CARE zum INSM-Bildungsmonitor 2019: “Für eine erfolgreiche Integrationsarbeit fehlen zusätzlich qualifizierte Lehrkräfte”/ Schulische Integration bedarf langfristiger Begleitung und externer Partner

Die Hilfsorganisation CARE Deutschland sieht in dem
heute veröffentlichten INSM-Bildungsmonitor eine Bestätigung ihrer
Erfahrungen aus der schulischen Integrationsarbeit für Kinder und
Jugendliche mit Flucht- oder Migrationsgeschichte. Insbesondere der
Anstieg der Schulabbrecherquote unter ausländischen Schülerinnen und
Schülern von 14,2 auf 18,1 Prozent spricht eine deutliche Sprache.

“Ganz unabhängig von aktuellen Zuwanderungszahlen wird der Bedarf
an interkultureller Arbeit an deutschen Schulen auch in Zukunft ein
Thema bleiben. Für eine erfolgreiche Integrationsarbeit an Schulen
fehlen interkulturell qualifizierte Lehrkräfte und externe Hilfe.
Schulen müssen kontinuierlich dabei begleitet werden, im Unterricht
und darüber hinaus die Themen Interkulturalität, Werte sowie
Kommunikation umzusetzen. Sonst ist zu befürchten, dass die
Schulabbrecherquote unter ausländischen Schülerinnen und Schülern
weiter steigt”, sagt Thomas Knoll, Leiter des
CARE-Integrationsprogrammes KIWI.

“Internationale Organisationen wie CARE können Lehrkräfte bei der
schulischen Integrationsarbeit entlasten und Schülerinnen und Schüler
langfristig begleiten. Denn sie kennen nicht nur die Hintergründe der
Schülerinnen und Schüler, sondern verfügen auch über das
erforderliche Wissen im Hinblick auf Themen wie Ursachen für Flucht
und Migration, Geschlechterrollen und kulturelle Kontexte”, fügt
Knoll hinzu.

Hintergrund:

Mit dem Projekt KIWI (“Kinder und Jugendliche Willkommen”) leistet
CARE seit 2016 bundesweit integrative Arbeit und hat so bereits mehr
als 500 Schulen erreicht. In Workshops half CARE insgesamt über
30.000 Schülerinnen und Schülern. Inhalt dieser Schulworkshops sind
Themen wie Respekt, Gewaltprävention und berufliche Zukunft. Mit
“KIWI kids” bietet CARE diesen Ansatz nun auch Grundschulen an. Die
Teilnahme am KIWI-Programm und den Fortbildungen für Lehrkräfte ist
für die Schulen kostenfrei.

Pressekontakt:
Rückfragen bitte an:
CARE Deutschland e.V.
Stefan Brand
Telefon: 0228/ 97 563 42
Mobil: 0170/ 74 48 600
E-Mail: brand@care.de

Original-Content von: CARE Deutschland e.V., übermittelt durch news aktuell

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