearingPoint.

Über die Studie
Für die Studie ?Die Integration von Künstlicher Intelligenz bei Versicherungen? hat die Management- und Technologieberatung BearingPoint eine Befragung zum Thema ?Einsatz- und Reifegrad von KI-basierten Services in Versicherungsunternehmen? bei 25 Versicherungsunternehmen durchgeführt. Diese Befragung fand in Form von Kundengesprächen mit insgesamt rund 100 Teilnehmern statt.

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