Feuerwehr und BU: Wenn der Retter zum Risiko wird

Teurer Schutz für die, die täglich helfen
Scharbeutz. Es ist ein Widerspruch, den viele Einsatzkräfte kennen. Sie riskieren im Dienst ihre Gesundheit, doch wenn sie sich gegen Berufsunfähigkeit absichern wollen, wird es für sie teuer. Feuerwehrleute werden bei der Berufsunfähigkeit häufig in teurere Berufsgruppen eingestuft. Dazu können je nach Gesundheit individuelle Zuschläge oder Einschränkungen kommen, im Einzelfall bis zur Ablehnung des Antrags. Die auf Einsatzkräfte spezialisierte Finanzberatung RetterFinanz kennt das Problem und ordnet ein, welche Wege es gibt.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung bleibt der umfassendste Schutz der Arbeitskraft, weil sie einen berufsbezogenen Schutz bietet, der im Rahmen der Versicherungsbedingungen grundsätzlich unabhängig von der Ursache greift, auch bei psychischen Erkrankungen. Ist sie nicht bezahlbar oder nicht zu bekommen, braucht es eine Alternative. Hier kommt die Grundfähigkeitsversicherung ins Spiel. Sie zahlt, wenn grundlegende Fähigkeiten wie Sehen, Hören, Gehen oder der Gebrauch der Hände nach der vertraglich definierten Schwere verloren gehen, und ist oft günstiger.

Kein Ersatz, aber eine echte Alternative
RetterFinanz betont, dass die Grundfähigkeitsversicherung eine gute Berufsunfähigkeitsversicherung in der Regel nicht ersetzt, aber eine bewusst gewählte Alternative sein kann, wenn eine BU nicht sinnvoll verfügbar oder unverhältnismäßig teuer ist. Für verbeamtete Feuerwehrleute gilt zudem eine Besonderheit: Eine reine Grundfähigkeitsversicherung leistet nicht automatisch, nur weil der Dienstherr jemanden für dienstunfähig erklärt. Deshalb ist für sie eine Berufsunfähigkeitsversicherung mit echter Dienstunfähigkeitsklausel häufig die bessere Wahl.

Besonders wichtig für die Kernzielgruppe sind Tarife mit feuerwehrspezifischen Leistungsauslösern. Dazu zählt etwa der dauerhafte Verlust der Atemschutztauglichkeit nach der Untersuchung G26.3, ein Risiko, das viele Standardprodukte gar nicht abbilden, oder der Wegfall der Fähigkeit, schwere Einsatzfahrzeuge zu führen. Ob solche Bausteine greifen, hängt vom jeweiligen Tarif ab und sollte gezielt geprüft werden.

„Es ist bitter: Ausgerechnet die Menschen, die täglich für andere den Kopf hinhalten, zahlen bei der Absicherung ihrer Arbeitskraft oft drauf. Umso wichtiger ist es, die feuerwehrspezifischen Details zu kennen und den passenden Weg zu finden, statt vorschnell aufzugeben.“
Simon Schöffl, Gründer von RetterFinanz