
(Düsseldorf/Neuss/Viersen/Mönchengladbach) – Im Rheinwasser sollen bis zu 0.000 chemische Substanzen schwimmen. So eine Recherche von CORRECTIV. Lokal und dem SWR. Diese Substanzen dann über die Pipeline ab Dormagen ungeklärt in den geplanten Hambachsee einzuleiten sei erantwortungslos, so die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) aus Düsseldorf und vom
Niederrhein.
Zwischen 2020 und 2025 seien in 32 Fällen auffällige Mikro-Schadstoffe über ein sogenanntes Non-Target-Screening im Rheinwasser entdeckt worden. Dies gaben die Landesumweltämter in Rheinland-Pfalz und in Baden-Württemberg an. Durch ein
Non-Target-Screening könnten unbekannte Schadstoffe entdeckt werden. Dieses
belastete Rheinwasser solle nun in die Tagebaugruben ungefiltert eingeleitet werden.
Ein hochriskantes Unterfangen, so die ÖDP. Die Schadstoffe würden sich im so entstehenden Hambachsee anreichern – mit unabsehbaren Folgen für Grundwasser, Natur, Umwelt und Menschen.
Dabei bestünden jetzt schon Techniken, mit denen einige der Schadstoffe aus dem Wasser entfernt werden könnten. Diese Reinigung sei jedoch für die Wassereinleitung nicht vorgesehen. Die ÖDP fordere daher für den Fall der Einleitung eine Reinigung des einzuleitenden Rheinwassers. Hierdurch könnte das Wasser im See und das Grundwasser zumindest teilweise vor Schadstoffanreicherungen geschützt werden.
Auch müsse die PFAS-Einleitung in Leverkusen in den Rhein gestoppt werden.
Die ÖDP in Düsseldorf und vom Niederrhein fordere insgesamt eine Überarbeitung
der Pläne für die Tagebaue. Die Ursprungsplanung berücksichtige weder die Schadstoff- und Müllbelastung des Rheins noch die Konsequenzen des Klimawandels für das Vorhaben der Flutung der Tagebaue durch Rheinwasser.