
Immer öfter werden unerwartete Pakete ohne Absender verschickt. Aus der Freude über ein vermeintliches Geschenk kann aber schnell Betrug entstehen. Die Betrüger profitieren auch von dem Hype um Mystery-Boxen.
Neben preiswerten Artikeln enthalten die Pakete einen QR-Code, den Nutzer mit der Kamera ihres Smartphones scannen können. Da sie nicht wissen, wer das Paket verschickt hat, liegt es nahe, dass die Empfänger den Code scannen, um weitere Informationen über das Paket zu erhalten. Auf diese Neugier setzen die Cyberkriminellen.
Denn dieses unerwartete „Geschenk“ stammt in Wirklichkeit von ihnen. Bei diesem als „Brushing“ bezeichneten Betrug ist das Paket nur ein Trick, um Nutzer neugierig zu machen, den QR-Code zu scannen. Scannen sie den Code, werden sie auf eine gefälschte Webseite weitergeleitet und aufgefordert, persönlichen Daten einzugeben, um weitere Informationen über das Paket zu erhalten. Aber statt mehr über den Absender und seine Intentionen zu erfahren, werden die Daten an Cyberkriminelle weitergegeben, die damit allerlei Betrug im Namen des Opfers durchführen.
Sicherheitsexperte und CISO-Advisor Dr. Martin Krämer von KnowBe4 gibt Verbrauchern die folgenden Tipps, damit sie nicht Opfer des Brushing-Betrugs werden: „Nutzer sollten nach Erhalt eines unerwarteten Pakets niemals den beigelegten QR-Code scannen, egal wie neugierig man ist. Unerwartete Warensendungen könnten ein Zeichen dafür sein, dass die Adresse oder Anmeldedaten des Empfängers aus dem Darknet eingekauft wurden, um daraus Profit zu schlagen.“
Beliebt ist beispielsweise, dass die Nutzerdaten für Online-Bewertungen genutzt werden, um bestimmte Produkte oder Dienstleistungen auf einschlägig bekannten Webseiten abzugeben.
Weitere Warnhinweise finden Verbraucher unter anderem bei DHL: https://www.dhl.de/de/toolbar/footer/sicherheitshinweise.html
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