
Stuttgart, 1. Juli 2026 – Mit dem neuen Projekt „EffiComp“ setzt die Sicos BW GmbH ihre Aktivitäten im Bereich der sogenannten Ressourcen-Intelligenz fort und weitet diese aus. Neben kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) sowie Start-ups unterstützt EffiComp nun auch die öffentliche Verwaltung dabei, High-Performance-Computing (HPC) und Künstliche Intelligenz (KI) gezielt zur Steigerung der Ressourceneffizienz einzusetzen; dazu wird sie auch stärker Hochschulen und Anbieter von Effizienzverbesserungslösungen einbinden. Das vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg geförderte Projekt knüpft unmittelbar an die erfolgreichen Aktivitäten von „RescHKI – Ressourceneffizient mit HPC und KI“ an. Es baut auf den dort gewonnenen Erfahrungen auf, um ein dauerhaftes Unterstützungsangebot für Unternehmen zu etablieren.
HPC und KI für mehr Ressourceneffizienz im Mittelstand
Ziel von EffiComp ist es, Unternehmen und Institutionen entlang des gesamten Weges zur praktischen Nutzung von HPC- und KI-Methoden zu begleiten – von der ersten Sensibilisierung über Pilotprojekte und Proof-of-Concepts bis hin zur produktiven Nutzung. Neben Sicos BW sind Umwelttechnik BW, das Höchstleistungsrechenzentrum Stuttgart (HLRS) sowie das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) als Projektpartner beteiligt.
„Mit EffiComp möchten wir Unternehmen dabei unterstützen, HPC und KI schneller in die Praxis zu bringen und gezielt für mehr Ressourceneffizienz zu nutzen“, sagt Dr. Andreas Wierse, Geschäftsführer der Sicos BW GmbH. „Die Erfahrungen aus RescHKI haben gezeigt, dass der Bedarf groß ist, insbesondere bei kleinen und mittleren Unternehmen. Gleichzeitig sehen wir, welches Potenzial in der Verbindung von HPC, KI und nachhaltiger Transformation steckt.“
Fokus: Unternehmen auf dem Weg zur praktischen Nutzung begleiten
Dafür bündelt EffiComp bestehende Kompetenzen und Angebote aus den Bereichen Ressourceneffizienz, HPC und KI in Baden-Württemberg. Gemeinsam mit bestehenden Initiativen und Infrastrukturen wie EuroCC/SIDE und der KI-Fabrik HammerHAI entsteht so ein Netzwerk, das Unternehmen langfristig bei der Nutzung von HPC- und KI-Technologien für mehr Ressourceneffizienz unterstützen wird.
Neue Pilotprojekte geplant: Erste Ausschreibung startet Ende 2026
Pilotprojekte bleiben auch bei EffiComp ein zentraler Bestandteil. Insgesamt sind drei weitere Ausschreibungsrunden geplant. Die erste Ausschreibung für neue Pilotprojekte startet voraussichtlich Ende 2026. Nähere Informationen hierzu werden in Kürze auf der Webseite www.efficomp.de veröffentlicht.
RescHKI-Rückblick: erfolgreiche Pilotprojekte in Industrie und Infrastruktur
Im Rahmen von RescHKI setzten Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen bereits Pilotprojekte um: KI-gestützte Optimierungsansätze für Kläranlagen (hydrograv GmbH), ressourceneffiziente Strömungssimulationen im Pharmaanlagenbau (Syntegon Technology GmbH), die Weiterentwicklung von Hochdruckreinigungssystemen (Alfred Kärcher SE & Co. KG) sowie die intelligente Parallelisierung komplexer CFD- und aeroakustischer Simulationen im Umfeld von Nuberisim (Falquez, Pantle und Pritz GbR). „Die RescHKI-Pilotprojekte haben eindrucksvoll gezeigt, dass sich Ressourceneffizienz und digitale Innovation erfolgreich verbinden lassen“, so Wierse.
Wissenstransfer und Matchmaking für Unternehmen in Baden-Württemberg
Über die Pilotprojekte hinaus setzt EffiComp verstärkt auf Wissenstransfer und Vernetzung. Geplant sind unter anderem Workshops, Best-Practice-Sammlungen, Leitfäden sowie Matchmaking-Angebote, die Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Technologieanbieter gezielt zusammenbringen sollen. Eine wichtige Rolle spielt dabei das Symposium Ressourcen-Intelligenz, dessen zweite Auflage am 6. November 2026 am HLRS in Stuttgart stattfinden wird. Nähere Informationen dazu folgen schnellstmöglich.