End-of-Life Open Source Support als dritter Weg

End-of-Life Open Source Support als dritter Weg
 

Die unabhängige Lizenzberatung ProLicense ist Reseller für Never-Ending Support (NES) des US-Anbieters HeroDevs. NES liefert Sicherheitspatches für Open-Source-Software, deren Maintainer keine Updates mehr veröffentlichen. ProLicense bietet damit End-of-Life Open Source Support für Anwendungen, die auf abgekündigten Frameworks laufen und sich nicht kurzfristig migrieren lassen.

Was End of Life bei Open Source bedeutet

Eine Open-Source-Version ist End of Life (EOL), wenn ihr Maintainer keine Sicherheitsupdates mehr veröffentlicht. Die Software funktioniert weiter, neu entdeckte Schwachstellen (CVEs) bleiben aber dauerhaft offen. Anders als bei einer Long-Term-Support-Version (LTS) mit verlängertem Updatezeitraum endet die Versorgung vollständig.

Betroffen sind verbreitete Frameworks. Für AngularJS endete der Support Ende 2021, für Vue 2 Ende 2023, für .NET 6 im November 2024. .NET 8 folgt am 10. November 2026. In vielen Unternehmen stecken solche Komponenten tief in Fachanwendungen. Eine Migration heißt dort oft, große Teile des Codes neu zu schreiben, und das dauert Monate.

Warum EOL-Software zum Compliance-Thema wird

Sicherheitsscanner und Software-Stücklisten (SBOM) machen veraltete Komponenten sichtbar. Was früher unbemerkt weiterlief, taucht heute in Audit-Berichten, Penetrationstests und Kundenfragebögen als Finding auf.

Der regulatorische Rahmen wird enger. Für Hersteller von Produkten mit digitalen Elementen gelten seit dem 11. September 2026 die Meldepflichten des EU Cyber Resilience Act (CRA) für aktiv ausgenutzte Schwachstellen und schwerwiegende Vorfälle. Die übrigen Pflichten greifen grundsätzlich ab dem 11. Dezember 2027. Im Finanzsektor verlangt DORA ein IKT-Risikomanagement, das Altsysteme ausdrücklich einbezieht.

Drei Wege: Migration, Eigenpatching, Drittsupport

Unternehmen mit EOL-Frameworks haben im Kern drei Optionen. Die Migration auf eine unterstützte Version ist langfristig oft richtig. Sie verlangt aber Budget, Personal und Zeit, die selten gleichzeitig verfügbar sind. Eigenpatching bindet Entwickler an fremden Code und deckt meist nur die bekannten, besonders kritischen Lücken ab.

Der dritte Weg ist Drittsupport. NES ersetzt die abgekündigte Version als Drop-in durch eine gepflegte Fassung derselben Version. HeroDevs behebt neue CVEs, liefert forward-kompatible Patches mit SLA und hält die Schnittstellen stabil. Code muss dafür nicht umgeschrieben werden.

„Oracle-Kunden kennen das Prinzip seit Jahren. Wer den Herstellersupport verlässt, braucht einen verlässlichen Drittanbieter und eine klare Entscheidung, wie lange er bleibt. Für Open Source gilt dieselbe Logik. NES verschafft die Zeit, eine Migration ordentlich zu planen, statt sie unter Druck durchzuziehen“, sagt Christian Grave, Geschäftsführer der ProLicense.

Drittsupport von Oracle über Hardware bis Open Source

Mit NES kommt eine dritte Ebene zum bestehenden Angebot hinzu. Bei Oracle-Software begleitet ProLicense den Wechsel zum Drittsupport, für Hardware vermittelt das Unternehmen herstellerunabhängige Wartung über Park Place Technologies. HeroDevs NES deckt unter anderem AngularJS, Vue 2, Spring, .NET, Node.js und Tomcat ab.

Das Reseller-Verhältnis betrifft ausschließlich HeroDevs NES. In der Lizenzberatung zu Oracle, Microsoft und VMware steht ProLicense unverändert allein auf Kundenseite und erhält keine Herstellervergütung.

„Viele IT-Abteilungen stecken ihr Budget in Migrationen, die nur deshalb jetzt stattfinden, weil ein Framework abgekündigt wurde. Mit NES bestimmt das Unternehmen den Zeitpunkt selbst. Das Geld fließt in Projekte mit echtem Nutzen, und die Compliance bleibt gewahrt“, sagt Markus Oberg, Partner und Business Development Manager der ProLicense.

Ziel bleibt, wie in allen Bereichen von ProLicense, minimale Kosten bei voller Compliance. Welche Komponenten betroffen sind und ob Migration oder NES wirtschaftlich sinnvoller ist, klärt ProLicense in einer Bestandsaufnahme mit dem Kunden. Anfragen nimmt ProLicense über die Kontaktseite entgegen.

ProLicense ist seit 2009 eine unabhängige Beratung für Software License Management. Die Gründer Sören Reimers und Christian Grave waren jeweils über acht Jahre bei Oracle tätig. ProLicense unterstützt Unternehmen vom Mittelstand bis zum DAX-Konzern bei Oracle-Audits, Lizenzverhandlungen, ULA-Zertifizierung, Drittsupport und Gebrauchtsoftware sowie bei VMware, Microsoft und weiteren Herstellern. Die Lizenzberatung wird erfolgsbasiert und ausschließlich vom Kunden vergütet. Für End-of-Life Open Source vertreibt ProLicense als Reseller HeroDevs Never-Ending Support. Ziel jedes Mandats sind minimale Kosten bei voller Compliance. www.prolicense.com