
Der Ausgangspunkt: Warum classix.de neu gedacht werden musste
Wenn Sascha Stein, Marketing Manager bei der classix Software GmbH aus Hamburg, über den Rebrush der Unternehmenswebseite classix.de spricht, fällt schnell ein Begriff: KI-Slop. Gemeint sind austauschbare, generierte Bilder und unklare Strukturen, die sich auf vielen B2B-Webseiten breit gemacht haben. Für classix sollte es anders werden – mit Katja Nitsche von BUERO NITSCHE an der gestalterischen Spitze und Christoph Troitzsch, der bei classix den Support verantwortet und die technische Umsetzung direkt betreut hat, als unverzichtbarem Rückhalt vor Ort.
Wie kam es zur Entscheidung, classix.de zu überarbeiten?
Sascha Stein: Die Webseite hat funktioniert – aber sie hat nicht überzeugt. Wir hatten KI-generierte Bilder, eine Navigation, die Besucher eher verwirrt als geführt hat, und Inhalte, die gewachsen waren, ohne je wirklich geplant worden zu sein. Meine Vision war klar: raus aus dem KI-Slop, rein in eine ehrliche, strukturierte und optisch stimmige Präsenz. classix ist ein Softwareunternehmen mit echtem Tiefgang – das System macht Unternehmen ganzheitlich abbildbar und Komplexität beherrschbar. Das sollte man der Webseite auch ansehen.
Was war dein erster Eindruck, als du die alte classix-Website gesehen hast?
Katja Nitsche: Alle Seiten wirkten etwas undefiniert – nur große Schriften, der Fließtext in einem hellen Grau. Die Seite war über Jahre gewachsen, das sah man ihr an.
Die richtige Partnerin: Wer ist BUERO NITSCHE – und warum die Wahl auf Katja fiel
Warum habt ihr euch für Katja Nitsche und BUERO NITSCHE entschieden?
Sascha Stein: Weil ihr Stil das ist, was wir brauchten. Minimalistisch, strukturiert, klar. Kein Schnickschnack. Wer sich ihre Projekte anschaut, sieht sofort: Hier arbeitet jemand, der nicht für sich selbst gestaltet, sondern für die Botschaft des Kunden. Das hat uns überzeugt.
Katja, wie würdest du dich und BUERO NITSCHE in zwei, drei Sätzen vorstellen – für jemanden, der dich noch nicht kennt?
Katja Nitsche: Hallo, ich bin Katja und seit 2012 Webdesignerin und Webentwicklerin. Ich baue Websites mit WordPress oder komplett in HTML/CSS/JS für unterschiedlichste Branchen – für Soloselbständige ebenso wie für Anwalts- und Steuerkanzleien.
Arbeitsweise und Haltung: Wie Katja Nitsche sich in ein fremdes Thema eindenkt
Du bist nicht nur Webdesignerin, sondern auch Fotografin. Wie fließt der fotografische Blick in deine Arbeit als Designerin ein?
Katja Nitsche: Ich gehe die einzelnen Seiten mehrfach durch und prüfe, ob sie ein stimmiges Gesamtbild ergeben. Natürlich gibt es vorab festgelegte Grundstrukturen und Abstände. Wenn diese aber nicht mit den Inhalten zusammengehen, wird individuell nachgebessert.
Ich fange auch erst an zu arbeiten, wenn ich mit den Auftraggebenden länger gesprochen und erste Inhalte habe. Daraus ergibt sich meine visuelle Einschätzung, was zu dem jeweiligen Menschen, der Firma passt. Es entsteht ein Bild.
Ich habe keine vorgefertigten Designs und packe dann einfach Inhalte rein. Jede Person, jede Firma bekommt ihr eigenes Design.
Software ist ein erklärungsbedürftiges Thema. Wie hast du dich in die Welt von classix eingearbeitet?
Katja Nitsche: Ich habe mir die Produktseiten von classix durchgelesen und versucht zu verstehen, welchen Mehrwert die Lösungen für Menschen und Unternehmen haben.
Grundsätzlich arbeite ich selbst mit Software-Lösungen, daher ist mir das Denken in diesem Bereich nicht fremd. Bei Websites geht es meist darum, das Angebot verständlich darzustellen und die richtigen Personen gut durch die Seite zum Produkt zu leiten. Ob Coaching, Design oder Software – das Ziel ist meist dasselbe. Was den Auftrag spannend macht, sind die unterschiedlichen Gewerke und vor allem die Menschen dahinter.
Die größte Herausforderung: Struktur in Komplexität bringen
Was war die größte gestalterische Herausforderung bei diesem Projekt?
Katja Nitsche: Die Menge an Text zu strukturieren!
Es war toll, dass classix sich darauf eingelassen hat, dass ich zunächst in meinem System alles neu aufsetzen konnte – um durchzusteigen, wohin das Design führen könnte. Alles auf Null setzen und dann gemeinsam schauen, wie wir zeitsparend die Website umbauen, ohne alle Inhalte neu einbauen zu müssen.
Sascha Stein: Die Herausforderung lag auch in der Übergabe. Inhalte, die man selbst kennt, müssen für jemanden von außen erst verständlich gemacht werden. Christoph Troitzsch hat dabei eine Schlüsselrolle gespielt: Er kennt die historisch gewachsene Seite besser als jeder andere – und hat Katjas Änderungswünsche direkt und zuverlässig umgesetzt. Ich habe mich um Inhalt und Struktur gekümmert, Christoph um die technische Realisierung. Diese Arbeitsteilung hat funktioniert.
Zusammenarbeit auf Augenhöhe: Wie das Projekt wirklich funktioniert hat
Wie war die Zusammenarbeit mit classix als Ansprechpartner vor Ort?
Katja Nitsche: Ich fand das total angenehm, lustig und auf Augenhöhe. Die Mitarbeitenden von classix sind schon ein toller Haufen!
Was mir besonders gut gefallen hat: Zu Beginn wurde nichts festgelegt. Mein Aufgabengebiet hat sich in den ersten Wochen ständig verändert – manchmal war ich davon verwirrt, aber im Nachhinein war es genau richtig so. Zuerst sollte ich classix nur gestalterisch beraten, dann die Website in meinem System komplett neu aufbauen, bis wir gemerkt haben, dass das beider Zeitmanagement sprengt. Ein echtes Ping Pong. Irgendwie organisch.
Christoph, du hast die technischen Änderungen direkt umgesetzt. Wie war die Zusammenarbeit mit Katja aus dieser Perspektive?
Christoph Troitzsch: Die Kooperation mit Katja war unkompliziert, schnell und inspirierend. Sie hat ihre Ideen eingebracht, ohne die DNA von classix zu verändern.
Sascha, du bist nicht nur Marketing Manager bei classix – du berätst auch selbst Unternehmen in PR, Social Media und Marketing. Wie hat das deine Rolle in diesem Projekt geprägt?
Sascha Stein: Es hat geholfen, beide Seiten zu kennen. Ich weiß, was eine Webseite kommunizieren muss – und ich weiß, was Kunden, Redakteure oder Partner sehen wollen. Bei classix war mir wichtig, dass die Vielfalt der Lösungen – von KI-gestützten Chat-Systemen über Warehouse-Management bis zur Sanktionslistenprüfung – nicht als unübersichtliches Angebot wahrgenommen wird, sondern als kohärentes System. Wer Unternehmen in Marketing und Kommunikation berät, muss diese Perspektive von außen einnehmen können. Das gilt hier wie im Kundenprojekt.
Sascha Stein: Für mich war es die Leichtigkeit, mit der Katja an ein komplexes Thema herangegangen ist. Wenn Rollen klar sind, Vertrauen da ist und alle an einem Strang ziehen – dann entsteht etwas, auf das man stolz sein kann. Und das sind wir.
Qualität ist keine BudgetfrageWas würdest du anderen Webdesignerinnen raten, die ein ähnliches Projekt angehen wollen?
Katja Nitsche: Ich finde ja, es war kein Rebrush, sondern ein Relaunch – wir haben wirklich im Wesentlichen vieles verändert. Einen allgemeinen Ratschlag kann ich nicht geben: Wir alle arbeiten auf so unterschiedliche Arten. Man muss einfach hinsehen und zugewandt sein.
Sascha Stein: Dass Qualität keine Frage des Budgets ist, sondern der Haltung. Kein KI-Slop. Keine austauschbaren Stockfotos. Stattdessen echter Inhalt mit echter Struktur. Wer Software verkauft, die Modularität statt Monolithen verspricht, sollte auf seiner Webseite zeigen, dass er weiß, was Klarheit bedeutet.
Vielen Dank für das Interview!
Mehr zu Katja Nitsche und BUERO NITSCHE unter bueronitsche.de. Die überarbeitete Webseite der classix Software GmbH ist unter classix.de zu finden. Sascha Stein ist zur Zeit des Interviews als Marketing Manager für classix.de und als PR- und Marketing-Berater als Einzelunternehmer für KMU für saschastein.info tätig.
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