Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Wilke-Wurst

Clemens Tönnies hat Recht: Der Skandal um die
Listerien-verseuchte Wurst und eventuell auch anderer Produkte des
Unternehmens in Hessen offenbart erschreckende Defizite bei der
Lebensmittelüberwachung in Deutschland. Jede Behörde kocht offenbar
ihr eigenes Süppchen – und der Verbraucher ist am Ende der
Leidtragende. Warum sonst erfährt die Öffentlichkeit nur
scheibchenweise, wo überall Produkte von Wilke verkauft wurden? Das
ist der Skandal hinter dem Skandal! In NRW und wohl noch einigen
anderen Bundesländern scheint die Überwachung ganz gut zu
funktionieren. Offenbar aber nicht in Hessen. Der Fall Wilke liefert
den Beweis für Versäumnisse. Dass das Unternehmen sogar eine
IFS-Zertifizierung auf »höherem Niveau« im Bereich Food vorzeigen
konnte, wie die »Waldeckische Landeszeitung« schreibt, macht erst
recht stutzig. Wurden Prüfer eventuell mit krimineller Energie
getäuscht? So oder so: Lebensmittel sind ein so hohes Gut, dass die
strenge Überwachung eine Selbstverständlichkeit sein sollte – mit
einem einheitlichen bundesweiten Konzept.

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
CVD Andreas Kolesch
Telefon: 0521 585-261
a_kolesch@westfalen-blatt.de

Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

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