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Aus der Region für die Region – Wie digitale Daseinsvorsorge das Leben auf dem Land erleichtert

Lokale Versorgungsmöglichkeiten bieten, funktionsfähige Infrastrukturen sichern und einen Zugang zu existenziellen Gütern gewährleisten ? für viele ländliche Regionen ist dies heutzutage eine große Herausforderung. Was, wenn Nahversorger, Bäcker, Fleischer oder Apotheker nicht mehr im Ort ansässig sind und eine selbstständige Versorgung mit Lebensmitteln, Artikeln des täglichen Bedarfs und Dienstleistungen aufgrund der Distanz oder der aktuellen Lebenssituation nicht möglich ist? ?Ein Teil und zugleich Ziel der digitalen Daseinsvorsorge besteht darin, eine innovative digitale Plattform zu schaffen, die eine Nahversorgung im ländlichen Raum ermöglichen kann?, erklärt Andreas Köninger, Vorstand der SinkaCom AG, ein Spezialist für Digitalisierung. Dabei liegt mit dem Pilotprojekt Smart Village im Landkreis St. Wendel neben dem Angebot von Waren und Dienstleistungen des kurz- und mittelfristigen Bedarfs der Fokus auf der sozialen Teilhabe. Während in der Vergangenheit alte Dorfgemeinschaftshäuser gelegentlich noch für Veranstaltungen genutzt wurden, stellen sie nun Orte der Zusammenkunft und Kommunikation dar.

KeepFresh

Aufbauend auf der Überlegung, ländliche Strukturen zu revolutionieren, entstand die Idee von KeepFresh. Der digitale Marktplatz fungiert als eine regionale Nahversorgungsplattform und ermöglicht damit das uneingeschränkte Einkaufen von lokalen Produkten. Ganz gleich, ob das Fleisch vom Metzger nebenan oder die frische Milch vom Bauern aus dem Nachbardorf ? mit diesem Konzept gelingt es, die ländliche Daseinsvorsorge sicherzustellen und gleichzeitig den lokalen Handel nachhaltig zu stärken. ?Während Kunden bis zum ortsabhängigen Bestellschluss Dinge des täglichen Bedarfs dem Warenkorb hinzufügen können, werden die bestellten Produkte an einem konkreten Tag in der Woche an die jeweiligen Dörfer ausgeliefert und über fest definierte Treffpunkte abgeholt?, erzählt Andreas Köninger. Nicht nur, dass auf diese Art und Weise das lästige Schlangestehen an der Käsetheke ausbleibt und die kostbaren Feierabendstunden anderweitig genutzt werden können ? nun besteht die Möglichkeit, auch außerhalb der normalen Öffnungszeiten lokal einzukaufen. Externe Dienstleister wie die SinkaCom AG helfen dabei Kommunen mit all ihrem Know-how im IT-Sektor beim Wissenstransfer, der Umsetzung sowie der Implementierung der regionalen Strategien. Der Erfolg basiert dabei auf dem verknüpften Einsatz von Individual- und Standardsoftware. Mithilfe dieser schlüssigen Kombination kann den Kunden eine angepasste Lösung mit bestmöglichem Preis-Leistungs-Verhältnis geboten werden.

Tragende Säulen

Wie jedes starke Projekt steht auch KeepFresh auf vier tragenden Säulen, die essenziell für den Erfolg sind: Regionalität, Digitalisierung, Partner vor Ort und gesellschaftliche Verantwortung. Mit dem regionalen Grundgedanken werden nicht nur die lokalen Erzeuger unterstützt, sondern auch die Gemeinschaft innerhalb der Dörfer gestärkt. Darüber hinaus verfolgt das Projekt das Ziel, die Digitalisierung auf dem Land voranzutreiben, schließlich dürfen die neusten Trends und Entwicklungen nicht nur in der Stadt verfügbar sein. Damit diese auch vor Ort umgesetzt werden können, benötigt es viele tatkräftige Hände. Mithilfe breiter lokaler Unterstützung gelingt es, nicht nur alltägliche Aufgaben zu meistern, sondern auch ein gemeinschaftliches Miteinander entstehen zu lassen. Zusätzlich sind sich die Akteure der gesellschaftlichen Verantwortung des Projektes bewusst und möchten dieser auch gerecht werden. ?Mit der Reinkarnation des Gemeindehauses und der Förderung der ländlichen Daseinsvorsorge wird das Dorfleben für alle Bürger attraktiv entwickelt?, ergänzt der Digitalisierungsexperte.

Weitreichende Unterstützung

Mit verschiedensten Förderprogrammen verfolgt die Politik das Ziel, die Entwicklung ländlicher Strukturen weiter voranzutreiben. So durchlief das Projekt Smart Village im Landkreis St. Wendel bereits die Programme Land(auf)Schwung vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, Europäischer Landwirtschaftsfond für die Entwicklung des ländlichen Raums, kurz (ELER-)LEADER genannt, und erhielt zudem Zuwendungen aus Mitteln des Saarlandes und des Bundes (GAK) in Verbindung mit dem Sonderförderprogramm Ländliche Entwicklung. Mit der im Juli beginnenden vierten Testphase kann zusätzlich mit weiteren Hilfsgeldern von der Maßnahme ?Aktive Regionalentwicklung? gerechnet werden. Darüber hinaus konnte sich der Landkreis St. Wendel für die zweite Staffel der vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat in die Welt gerufenen ?Modellprojekte Smart Cities? qualifizieren. ?Mithilfe der Unterstützung aus der Politik schaffen wir es, die digitale Daseinsvorsorge noch schneller voranzutreiben und damit auch anderen Kommunen als Beispiel aufzuzeigen, was möglich ist?, schwärmt Andreas Köninger abschließend.

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