biha kritisiert GKV-Spitzenverband

biha kritisiert GKV-Spitzenverband
 

Im vergangenen Jahr gaben die gesetzlichen Krankenkassen 12,3 Milliarden Euro für Hilfsmittel aus, 4,9 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Die Gründe dafür sehen die Krankenkassen bei Leistungserbringern. Zu den sog. Hilfsmittelerbringern, die Versicherte mit den medizinisch notwendigen Produkten versorgen, gehören auch Hörakustiker. Durch ihre Versorgung mit Hörsystemen ermöglichen sie Hörbehinderten die gesellschaftliche Teilhabe. Die aktuellen Forderungen des GKV-Spitzenverbandes zur Reform der Hilfsmittelversorgung gefährden aus Sicht der Bundesinnung der Hörakustiker (biha) die Zukunft der Hörakustik-Branche und aller Hilfsmittelerbringer.

So fordert der GKV-Spitzenverband unter anderem, KO-Ausschreibungen wieder einzuführen, ohne einmal darüber nachzudenken, warum die Verwaltungskosten der gesetzlichen Krankenkassen so dramatisch gestiegen sind. Dazu Eberhard Schmidt, Präsident der Bundesinnung der Hörakustiker (biha): „Wozu braucht es fast 100 gesetzliche Krankenversicherungen, wenn alle die gleichen gesetzlichen Aufgaben zu erfüllen haben?“

Zudem möchte der GKV-Spitzenverband die Vertragshoheit der Leistungserbringer beschränken. Er sieht die Gefahr, dass durch den Zusammenschluss von mehreren Verbänden und Leistungsgemeinschaften ein Angebotsmonopol entsteht. Dazu sagt biha-Präsident Schmidt: „Da schließen sich sechs Krankenkassen im Verband der Ersatzkassen e.V. zusammen, bilden damit eine Marktmacht mit fast 40 Prozent und diskriminieren gleichzeitig in ihren Forderungskatalogen die mittelständischen Leistungserbringer.“

Auch dagegen wehrt sich die biha mit einem eigenen Positionspapier gegenüber der Politik. Das Positionspapier „biha kritisiert Forderungen des GKV-Spitzenverbandes zur Reform der Hilfsmittelversorgung“ ist unter https://www.biha.de/biha-kritisiert-gkv-forderungen online verfügbar.

Pressekontakt:

Sabine Weiler-Bion, weiler-bion@biha.de

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