
30. Technologietag Hein 2027: Gemeinsam Zukunft gestalten
Von 16 Ausstellern zum Familientreffen der Kunststoffindustrie: Am 18. März 2027 feiert der Technologietag Hein in Hannover-Langenhagen seine 30. Ausgabe.
Kurzbeschreibung / Teaser
Was 1996 in einer Volkshochschule begann, ist heute ein etabliertes Branchentreffen der Kunststoffindustrie. Zum 30. Technologietag Hein am 18. März 2027 stehen technologische Innovationen, Wissenstransfer und die Zukunft der industriellen Wertschöpfung im Mittelpunkt.
30 Jahre Technologietag Hein – was uns verbindet, bringt uns voran
Früher hingen die Namensschilder unserer Besucher an einer Holzwand. Alphabetisch sortiert, einzeln herausgesucht und persönlich übergeben.
Heute erledigen QR-Codes und Badgedrucker diese Aufgabe in wenigen Sekunden.
Eine Kleinigkeit? Vielleicht. Aber sie zeigt, wie sehr sich in den vergangenen drei Jahrzehnten vieles verändert hat. Und wie viel gleichzeitig geblieben ist.
Am 18. März 2027 lädt die Konstruktionsbüro Hein GmbH zum 30. Technologietag Hein in die Brandboxx Hannover-Langenhagen ein. Was als kleine Fachveranstaltung begann, hat sich zu einem etablierten Treffpunkt für Unternehmen, Fachleute und Forschungseinrichtungen aus der Kunststoffverarbeitung sowie dem Werkzeug- und Formenbau entwickelt.
Mit vier Vortragsreihen und einer vielseitigen Fachausstellung richtet sich die Veranstaltung an alle, die sich mit der Entwicklung und Anwendung industrieller Technologien beschäftigen.
1996 – Am Anfang stand eine Idee
Der erste Technologietag Hein fand 1996 in den Räumen der damaligen Kreisvolkshochschule in Neustadt am Rübenberge statt.
16 Aussteller, rund 80 Teilnehmende und einige Fachvorträge. Keine große Messehalle, sondern ein überschaubarer Rahmen für technische Gespräche und den persönlichen Austausch.
Die Idee dahinter war einfach: Menschen aus dem Werkzeug- und Formenbau sowie der Kunststoffverarbeitung zusammenbringen, Erfahrungen teilen, neue Technologien kennenlernen und gemeinsam Lösungen entwickeln.
Rudolf Hein verwirklichte diese Idee gemeinsam mit Wolfgang Pietruschke und Clemens Greiner.
Was damals niemand absehen konnte: Aus dem kleinen Branchentreffen würde einmal eine Veranstaltung mit mehr als 100 ausstellenden Organisationen werden.
Aus einem Branchentreffen wurde ein Familientreffen
Mit den Jahren wuchs der Technologietag. Die ursprünglichen Räumlichkeiten reichten nicht mehr aus.
Im Neustädter Leinezentrum verteilten sich Aussteller und Besucher schließlich auf drei Ebenen. Manchmal war es so eng, dass man sich zwischen den Ständen regelrecht aneinander vorbeischieben musste.
Doch genau das hatte auch seinen Charme.
Man blieb stehen, traf bekannte Gesichter und kam miteinander ins Gespräch. Aus ersten Kontakten wurden Geschäftsbeziehungen, aus Geschäftsbeziehungen entstanden langjährige Partnerschaften.
Unternehmen, Verbände und Forschungseinrichtungen wurden Teil eines wachsenden Netzwerks.
Irgendwann etablierte sich eine Bezeichnung, die den Charakter der Veranstaltung bis heute beschreibt:
Das Familientreffen der Kunststoffindustrie.
Mit dem weiteren Wachstum erfolgte schließlich der Umzug in die Brandboxx nach Hannover-Langenhagen. Die neuen Räumlichkeiten eröffneten zusätzliche Möglichkeiten für Ausstellung und Vortragsprogramm.
Eines sollte dabei unbedingt erhalten bleiben: die persönliche und familiäre Atmosphäre.
Drei Jahrzehnte technologischer Wandel
Während der Technologietag wuchs, veränderte sich auch die Kunststoffindustrie grundlegend.
Rechnergestützte Konstruktion und Fertigung wurden leistungsfähiger. Die Spritzgießsimulation ermöglichte immer detailliertere Einblicke in das Verhalten von Kunststoffschmelzen und Bauteilen. Maschinen, Werkzeuge und Produktionsprozesse entwickelten sich kontinuierlich weiter.
Später gewannen automatisierte Fertigungszellen, additive Fertigungsverfahren, intelligente Temperierkonzepte und die industrielle Vernetzung zunehmend an Bedeutung.
Heute beschäftigen künstliche Intelligenz, datenbasierte Prozessoptimierung, intelligente Werkzeugsensorik, automatisierte Qualitätssicherung und ressourcenschonende Produktionsverfahren unsere Branche.
Die Technologien haben sich erheblich verändert. Die grundlegenden Fragen sind geblieben:
Wie entwickeln wir bessere Produkte? Wie reduzieren wir Energieverbrauch, Ausschuss und Produktionskosten? Und wie sichern wir die Wettbewerbsfähigkeit unserer Industrie?
Genau diesen Fragen widmet sich der Technologietag Hein seit seinen Anfängen.
Schwierige Jahre und der Mut zum Neuanfang
Nicht immer verlief die Geschichte der Veranstaltung geradlinig.
Im Februar 2020 fand der Technologietag noch in Präsenz statt. Wenige Wochen später veränderte die Corona-Pandemie den industriellen Alltag und machte persönliche Fachveranstaltungen über längere Zeit unmöglich.
2021 entschied sich das Organisationsteam deshalb für einen ungewöhnlichen Weg: einen digitalen Technologietag.
Virtuelle Messestände, Fachvorträge und die Networking-Plattform wonder.me sollten den persönlichen Austausch zumindest teilweise ersetzen.
Rund 40 Unternehmen beteiligten sich an diesem Experiment.
Nicht alles funktionierte wie erhofft. Vor allem die virtuellen Messestände konnten die Gespräche einer Präsenzveranstaltung kaum ersetzen.
Doch für das Team stand fest: Neue Wege müssen manchmal einfach ausprobiert werden.
Auch die Rückkehr zur Präsenz 2022 verlief schwierig. Der in den September verschobene Technologietag blieb bei den Besucherzahlen deutlich hinter den Erwartungen zurück.
2023 setzte die Veranstaltung deshalb aus.
Die Frage, ob der Technologietag in einer veränderten Veranstaltungslandschaft noch seinen Platz hatte, beschäftigte das gesamte Organisationsteam.
2024 – Der Neustart gelingt
Gemeinsam mit dem Transformationsnetzwerk neu/wagen aus der Region Hannover, dem VDWF und weiteren Partnern wagte das Konstruktionsbüro Hein 2024 einen Neustart.
Bis zum Veranstaltungsmorgen blieb die Unsicherheit groß.
Würden genügend Besucher kommen? Würden die Aussteller wieder relevante Fachgespräche führen können?
Die Antwort kam mit den ersten Besuchern.
Die Gänge füllten sich, bekannte Gesichter trafen wieder aufeinander und an den Ausstellerständen wurde diskutiert und gefachsimpelt.
Das Familientreffen der Kunststoffindustrie war zurück.
2025 folgten insgesamt 580 Teilnehmende. Und 2026 erreichte der Technologietag Hein mit 680 Teilnehmenden und 106 ausstellenden Unternehmen, Instituten und Verbänden die bislang höchsten Zahlen seiner Geschichte.
Für das Organisationsteam war das nach den schwierigen Jahren ein besonderer Erfolg.
2027 – Gemeinsam die Zukunft der Kunststoffindustrie gestalten
Zum 30. Technologietag richtet sich der Blick nicht nur zurück, sondern vor allem nach vorn.
Die deutsche Kunststoffindustrie und der Werkzeug- und Formenbau stehen vor erheblichen Herausforderungen. Hohe Produktionskosten, internationaler Wettbewerbsdruck, zurückhaltende Investitionen und steigende Anforderungen an Energieeffizienz und Nachhaltigkeit verlangen nach neuen Lösungen.
Gleichzeitig stehen zahlreiche Technologien bereit, um industrielle Prozesse wirtschaftlicher, effizienter und nachhaltiger zu gestalten.
Beim Technologietag Hein 2027 sollen deshalb insbesondere zukunftsweisende industrielle Technologien und ihre praktische Anwendung im Mittelpunkt stehen.
Zu den geplanten Themen gehören unter anderem Industrial AI und Automatisierung sowie Produktentwicklung 2030. Insgesamt sind vier Vortragsreihen vorgesehen, von denen eine durch den Verband Deutscher Werkzeug- und Formenbauer (VDWF) gestaltet wird.
Die begleitende Fachausstellung verbindet Unternehmen und Technologieanbieter entlang der industriellen Wertschöpfungskette – von der Produktentwicklung über die Kunststoffverarbeitung und den Werkzeugbau bis hin zu Maschinen-, Automatisierungs- und Messtechnik.
Angesprochen sind Entwickler, Konstrukteure, Produktionsverantwortliche, Fachkräfte, Führungskräfte, Entscheider, Forschende, Studierende und alle, die sich für industrielle Technologien begeistern.
Auch Unternehmen aus Anwenderbranchen wie Automotive, Medizintechnik, Luft- und Raumfahrt, Elektrotechnik, Maschinenbau und vielen weiteren Industriezweigen sind eingeladen.
Die Technologien von morgen entstehen nicht allein
30 Jahre Technologietag Hein wären ohne die vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Konstruktionsbüros Hein, die Aussteller, Referenten, Besucher, Verbände und langjährigen Partner nicht möglich gewesen.
Sie alle haben dazu beigetragen, dass aus einer kleinen Fachveranstaltung ein gewachsenes Branchennetzwerk wurde.
Dafür möchten wir Danke sagen.
Wir sind überzeugt, dass Deutschland weiterhin über hervorragende Ingenieure, innovative Mittelständler, spezialisierte Werkzeugbauer, leistungsfähige Kunststoffverarbeiter und international erfolgreiche Technologieunternehmen verfügt.
Doch technologische Kompetenz allein genügt nicht. Entscheidend ist, Wissen miteinander zu teilen, vorhandene Lösungen anzuwenden und gemeinsam neue Wege zu entwickeln.
Genau dafür möchten wir mit dem Technologietag Hein weiterhin eine Plattform bieten.
Nicht alle Herausforderungen unserer Industrie lassen sich an einem Veranstaltungstag lösen. Aber aus einem Fachgespräch kann eine neue Idee entstehen. Aus einer Idee eine Zusammenarbeit. Und aus einer Zusammenarbeit vielleicht eine Lösung, die unsere Industrie ein Stück voranbringt.
Die Technologien von morgen entstehen nicht allein. Sie entstehen dort, wo Menschen ihr Wissen teilen und gemeinsam etwas bewegen wollen.
Wir freuen uns darauf, am 18. März 2027 gemeinsam mit unserer Technologietag-Familie die 30. Ausgabe zu feiern.
Veranstaltungsinformationen
Veranstaltung: 30. Technologietag Hein 2027
Termin: Donnerstag, 18. März 2027
Ort: Brandboxx Hannover, Langenhagen
Veranstalter: Konstruktionsbüro Hein GmbH
Programm: Fachausstellung und vier vorgesehene Vortragsreihen mit Fachvorträgen und Technologie-Pitches
Informationen und Ausstelleranmeldung: