Beamte auf Probe: die oft unterschätzte Phase

Am Anfang der Laufbahn lohnt ein genauer Blick
Scharbeutz. Der Weg in die Verbeamtung auf Lebenszeit führt über das Beamtenverhältnis auf Probe, in der Regel drei Jahre lang. In dieser Zeit sind junge Beamte bereits voll im Dienst, aber noch nicht dauerhaft abgesichert. Hier kann im Ernstfall eine spürbare Lücke entstehen. Darauf weist die auf Einsatzkräfte spezialisierte Finanzberatung RetterFinanz hin.
Der kritische Punkt ist die Dienstunfähigkeit. Sie führt bei Beamten auf Probe nicht automatisch zur Entlassung ohne Versorgung. Bei einer dienstlich verursachten Krankheit, Verwundung oder sonstigen Beschädigung ohne grobes Verschulden ist nach dem Beamtenstatusgesetz eine Ruhestandsversetzung vorgesehen, bei anderen Ursachen kann sie möglich sein. Kommt keine Ruhestandsversetzung und damit kein Versorgungsanspruch zustande, kann es zur Entlassung und zur Nachversicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung kommen. Ob daraus ein Anspruch auf Erwerbsminderungsrente entsteht, hängt von den rentenrechtlichen Voraussetzungen ab.

Warum das gerade Einsatzkräfte betrifft
Wer im Rettungsdienst oder bei der Feuerwehr startet, ist körperlich wie psychisch stark gefordert. Eine Erkrankung, die zur Dienstunfähigkeit führt, ist deshalb nicht auszuschließen. Viele junge Einsatzkräfte verschieben ihre Absicherung trotzdem, in der Annahme, mit der Verbeamtung auf Lebenszeit sei ohnehin alles sicher. Das kann sich rächen, denn gerade am Anfang bestehen oft noch keine Versorgungsansprüche.

Worauf es beim Schutz ankommt
RetterFinanz rät, bei einer Berufsunfähigkeits- oder Dienstunfähigkeitslösung ausdrücklich zu prüfen, ob und unter welchen Voraussetzungen der Versicherer auch bei einer Entlassung oder statusrechtlichen Entscheidung wegen Dienstunfähigkeit leistet. Eine
Nachversicherungsgarantie erlaubt es, den Schutz später ohne erneute Gesundheitsprüfung zu erhöhen, etwa bei Verbeamtung, Beförderung oder Familienzuwachs. Hinzu kommt die passende Krankenversicherung, für junge Beamte oft über eine Öffnungsaktion mit erleichtertem Zugang zur privaten Krankenversicherung erreichbar. Dabei müssen die Gesundheitsfragen weiterhin vollständig und wahrheitsgemäß beantwortet werden. Ein früher Abschluss kann Vorteile bei Beitrag und Zugang haben, solange noch keine Diagnosen vorliegen.