
(Kempen) – Der Ratsherr Jeyaratnam Caniceus (ÖDP-BIKK) fragte bei Bürgermeister Dellmanns an, inwieweit des europäische Bezahlsystem WERO von der Stadt Kempen eingesetzt würde. Dieses stelle eine wichtige europäische Alternative zu Bezahlsystemen außerhalb Europas dar. Durch den Einsatz von WERO könnte Kempen einen Beitrag zur digitalen Souveränität Europas leisten.
WERO ist ein Bezahlsystem, das von Sparkassen, Genossenschaftsbanken und anderen europäischen Kreditinstituten getragen werde. Ziel sei es, digitale Zahlungen direkt zwischen den Konten abzuwickeln. WERO sei hier ein Bezahlsystem, das europäische Standards einhalte und nicht der Gefahr unterliege, Staaten außerhalb der EU Zugriff auf die Daten der Menschen zu ermöglichen.
In diesem Zusammenhang will Caniceus wissen:
Nutzt Kempen bereits das Bezahlsystem WERO für kommunale Dienstleistungen und Verwaltungsverfahren?
Falls WERO derzeit nicht genutzt wird:
Wurde eine Einführung geprüft?
Gibt es Gründe, die gegen eine Einführung sprechen?
Gibt es technische, organisatorische, rechtliche oder wirtschaftliche Hindernisse?
Wie bewertet die Verwaltung die Möglichkeiten einer Integration von WERO in bestehende Online-Dienstleistungen der Stadt Kempen?
Welche Vorteile sieht die Verwaltung in der Nutzung von WERO?
Andere Kommunen nutzten WERO bereits, so etwa die Stadt Hanau. Die Einführung von WERO bei der Stadt Kempen könnte einen konkreten Beitrag zu Stärkung der europäischen digitalen Infrastruktur leisten. Dies stelle zugleich einen wichtigen Schritt hin zu einer modernen, bürgerfreundlichen und vor allem sicheren Online-Dienstleistung der Stadt Kempen dar.