
Indem sie sich zurückziehen, machen sie aber genau das, was sie eigentlich kritisieren: Sie geben Raum ab, statt ihn zu besetzen oder gar zu verändern. Während SPD, Grüne und Linke X (früher Twitter) verlassen, bleiben genau jene Akteure dort, die die Verrohung in den alles andere als sozialen Medien befeuern. Und die die Mechanismen besonders gut für sich zu nutzen wissen. Also populistische und extremistische Parteien und Gruppen, die sich durch Konfrontation und Eskalation profilieren. Der Rückzug kann so leicht zum strategischen Fehler werden und wie eine Kapitulation wirken: Wenn es ungemütlich wird, überlässt man das Feld den Radikalen.
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