»Entscheidend is– auf–m Platz«, lautet eine alte
Fußballerweisheit. Diese sollte auch die OECD beherzigen, wenn sie
die Wertigkeit von Bildungsabschlüssen international vergleicht und
Deutschland einen Nachholbedarf attestiert. Denn in der Praxis hat
sich kaum ein anderes Konzept so bewährt und wird in anderen Ländern
als so vorbildlich angesehen wie die duale Ausbildung in Deutschland.
Schon jetzt suchen viele Branchen händeringend nach Fachkräften. Wie
soll die Lücke geschlossen werden, wenn nicht mit Absolventen einer
Berufsausbildung? Ein Hochschulstudium in Ehren, doch wenn abseits
der Uni sichere und lukrative Jobs mit Aufstiegsmöglichkeiten locken,
ist das mit Sicherheit kein sozialer Abstieg, nur weil Mama und Papa
früher mal im Hörsaal saßen. Was allerdings zu denken gibt, sind die
geringen Ausgaben für die Bildung. Mit 5,3 Prozent des
Bruttoinlandsprodukts liegt Deutschland deutlich unter dem
Durchschnitt aller 34 OECD-Länder. Man muss nicht den abgenutzten
Begriff vom »Rohstoff Wissen« im rohstoffarmen Deutschland bemühen,
um vorauszusagen, dass das fatale Folgen haben wird.
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