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Douglas-Chefin Isabelle Parize im stern: „Ich bin eine ganz starke Befürworterin der Quote“

Isabelle Parize, eine der ganz wenigen
Topmanagerinnen in Deutschland, fordert mehr Frauen an der Spitze
deutscher Unternehmen. Die Douglas-Chefin befürwortet im Gespräch mit
dem stern eine Quotenregelung. „Am Anfang meiner Karriere dachte ich,
wir Frauen schaffen das allein, wir brauchen keine künstliche
Krücke“, sagte die Vorstandschefin des Kosmetik- und Drogerie-Riesen.
„Aber mittlerweile bin ich eine ganz starke Befürworterin der Quote.
Es ist der einzige Weg, die gläserne Decke zu durchbrechen.“ In ihrer
Heimat Frankreich sei es ganz normal, wenn Mütter arbeiten, so
Parize. In Deutschland sei das immer noch nicht so. Und trotz aller
politischen Anstrengungen in den vergangenen Jahren erkennt die
Managerin keine Besserung. „Es scheint mir immer noch sehr
schwierig.“

Auch auf das Kosmetik-Geschäft bezogen, verglich die Managerin
deutsche und französische Frauen. „Die Deutschen mögen es reiner,
purer. Die gehen viel entspannter mit ihrem Körper und ihrer
Sexualität um, als wir in Frankreich“, sagte Parize dem stern. Auch
der Umgang mit dem Alter sei von Nation zu Nation sehr
unterschiedlich: „In Frankreich kämpfen wir ab 18 mit allen
möglichen Cremes gegen die Falten. Die Italienerinnen kaschieren sie
mit einer dicken Schicht Make-up, und in Deutschland sagen die
Frauen, die Falten sind ein Zeichen meiner Persönlichkeit und gehören
zu mir.“ Auch außerhalb Europas gibt es spezielle kulturelle
Eigenarten. „In Südkorea sind sie verrückt nach Hautpflege. Ich denke
ja schon, wenn ich mit bis zu sechs verschiedenen Cremes pro Tag
hantiere, bin ich am oberen Ende.“ Die Südkoreanerinnen verwenden
aber täglich bis zu 25 Hautpflegeprodukte. Und auch im Nahen Osten
benutzen die Frauen „sehr, sehr viel Kosmetik“, erzählt Parize,
„obwohl dort die Kleidung nahezu alles verhüllt.“

Parize betonte außerdem, wie die Politik ihr Geschäft beeinflusse.
So sei den Deutschen durch den Anschlag auf dem Berliner
Weihnachtsmarkt die Kauflaune vorübergehend verloren gegangen,
erzählt Parize. „Keiner denkt über Schönheit und Geschenke nach, wenn
draußen Terror droht und Menschen durch einen Verrückten ums Leben
kommen.“ Die politische Weltlage habe auch Auswirkungen auf das
Kosmetikgeschäft. „In Zeiten von Gewalt und Terror sehnen sich die
Leute nach Geborgenheit.“ Die globale Wirtschaft werde als sehr
aggressiv empfunden. Die Menschen wollen sich mit den weichen
Gerüchen ihrer Kindheit beruhigen.“ Deswegen käme derzeit „keines,
wirklich keines der momentan erfolgreichen Parfüms ohne eine süßliche
Aromanote aus“.

Diese Vorabmeldung ist nur mit der Quellenangabe stern zur
Veröffentlichung frei.

Pressekontakt:
Sabine Grüngreiff, Gruner + Jahr Unternehmenskommunikation, Telefon
040 – 3703 2468, gruengreiff.sabine@guj.de

Original-Content von: Gruner+Jahr, STERN, übermittelt durch news aktuell

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