Wie man mit vier farbigen Seilen ein empathischerer Mensch wird

Interne Elpa-Beraterfortbildung mit Seminarleiter Roland Florin (Mitte).
 

Holzminden/Hannover/Weinheim. Eigentlich war es lediglich ein aus vier unterschiedlich gefärbten Seilen auf den Boden gelegtes Kreuz. Nach etwa 20 Minuten allerdings war dank des Seminarleiters Roland Florin das Kreuz auf dem Boden zu einem wirkungsvollen Tool mutiert, die Ängste, Präferenzen und vielleicht sogar Belastungsgrenzen von Menschen recht effektiv einzuschätzen. Willkommen auf einer internen Beraterfortbildung der elpa consulting.

Seit Jahren steigen die mit der Dienstleistung ?Unternehmensberatung? in all ihren Facetten erwirtschafteten Umsätze. Trotzdem belegen bundesweite Umfragen, dass viele Mandanten sich entweder nicht ausreichend mitgenommen fühlen, oder dass häufig am tatsächlichen Bedarf der Unternehmerinnen und Unternehmer ?vorbeiberaten? wird. Empathie scheint das Zauberwort zu sein. Die Fähigkeit, sich selbst und sein Gegenüber objektiver einschätzen, Wünsche und Ängste etwas besser spezifizieren zu können: Das ist der Schlüssel zum guten Zuhören und sorgt für eine zielführende Zusammenarbeit.

Der Sozialpädagoge Roland Florin brachte den Beratern der elpa consulting eben diese Fähigkeit näher; entweder, um sie selbst zu nutzen oder auch als Werkzeug dem Mandanten an die Hand zu geben. Die vorher erwähnten vier farbigen Seile bilden das Riemann-Thomann-Modell. Die vier Achsen, bestehend aus je zwei antagonistischen Werten (Distanz/Nähe und Dauer/Wechsel) kann mit etwas Übung als stufenloses Koordinatensystem betrachtet werden. Beispiel: Während der äußerste Punkt ?Distanz? für einen kühlen, logischen, fast schon egozentrischen Menschen steht, bezeichnet der gegenüberliegende Punkt ?Nähe? einen verständnisvollen und selbstlosen Gutmenschen. Ein pünktlicher, alles planender und fast schon penibler Mensch würde sich am Außenpunkt ?Dauer? platzieren, während ein kreativer, spontaner Typ die gegenüberliegende Extremposition ?Wechsel? einnehmen würde. Je nach individuellen Vorlieben kristallisiert sich so ein Viereck heraus, das der Wohlfühlzone des jeweiligen Probanden entspricht. Befinden sich zwei Personen nicht in derselben Zone, wird ihre Kommunikation schwieriger und weniger verständnisvoll. Hier verbergen sich zahlreiche zwischenmenschliche Stolpersteine, die auch das Geschäftsverhältnis zweier Parteien belasten können; die sich mit etwas mehr Empathie aber recht effektiv entschärfen lassen.

?Hier wollten wir bei dieser Fortbildung ansetzen. Unser Beraterteam soll sensibilisiert werden und wir wollen jedem ein Werkeug an die Hand geben, das er entweder selbst effektiv nutzen oder seinem Mandanten als Werkzeug empfehlen kann.?, beschreibt Horst Emde, Geschäftsführer der elpa consulting. Nach dem lehrreichen und interaktiven Vormittag war zumindest eines sicher: Ein jeder hatte etwas über sich selbst, seine Vorlieben und Abneigungen im Arbeitsalltag gelernt und dass ein offenerer und empathischerer Gesprächsansatz manchmal besser geeignet ist, um die Wünsche und Probleme des Mandanten verstehen und einordnen zu können.

Autor: Horst Emde

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