Der Grünen-Vorsitzende Cem Özdemir hat die Erwartungen an die Rede und den Auftritt von US-Präsident Obama in Berlin als "überzogen" bezeichnet. "Man darf nicht erwarten, dass Präsident Obama den Lauf der Dinge hier radikal verändert", sagte er im Sender Phoenix. Obama habe große Schwierigkeiten, seine Politik im eigenen Land durchzusetzen. "Das ist die Realität, und die kann auch eine Rede in Berlin nicht ändern", so &O
Bonn/Berlin, 19. Juni 2013 – Der Grünen-Vorsitzende
Cem Özdemir hat die Erwartungen an die Rede und den Auftritt von
US-Präsident Obama in Berlin als "überzogen" bezeichnet. "Man darf
nicht erwarten, dass Präsident Obama den Lauf der Dinge hier radikal
verändert." Obama habe große Schwierigkeiten, seine Politik im
eigenen Land durchzusetzen. "Das ist die Realität, und die kann auch
eine Rede in Berlin nicht ändern"
Was schenkt man einem guten Freund, der alles
hat? Man schenkt Zeit, Aufmerksamkeit, schöne Erinnerungen. Das ist,
was Barack Obama gestern tat. Wer sich etwas anderes erwartet hatte,
eine große Botschaft, verkannte, dass sich die Welt weitergedreht hat
in den vergangenen 20 Jahren. Und dass im Fokus nicht mehr Berlin
steht. Die Welt ist im Umbruch und die USA orientieren sich neu – in
jeder Hinsicht. Obama als erster schwarzer Präsident ist das perfekte
Beispiel dafür,
Europa hat ein riesiges Problem. Die
Jugendarbeitslosigkeit schreitet jeden Monat weiter voran,
gleichzeitig kommt die europäische Wirtschaft nicht aus der
Rezession. Die Lage wirkt trotz aller Bemühungen vonseiten der
Politik kaum beherrschbar. So scheinen alle Instrumente, die sich die
EU zur Bekämpfung der Joblosigkeit ausgedacht hat, zu verpuffen. Und
dennoch hat Brüssel keine andere Wahl, als das Thema erneut mit
Nachdruck aufs Tapet zu bringen. Es ist keine Ü
Wer es unterlässt, ein längst pragmatisch und
unaufgeregt gewordenes Verhältnis immer wieder mit Rückgriffen auf
die Historie neu aufzuladen, der kann nach dem ersten offiziellen
Tagesausflug des amerikanischen Präsidenten in die ehemalige
Frontstadt des Kalten Krieges eigentlich ganz zufrieden sein. Barack
Obama hat in Berlin (gemeinsam mit Angela Merkel) bella Duz-figura
gemacht. Mit Charme, dosierter Kumpelhaftigkeit und ausgeprägtem
Erklärwillen hat
Wie oft hören wir im Radio die Meldung
"Vorsicht, es liegen Reifenteile auf der Autobahn"? Wie häufig
versagt das E-Mail-Programm seinen Dienst? Die Waschmaschine geht
kaputt, obwohl sie gestern noch perfekt lief. Technische Defekte sind
normal – wie Fehler im Leben an sich. Nur die Deutsche Bahn AG darf
solche nicht machen. Dann heißt es: "Sollte man liquidieren, den
Saftladen, beim nächsten Mal nehme ich den Wagen." Gerade sind in
einigen ICEs wie
Es sind mehr als bedrückende Zahlen, die die
Vereinten Nationen aktuell vorlegen. Mehr als 45 Millionen Menschen
weltweit befanden sich Ende vergangenen Jahres auf der Flucht. Den
meisten von ihnen fehlt es an den absolut lebensnotwendigen Dingen:
Essen, Trinken, Arbeit, ein Dach über dem Kopf – und Sicherheit. Die
Zahlen sollten unsere westliche Wohlstandsgesellschaft zu mehr Demut
veranlassen. Denn nicht selten wird die Zuwanderungsdiskussion bei
uns – mal unverblümt, mal
Eine Welt mit weniger nuklearem
Zerstörungspotenzial – wer will sich einer solchen Forderung
widersetzen? Das Problem ist nur, dass Obama dazu die russische
Regierung gewinnen muss, aber die zeigt sich in letzter Zeit ziemlich
hartleibig. Immerhin, Obama lässt sich durch Rückschläge so leicht
nicht von seinen Visionen abbringen. Und damit ist eine starke
Botschaft verbunden: Eine bessere Welt ist möglich – nicht sofort,
aber es lohnt sich, dafür zu kämpfe
Mit fast fünf Jahren Verspätung hat Barack Obama
nun doch noch am Brandenburger Tor gesprochen. Und ja: Es war eine
gute Rede – auch wenn ihr der eine, der ganz große Satz fehlte.
Historisch allerdings wird die Ansprache vom 19. Juni 2013 nur, wenn
der US-Präsident seine Ankündigungen Wirklichkeit werden lässt. Vor
allem an der versprochenen Reduzierung der Atomwaffen und der dazu
notwendigen Einigung mit Russland wird Obama gemessen werden.
Freundliche Wort