Wer für die Zukunft vorsorgt und Geld anlegt,
gehört angesichts der Zinsen am Nullpunkt zu den Verlierern. Die EZB
belohnt Verantwortungslosigkeit. Die Weltwirtschaft ist auf Droge,
und weil eine Erhöhung der Dosis kaum noch Wirkung zeigt, wählt sie
zugleich immer härtere Drogen. Nun will die Notenbank auch noch
Anleihen von Unternehmen aufkaufen – außer Staaten können sich dann
auch große Unternehmen mit frisch gedrucktem Geld finanzieren. Vom
Sc
Wenn Terrassentüren geknackt, Fenster
eingeschlagen, Schubladen herausgerissen und durchwühlt worden sind,
geht bei den Opfern Urvertrauen verloren. Die Verletzung der Grenzen
des eigenen Heims, der intimsten Umgebung, des Zuhauses durch
Einbrecher, trifft das Sicherheitsgefühl der Geschädigten bis ins
Mark. Da hilft es auch nicht, wenn dann ein Innenminister, der sich
in vielen seiner Aufgabenbereiche durchaus effektvoll in Szene zu
setzen weiß, angesichts steig
Viel hilft viel, denkt sich Mario Draghi, der
Chef der Europäischen Zentralbank (EZB). Das Geld ist billig wie nie,
der Leitzins liegt nun bei Null und Banken müssen noch höhere
Strafzinsen für die Einlagerung ihrer Scheine bei der EZB bezahlen.
Und doch kommt das billige Geld nicht in der Wirtschaft an, die
Konjunktur im Euroraum nicht in Schwung, steigen die Preise nicht wie
von den Zentralbankern gewünscht mäßig an. Da muss sich EZB-Chef
Mario Draghi s
Wer für die Zukunft vorsorgt und Geld anlegt,
gehört angesichts der Zinsen am Nullpunkt zu den Verlierern. Die EZB
belohnt Verantwortungslosigkeit. Die Weltwirtschaft ist auf Droge,
und weil eine Erhöhung der Dosis kaum noch Wirkung zeigt, wählt er
zugleich immer härtere Drogen. Nun will die Notenbank auch noch
Anleihen von Unternehmen aufkaufen – außer Staaten können sich dann
auch große Unternehmen mit frisch gedrucktem Geld finanzieren. Vom
Sc
So ist es, wenn Imperien wanken: Satt von den
Erfolgen der Vergangenheit und blind gegenüber den Herausforderungen
der Zukunft geraten sie immer tiefer in die Krise. So wie VW. Sechs
Monate nach Ausbruch von Diesel-Gate hat die Spitze noch immer nichts
gelernt. Anstatt gegenüber den US-Behörde reumütig und offen
aufzutreten, feilscht VW weiter. Bis heute ist unklar, was wer wann
erfuhr. Dabei sollte VW wissen, dass die USA Sündern gerne eine neue
Chance geben, aber
Was bleibt der Europäischen Zentralbank noch an
Munition, wenn sie den Leitzins auf null gesenkt, die Finanzmärkte
noch stärker mit Geld vollgepumpt und den Geschäftsbanken noch höhere
Strafzinsen abverlangt hat? Nichts. Die EZB verschießt beim Versuch,
die Konjunktur anzukurbeln, ihre letzten Patronen, und der Erfolg ist
zweifelhaft. Dass zu wenig Kredite vergeben werden, liegt weniger an
Banken als an Unternehmen, die nicht investieren wollen, weil die
Perspe
Auch Terrorregimes brauchen ihre Bürokraten,
das wissen wir in Deutschland ja aus eigener Erfahrung. Der
"Islamische Staat" (IS), dieses von einer islamistisch fanatisierten
Söldnertruppe zusammengeraffte Territorium im Irak und in Syrien,
macht da keine Ausnahme. Nur so lässt sich erklären, dass eine Liste
mit den Namen und detaillierten persönlichen Angaben von 22.000
IS-Kämpfern aufgetaucht ist. Anscheinend ist das von einem Überläufer
e
Es wäre ein Schatz, von dem die Justiz bisher nur träumen konnte.
Sollten die nun aufgetauchten IS-Dokumente authentisch sein, verfügen
auch deutsche Sicherheitsbehörden über ein umfangreiches
Mitgliederverzeichnis der Terrormiliz – und damit über ein ersehntes
neues Werkzeug im Beweismittelkasten gegen Syrien-Rückkehrer. Für die
Justiz wäre das eine gewaltige Erleichterung. Denn 2016 wird das Jahr
der Rückke
Die Vereinten Nationen haben einen
Rassismusbericht, in dem Deutschland ziemlich schlecht abschneidet.
Der Politologe und Menschenrechtsaktivist Joshua Kwesi Aikins hat
einen Parallelbericht veröffentlicht, in dem die Opfer berichten, was
sie erlebt haben. Sein Fazit: "Es gibt mehr Übergriffe. Und die
Koordinaten des Sagbaren verschieben sich. Was früher extrem war, ist
heute normal."
Sie erforschen seit Jahren Rassismus in Deutschland. Wie
aufgeklärt oder
Stärke 9 hatte das Erdbeben, das den Tsunami
auslöste. Und es passierte, was offiziell unmöglich war: Die
Kühlsysteme des Atomkraftwerks versagten, es kam zur Kernschmelze,
ein ganzer Landstrich wurde verseucht, die Menschen mussten ihre
Heimat verlassen. Bis heute kämpft das Land mit den Folgen. Mit
Kosten von geschätzt 100 Milliarden Euro für die Bewältigung des
Unglücks ist das riesige Ausmaß der Katastrophe nur in Zahlen
umrissen – da