
Mit einem Festakt in Berlin haben die Sparda-Banken ihr 130-jähriges Bestehen gefeiert. Rund 130 geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft und der genossenschaftlichen FinanzGruppe kamen in der historischen Berliner Wartehalle zusammen, um die Entwicklung der Sparda-Banken von einer Selbsthilfeeinrichtung für Eisenbahner zu einer der größten Bankengruppen für Privatkundinnen und Privatkunden in Deutschland zu würdigen.
Ehrengast des Tages war Bundespräsident a.D. Joachim Gauck, der in seiner sehr persönlichen Festrede die gesellschaftliche Bedeutung genossenschaftlicher Werte hervorhob. Gerade in Zeiten geopolitischer Verwerfungen und einer zunehmenden Polarisierung brauche es Institutionen, die Verantwortung übernehmen, Vertrauen stärken und den gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern. Die Sparda-Banken seien Teil eines „zivilisierten Kapitalismus“, der wirtschaftlichen Erfolg mit gesellschaftlicher Verantwortung verbinde. Weiterhin ermutigte er die Gäste, die Errungenschaften der liberalen Demokratie nicht geringzuschätzen, sondern die errungenen Freiheiten gegen die Bedrohungen von außen und innen entschieden zu verteidigen.
„Nähe, Vertrauen und Verantwortung sind unsere Werte. Das sind für die Sparda-Banken mehr als reine Marketingbotschaften – es ist eine Verpflichtung“, betonte Florian Rentsch, Vorstandsvorsitzender des Verbands der Sparda-Banken. Der genossenschaftliche Gedanke von Solidarität und Selbsthilfe präge die Sparda-Banken seit dem 6. Mai 1896, als in Karlsruhe die erste Sparda-Bank gegründet wurde. Die Sparda-Banken stünden seit 130 Jahren für Verlässlichkeit und wirtschaftliche Stabilität. Dieses gewachsene Vertrauen von Kundinnen, Kunden und Mitgliedern sei zugleich Auftrag und Ansporn, die Stärken der Banken sowohl vor Ort in den Filialen als auch digital konsequent weiterzuentwickeln.
Im anschließenden Podiumsgespräch diskutierten Dr. Cornelius Riese, Vorstandsvorsitzender der DZ BANK AG, Marija Kolak, Präsidentin des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), Stefan Schindler, Verbandsratsvorsitzender des Verbands der Sparda-Banken, sowie Martin Buch, Vorstandsvorsitzender der Sparda-Bank Baden-Württemberg als Rechtsnachfolgerin der Gründungs-Sparda-Bank, über aktuelle Herausforderungen und Zukunftsperspektiven der genossenschaftlichen FinanzGruppe. Moderiert wurde die Diskussion von Dr. Wulf Schmiese vom ZDF.
Im Mittelpunkt standen Fragen nach der Zukunftsfähigkeit regionaler Banken, den Auswirkungen globaler Marktveränderungen sowie die Rolle deutscher Genossenschaftsbanken im europäischen Bankenmarkt. Einig waren sich die Teilnehmer darin, dass Kundennähe, Resilienz in krisenhaften Zeiten, Transformationsbereitschaft und die Stärkung des Mittelstands weiterhin die tragenden Säulen der genossenschaftlichen FinanzGruppe bleiben. Gerade angesichts globaler Wettbewerber und zunehmender regulatorischer Anforderungen bewähre sich das deutsche Drei-Säulen-Modell insbesondere durch die starke regionale Präsenz der Institute und leiste damit einen wichtigen Beitrag zur Stabilität von Wirtschaft und Gesellschaft. Auch die Gewinnung jüngerer Zielgruppen spiele für die Zukunft der Banken eine zentrale Rolle. Für die Sparda-Banken bedeute das, ihren Anspruch aus der aktuellen Markenkampagne konsequent weiterzutragen: Sie seien und blieben für ihre Kundinnen, Kunden und Mitglieder „da, wenn s zählt“.
Der Festakt unterstrich die besondere Stellung der Sparda-Banken innerhalb der genossenschaftlichen FinanzGruppe und ihre enge Verbundenheit mit ihren Partnern und Wegbegleitern. Beim anschließenden Empfang nutzten die Gäste die Gelegenheit zum persönlichen Austausch im historischen Ambiente der Berliner Wartehalle.
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