Aktuelle Tarifforderungen der ver.di gegenüber der CineStar-Gruppe gefährden Arbeitsplätze und zahlreiche Kinostandorte

Aktuelle Tarifforderungen der ver.di gegenüber der CineStar-Gruppe gefährden Arbeitsplätze und zahlreiche Kinostandorte
 

Auch die zweite Verhandlungsrunde zwischen der CineStar-Gruppe und der Gewerkschaft ver.di ist ohne Ergebnis geblieben. Die aktuelle Forderung der ver.di für den Einstiegslohn liegt bei 15,80 EUR. Aus Sicht von CineStar liegt sie deutlich jenseits der wirtschaftlichen Tragfähigkeit und gefährdet Arbeitsplätze und CineStar-Standorte.

In der heutigen zweiten Tarifverhandlungsrunde hat CineStar ein Angebot vorgelegt, das für Servicekräfte in den Einstiegskategorien bei 13,95 Euro – zuzüglich sämtlicher Zuschläge – liegt. Dies würde zu einer Erhöhung der Löhne um 7,3 % – bezogen auf den letzten Tarifabschluss – führen.

Ver.di hat bereits für diese Einstiegskategorien – bezogen auf das Lohnniveau vom Dezember 2025 – eine Forderung von 15,80 EUR erhoben. Das entspräche einer Lohnsteigerung von rund 21,5 %. Des weiteren fordert ver.di eine Erhöhung der jährlichen Sonderzahlung um 76%.

In der aktuellen wirtschaftlichen Situation der Kinobranche sind solche Größenordnungen nicht im Ansatz darstellbar.

Oliver Fock, Geschäftsführer der CineStar-Gruppe:

„Die Forderungen der ver.di dürfen nicht dazu führen, dass Schließungen von Standorten forciert werden. Viele unserer Kinos arbeiten bereits jetzt an der Grenze der Wirtschaftlichkeit. Jede wirtschaftlich erzwungene Schließung ist erfahrungsgemäß endgültig – und bedeutet einen dauerhaften Verlust von Arbeitsplätzen und kultureller Infrastruktur, gerade in strukturschwächeren Regionen. Wir appellieren daher an ver.di, unser Angebot sorgfältig zu prüfen und damit sowohl die Interessen der Mitarbeitenden als auch die Zukunft unserer Standorte zu berücksichtigen.“

Michael Strohmenger, Geschäftsführer der CineStar-Gruppe, ergänzt:

„Unter Einbeziehung von Nacht-, Feiertags- und Sonderzuschlägen lag der durchschnittliche Stundenverdienst unserer Servicekräfte bereits im letzten Jahr bei 16,90 Euro, bei Ebenenleitungen sogar bei knapp unter 20 Euro. Die Anhebung auf den aktuellen Mindestlohn ist darin noch gar nicht berücksichtigt. Zudem handelt es sich bei der Tätigkeit der Servicekräfte überwiegend um eine zeitlich begrenzte Nebenbeschäftigung. Die Position ist strukturell dem Niedriglohnsektor zuzuordnen. Zu dieser Kategorie gehören über 70% unserer Beschäftigten.“

Über CineStar

Unter der Dachmarke „CineStar“ werden in Deutschland 44 Kinos in unterschiedlichen Gesellschaften betrieben, darunter Multiplexe, traditionelle Filmtheater sowie Arthouse Kinos. Damit ist CineStar sowohl im Hinblick auf die Anzahl der Standorte als auch auf Leinwände, Sitzplätze und Besucher einer der marktführenden Kinobetreiber in Deutschland. Das Unternehmen mit Sitz in Lübeck gehört zum australischen Markführer Event Hospitality & Entertainment Limited.

Pressekontakt:

Cinestar-Gruppe
Head of Corporate Communications
Sandra Backhaus
Mail: sandrabackhaus@cinestar.de

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