Digitaler Produktpass ab Februar 2027 Pflicht: Open-Source-PIM UnoPIM bildet ESPR-Daten nativ ab

Digitaler Produktpass ab Februar 2027 Pflicht: Open-Source-PIM UnoPIM bildet ESPR-Daten nativ ab
UnoPIM – Open-Source-PIM mit integriertem Digitalen Produktpass
 

Pozna?, 4. September 2026 – Ab dem 18. Februar 2027 wird der Digitale Produktpass für Batterien in der Europäischen Union verpflichtend. Grundlage ist die EU-Batterieverordnung (EU) 2023/1542, die für Traktionsbatterien, LMT-Batterien und Industriebatterien über 2 kWh gilt. Weitere Produktgruppen folgen über delegierte Rechtsakte der Ökodesign-Verordnung ESPR (EU) 2024/1781.

Für Hersteller bedeutet das erheblichen Handlungsbedarf – und eine Frage, die sich viele erst jetzt stellen: Wo entstehen diese Daten eigentlich?

Produktpass-Daten sind strukturierte Produktattribute

Technisch besteht ein Digitaler Produktpass aus Produktattributen: Materialzusammensetzung, Rezyklatanteil, besorgniserregende Stoffe und die SCIP-Meldung an die Europäische Chemikalienagentur ECHA. Attribute, in mehreren Sprachen, versioniert und pro Kanal ausgespielt.

Das ist die Aufgabenbeschreibung eines Product-Information-Management-Systems, keine neue Softwarekategorie. Für Unternehmen stellt sich daher die Frage, ob Passdaten im selben System liegen wie die übrigen Produktdaten – oder in einem separaten Dienst, der zusätzlich angebunden und bezahlt werden muss.

UnoPIM bildet den Digitalen Produktpass nativ ab

Das Open-Source-System UnoPIM unterstützt Digitale Produktpässe seit Version 3.x direkt im Kern, ohne Drittanbieter-Service. Abgedeckt sind SCIP/ECHA-Deklaration, Materialzusammensetzung und Rezyklatanteil.

UnoPIM steht unter der MIT-Lizenz und ist auf Laravel 13 aufgebaut. Der volle Funktionsumfang des Kerns ist dauerhaft kostenfrei nutzbar – ohne Umsatzgrenze, ohne eingeschränkte Community-Edition und ohne Herstellerbindung. Der Betrieb erfolgt wahlweise im eigenen Rechenzentrum oder als Cloud-Lösung.

Weitere Funktionen umfassen ein integriertes Digital Asset Management für Bilder, Videos und Dokumente, einen KI-Agenten zur Katalogsteuerung in natürlicher Sprache mit über 32 automatisierten Aktionen, Messwert-Attribute mit Einheitenumrechnung sowie Konnektoren für Shopify, Magento 2, WooCommerce und Odoo neben einer REST-API. Der Betrieb von Katalogen mit über 10 Millionen Produkten ist dokumentiert.

Lizenzlandschaft in Bewegung

Der Zeitpunkt trifft auf einen Markt im Umbruch. Pimcore hat seine Community Edition mit Version 2025.1 auf die Pimcore Open Core License umgestellt; kostenfrei ist sie seitdem nur noch unterhalb von fünf Millionen Euro Jahresumsatz. Akeneo PIM v7 erreicht am 30. September 2026 das Ende des Supports – die Community Edition wird nach Angaben des Herstellers weiterhin unterstützt.

Unternehmen, die ihre PIM-Auswahl vor 2025 getroffen haben, sollten die Lizenzbedingungen daher erneut prüfen.

Hinweis: Ein PIM-System schafft die Datengrundlage für einen Digitalen Produktpass. Die Konformität selbst bleibt eine rechtliche und prozessuale Aufgabe.

Eine Live-Demo ist ohne Registrierung zugänglich: https://demo.unopim.com