Südwest Presse: Kommentar zum Friedensnobelpreis

Ein Preis der Leere scheint der diesjährige
Friedensnobelpreis zu sein. Leer blieb der Stuhl des inhaftierten
Preisträgers Liu Xiaobo während der Verleihungszeremonie in Oslo.
Leer blieben auch die chinesischen Medien mit jeglichen Berichten
über die Veranstaltung. Ins Leere liefen viele Kontakte zu Freunden
und Bekannten von Liu in China – sie standen unter Hausarrest, ihre
Handys und ihr Internetanschluss funktionierten nicht. Ein Drittel
der geladenen Staatsmän

Rheinische Post: Klima zweitrangig?

Kommentar Von Klaus Peter Kühn

Der fehlgeschlagene Klima-Gipfel von Kopenhagen
vor einem Jahr bot wenigstens noch ein bisschen Dramatik, als die
Großen der Welt anreisten, um das Ruder herumzureißen. Ihnen gelang
freilich nur die Verständigung darüber, dass es bis 2100 im
Durchschnitt nicht mehr als zwei Grad wärmer auf der Erde werden
sollte. Wie dieses Ziel erreicht werden soll – das blieb völlig
offen. Diesmal, auf der Klimakonferenz in Cancún, ließen sich
US-Präsiden

Rheinische Post: Die Lehren des leeren Stuhls

Kommentar Von Sven Gösmann

Die Strahlkraft und Bedeutung von
Veranstaltungen erwächst in der Regel aus der Strahlkraft und
Bedeutung der Anwesenden. Die Verleihung des Friedensnobelpreises in
Oslo setzt diese Regel außer Kraft. Denn das Bild des leeren Stuhls,
auf dem Friedensnobelpreisträger Liu Xiabo hätte sitzen sollen, geht
um die Welt. Und dieses Bild des leeren Stuhls erzählt mehr über die
chinesische Diktatur als alle klugen Analysen. Es widerlegt zudem das
Pekinger Geprotze mit

Mitteldeutsche Zeitung: zu Steuern

Die Finanzierung des deutschen Sozialstaates krankt
nicht an den Steuern, sondern an den Sozialabgaben. Denen steht zwar
eine direkte Leistung gegenüber, also eine Absicherung bei
Arbeitslosigkeit, Alter und Krankheit. Und doch geht dieser Charakter
des Tauschgeschäfts bei den Sozialversicherungen immer weiter
verloren, so dass die Abgaben für viele Arbeitnehmer von Steuern kaum
zu unterscheiden sind.

Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565

Börsen-Zeitung: Bei Kupfer lockt die Story, Börsenkommentar „Marktplatz“ von Thorsten Kramer

Für die glanzvolle Entwicklung des Kupferpreises
im Jahr 2010 gibt es gute Argumente. Das jüngste lieferte nun eine
aktuelle Statistik aus China, wonach dort im November der Import von
Kupfer erstmals seit drei Monaten wieder gestiegen ist. Dies nahm
Investoren die Sorge über eine anhaltend rückläufige Nachfrage. An
der London Metal Exchange hielt sich der Kupferpreis deshalb in der
Nähe des Rekordhochs vom Donnerstag bei 9091 Dollar je Tonne. Und mit
Blick auf

Westdeutsche Zeitung: Nobelpreis wirft Schlaglicht auf die Menschenreche in China – Der leere Stuhl in Oslo ist eine Mahnung
Ein Kommentar von Anja Clemens-Smicek =

Der Tag der Menschenrechte war gestern ein
schwarzer Tag. Zum zweiten Mal nach dem Ausreiseverbot des
Nazi-Regimes gegen den deutschen Pazifisten Carl von Ossietzky 1936
durften weder der Träger des Friedensnobelpreises noch ein
Familienangehöriger die hohe Ehrung persönlich in Empfang nehmen. Liu
Xiaobos Stuhl in Oslo blieb leer. Doch die aufstrebende Großmacht
China hat sich mit ihrer Weigerung, den Literaten aus der Haft zu
entlassen, einen Bärendienst erwiesen