Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Deutschlands Konjunktur

So schnell kann es gehen. Vor wenigen Wochen
schien die Welt aus deutscher Perspektive in rosa-roten Farben. Die
Wirtschaft lief wie selten zuvor, der Staat freute sich über
Steuereinnahmen in Rekordhöhe, und als Zugabe auf die gute Stimmung
setzte die Fußballnationalmannschaft den Weltmeistertitel. Alles
bestens. Das Land war zufrieden mit sich und der Welt. Und damit soll
es jetzt so einfach vorbei sein? Wie aus als heiter wahrgenommenem
Himmel brechen ein »Islamisc

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Ebola

Nein, mit Panikmache hat das nichts zu tun, wenn
die Chefin der Weltgesundheitsorganisation davon spricht, dass die
ganze Welt in Gefahr sei, wenn ein tödliches Virus außer Kontrolle
gerate. Es ist lediglich ein verzweifelter Weckruf an die
Weltgemeinschaft, die Ebola-Epidemie endlich so ernst zu nehmen, wie
sie tatsächlich ist. Wie tückisch und gefährlich die Seuche ist,
zeigen die Fälle, in denen sich Krankenschwestern trotz bester
Schutzausrüstung ang

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Nato

Wie gut, dass die Nato nicht richtig gefordert
wird. Die angebliche Führungsmacht USA verkündet eine Einigung über
die Nutzung türkischer Stützpunkte und Ankara sagt genau das
Gegenteil. Größer könnte das Durcheinander im Verteidigungsbündnis
kaum sein. Kein Wunder, dass bei diesem Chaos militärische Erfolge
gegen die IS-Extremisten ausbleiben. Was nutzt die Bildung einer
weiteren Allianz im Kampf gegen den Terror, wenn niemand ein Risiko

Stuttgarter Zeitung: Kommentar zu Kobane/IS/Göring-Eckardt

Die Grünen-Politikerin Katrin Göring-Eckardt
verlangt ein robustes UN-Mandat im Kampf gegen die IS-Terrormilizen.
In der Konsequenz heißt das, dass in Syrien bald auch deutsche
Bundeswehrsoldaten in den Krieg ziehen könnten. Hat Katrin
Göring-Eckardt das Szenario wirklich zu Ende gedacht? Wahrscheinlich
ist, dass eine internationale Allianz mit einem Mandat der Vereinten
Nationen Kobane aus den Klauen der Islamisten befreien könnte. Aber
was geschieht danach

Mittelbayerische Zeitung: Kommentar von Christian Kucznierz zu IS/Türkei

Wer angesichts der Kämpfe um Kobane vor einen
neuen Srebrenica warnt, hat Recht: In der umkämpften Stadt droht ein
Massaker, während die Welt zusieht. Dabei mit dem Finger auf die
Türkei zu zeigen, ist richtig, aber auch zu kurz gegriffen. Das
Nato-Mitglied hätte zwar das größte Interesse daran, den Vormarsch
der IS-Miliz an der eigenen Grenze zu stoppen. Ankara aber spielt auf
Zeit. Zum einen hält der Vormarsch der Islamisten die mit der PKK
verb&u

Mittelbayerische Zeitung: Leitartikel von Dagmar Unrecht zu Hunger

Jeder neunte Mensch auf dieser Welt hungert,
alle zehn Sekunden stirbt ein Kind an den Folgen von Mangel- und
Unterernährung. Es ist schwer, das Leid, das hinter diesen Zahlen
steht, zu erfassen. Noch schwerer ist es, daraus eine gute Nachricht
abzuleiten: Nach Einschätzung der Welthungerhilfe nimmt der Hunger in
der Welt seit 1990 kontinuierlich ab. Das ist für die mehr als 800
Millionen Menschen, die abends mit leerem Magen ins Bett gehen und
hungrig wieder aufwachen, kein

Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar Forderungen zur Flüchtlingshilfe Neue Situation Hubertus Gärtner

Erst nachdem es Misshandlungen in
nordrhein-westfälischen Flüchtlingsheimen gegeben hat, fühlen sich
zahlreiche Verantwortliche in Politik und Gesellschaft aufgerufen,
eine menschenwürdigere Unterbringung von Asylsuchenden und mehr
finanzielle Mittel dafür zu fordern. Eine solche Aussage klingt
zynisch, aber sie hat leider trotzdem einen wahren Kern: Lange Zeit
hat das Schicksal der Flüchtlinge in Deutschland kaum jemanden
interessiert. Abschiebungen, Aufnahm

Rheinische Post: Das drohende Massaker

Kommentar von Gregor Mayntz

Zweitausend Kilometer liegen zwischen Srebrenica und Kobane. Und
19 Jahre. Nach dem schrecklichen Massaker an Tausenden bosnischer
Männer im Jahr 1995 war der Schwur sicherlich ernst gemeint: "Nie
wieder" sollte unter den Augen potenzieller Beschützer derartiges
möglich sein. Doch an der syrisch-türkischen Grenze läuft es genau
darauf hinaus. Türkische Soldaten beobachten, wie die Terror-Milizen
vom Islamischen Staat (

Westfalen-Blatt: Fußball: Clemens Tönnies schließt „Schalke AG“ nicht mehr aus

Schalke-Aufsichtsratschef Clemens Tönnies hält
angesichts der finanzstarken Bundesliga-Konkurrenz die Umwandlung des
Vereins in eine Kapitalgesellschaft für eine Option. Gegenüber dem
WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) sagte Tönnies auf die Frage, ob es eine
Schalke AG geben wird, um mithalten zu können: "Wir werden genau
beobachten, wie sich die Liga verändert. Etwa wenn Red Bull Leipzig
als weiterer, ganz starker Akteur auftritt." Schalke müsse

Rheinische Post: Die Länder sind am Zug

Kommentar von Birgit Marschall

Die Kluft zwischen armen und reichen Kommunen wächst, und das ist
gefährlich. Viele ärmere Städte kommen aus dem Teufelskreis nicht
heraus: schlechte Wirtschaftslage, schwierige Sozialstruktur, damit
hohe Sozialausgaben und niedrige Einnahmen, abnehmende
Standortattraktivität und verfallende Infrastruktur. Die Eliten
verlassen solche Gebiete. Es bleiben nur die, die woanders keine
Chance sehen – ein soziales Pulverfass. Es ist vor