Warum günstige Stühle oft die teuersten sind

Warum günstige Stühle oft die teuersten sind
Joy Kollektion (© Voko GmbH)
 

Auf den ersten Blick unterscheiden sich Stühle kaum: vier Beine, eine Sitzfläche, eine Rückenlehne.
Auf dem deutschen Markt jedoch liegen zwischen einem Stuhl für 20 Euro und einem für 70 oder 80 Euro erhebliche Unterschiede – nicht im Design, sondern in Nutzungsdauer, Belastbarkeit und Wirtschaftlichkeit.

Gerade in Cafés, Restaurants, Hotels oder Wartebereichen entscheidet der Preis weniger über die Optik als darüber, wie lange Möbel ihre Funktion erfüllen und dabei ein gepflegtes Erscheinungsbild bewahren.

Günstig ist nicht gleich wirtschaftlich

Stühle im Preisbereich von 20 bis 30 Euro sind in der Regel für den privaten Gebrauch oder für kurzfristige Einsätze konzipiert.
Einfache Materialien, reduzierte Wandstärken und eine begrenzte Auslegung auf Dauerbelastung führen dazu, dass sich bei intensiver Nutzung schnell Schwächen zeigen.

In stark frequentierten Bereichen kommt es häufig zu Materialermüdung, Instabilität oder sichtbarem Verschleiß. Der optische Zustand verschlechtert sich oftmals noch bevor die Möbel ihre Funktion vollständig verlieren. Der regelmäßige Austausch wird so zu einem wiederkehrenden Kostenfaktor.

Das Mittelsegment: 50-60 Euro

Der Preisbereich zwischen 50 und 60 Euro bietet meist ein ausgewogeneres Verhältnis zwischen Qualität und Kosten, bleibt jedoch ein Kompromiss.
Für eine gelegentliche oder gering frequentierte Nutzung ist dieses Segment in vielen Fällen ausreichend. Bei täglicher, intensiver Beanspruchung sind die Einsatzmöglichkeiten jedoch begrenzt – insbesondere im Hinblick auf die langfristige Erhaltung des äußeren Erscheinungsbildes.

Ab 70 Euro beginnt Objektmöblierung

Ab einem Preisniveau von etwa 70 Euro verschiebt sich der Fokus deutlich.
Hier steht nicht mehr der Anschaffungspreis im Vordergrund, sondern die Gesamtwirtschaftlichkeit über den Lebenszyklus:

* Wie lange hält der Stuhl bei täglicher Nutzung?
* Bleiben Stabilität und Form über Jahre erhalten?
* Welchen Eindruck vermittelt der Zustand der Möbel im Raum?

Stühle dieser Kategorie sind in der Regel für den professionellen Einsatz konzipiert, witterungsbeständig, formstabil und häufig auf hohe Belastungen ausgelegt. Sie kommen dort zum Einsatz, wo Möbel nicht nur Ausstattung, sondern Bestandteil des laufenden Betriebs sind.

JOY: Funktion, Gestaltung und Belastbarkeit

Ein Beispiel für diesen Ansatz ist die JOY-Serie des Herstellers PAPATYA.
Die Stühle wurden für stark frequentierte Innen- und Außenbereiche entwickelt und verbinden technische Robustheit mit einem bewusst zurückhaltenden, zeitlosen Design.

Wie die gesamte Möbelkollektion von PAPATYA ist auch die JOY-Serie auf extreme Einsatzbedingungen ausgelegt, wie sie in der professionellen Nutzung auftreten. Die Konstruktion ist auf hohe statische und dynamische Belastungen ausgelegt; die Belastbarkeit und Dauerhaftigkeit wurden im Rahmen unabhängiger Prüfungen untersucht.

In der Praxis spielt die Gestaltung dennoch eine wesentliche Rolle bei der Entscheidungsfindung. Nach Einschätzungen aus dem Projekt- und Objektbereich wird die JOY-Serie in einem Großteil der Fälle nicht allein aufgrund ihrer Belastbarkeit gewählt, sondern auch wegen ihres neutralen Erscheinungsbildes, das sich in unterschiedliche architektonische und gestalterische Konzepte integrieren lässt.

Stapelbarkeit, Witterungsbeständigkeit und die Auslegung auf den täglichen Einsatz machen den Stuhl zu einem funktionalen Arbeitsmittel – ohne dabei gestalterisch in den Vordergrund zu treten.

Die entscheidende Frage

Die zentrale Frage lautet nicht:
Warum kostet ein Stuhl 70 oder 80 Euro?

Sondern:
Welche Kosten entstehen durch Möbel, die regelmäßig ersetzt werden müssen oder frühzeitig an Qualität und Erscheinung verlieren?

Vor dem Hintergrund steigender Betriebskosten und wachsender Anforderungen an Nachhaltigkeit wird die Auswahl von Objektmöbeln zunehmend zu einer strategischen Entscheidung.
Der Stuhl wird dabei zum Maßstab – für Qualität, Planungssicherheit und langfristiges Denken.