Finanzierung von Krisenfällen über Bankkredite wesentlich schwieriger

So lautet die Einschätzung von 52 Prozent der befragten Experten im Rahmen des 16. Restrukturierungsbarometers, welches FINANCE in Zusammenarbeit mit dem Beratungshaus Struktur Management Partner herausgibt. Die Umfrage fand Ende Februar und Anfang März 2020 unter 85 Bankern und Warenkreditversicherern statt. Die Wucht der Corona-Pandemie und ihre Folgen waren da noch nicht absehbar und sind es auch heute nicht. Die Krise trifft auf eine ohnehin an vielen Stellen fragile Weltwirtschaft und deutsche Schlüsselbranchen, die seit Monaten mit vielen Herausforderungen kämpfen. Dazu gehören zum Beispiel die Automobilindustrie, aber auch der Maschinen- und Anlagenbau. Diese Branchen liegen demzufolge im Fokus der Restrukturierungsabteilungen der Finanzhäuser: 72 Prozent der befragten Banker machen im Fahrzeugbau und -zubehör die größten Probleme aus, im Maschinen- und Anlagenbau liegen die Angaben bei 61 Prozent.

Neue Engagements unterliegen kritischerer Prüfung

Auch branchenübergreifend gehen 83 Prozent der Experten von zunehmenden Restrukturierungsfällen aus. Die Folgen, die sich aus Werksschließungen der großen Hersteller wie Volkswagen oder BMW ergeben, aus den Einreisebeschränkungen oder Ausgangssperren sind hier noch gar nicht berücksichtigt, jedoch lassen sie einen deutlichen Konjunkturrückgang erwarten. Die Workout-Abteilungen in den Finanzinstituten sind deshalb bereits sensibilisiert, sie achten verstärkt auf mögliche Risikoindikatoren, wie rückläufige Auftragseingänge und die Liquidität der Unternehmen, gefolgt von Ertragsrückgängen. Mehr als die Hälfte der Befragten bestätigen zudem, dass neue Kreditengagements kritischer geprüft und entsprechende Risiko-Maßnahmen ergriffen werden. Für die Kunden bedeutet das strengere Finanzierungsauflagen (29 Prozent), höhere Dokumentationsanforderungen (31 Prozent), kürzere Laufzeiten (18 Prozent) und sogar der Ausschluss einzelner Branchen (22 Prozent). Auch größere Margen und demnach für den Kunden steigende Kreditkosten gehören dazu, wie 18 Prozent der Banker einschätzen.

“Für viele Mittelständler in Sondersituationen wird es somit noch schwieriger, die dringend benötigte Liquidität für ihr Unternehmen über den klassischen Bankkredit zu beschaffen”, berichtet Carl-Jan von der Goltz, geschäftsführender Gesellschafter von Maturus Finance. “Alternative assetbasierte Finanzierungsansätze bieten für produzierende Betriebe und Händler interessante Lösungsmöglichkeiten, denn die Bonität steht hier weniger im Vordergrund.” Die Hamburger Maturus Finance GmbH stärkt seit vielen Jahren durch die Realisierung alternativer Finanzierungen die Liquidität deutscher und seit 2015 auch österreichischer Mittelständler. Zu den Angeboten gehören unter anderem Sale & Lease Back oder der Asset Based Credit. Beim Sale & Lease Back werden gebrauchte Maschinen, Anlagen oder der Fuhrpark an Maturus verkauft und sofort zurück geleast. Im Rahmen einer reinen Innenfinanzierung lassen sich mit diesem Modell stille Reserven heben und die Liquidität im Unternehmen stärken. “Die finanziellen Mittel stehen flexibel ohne Einschränkungen zur Verfügung”, erläutert von der Goltz. Er ergänzt: “Mittelständler nutzen Sale & Lease Back häufig für einen besonderen Anlass, wenn eine banken- und bonitätsunabhängige Finanzierung benötigt wird, die sich schnell umsetzen lässt. Das kann eine Restrukturierung oder Sanierung sein, die Realisierung einer Unternehmenstransaktion oder Nachfolgelösung. Auch den Start aus der Insolvenz kann Sale & Lease Back unter bestimmten Voraussetzungen unterstützen.”

Assets im Fokus der Finanzierung

Mit Asset Based Credit hat Maturus ein weiteres Produkt für viele Anlässe entwickelt, eine Art “Lagerfinanzierung-Plus”. Betriebe können damit ihren Warenbestand und ihr Anlagevermögen wie Maschinen beleihen lassen. Somit steht eine lange Kette an Objekten bereit, über die Liquidität erzeugt werden kann – unabhängig von der Bonität eines Unternehmens. Carl-Jan von der Goltz beschreibt die Anforderungen: “Zentrales Kriterium für unsere Finanzierungen sind ganz klar die jeweiligen Assets eines Unternehmens. Beim Anlagevermögen muss es sich um werthaltige, mobile sowie sekundärmarktfähige Maschinen- und Anlagenparks handeln. Das schließt Einzelmaschinen, Prototypen und dergleichen aus. Als beleihbares Umlaufvermögen sehen wir daneben wertbeständige, sekundärmarktfähige Handelsgüter und werthaltige Lagerbestände an.”

Weitere Informationen unter: www.maturus.com. Hier gibt es auch das Magazin “maturusaktuell” mit Beispielen aus der Finanzierungspraxis zum kostenlosen Download.

Über Maturus Finance

Die Maturus Finance GmbH ist eine bankenunabhängige Finanzierungsgesellschaft und bietet innovative Wege der Unternehmensfinanzierung. Der Finanzdienstleister ist Ansprechpartner für mittelständische Produktionsbetriebe und Händler, die im Rahmen ihrer aktuellen Finanzierungsstruktur Alternativen zu bestehenden Bankverbindungen suchen und ihren unternehmerischen Spielraum erweitern wollen. Finanzierungslösungen werden ab einem Volumen von 250 TEUR bis 15 Millionen EUR angeboten, in Einzelfällen auch darüber hinaus. Dies korrespondiert in der Regel mit Umsatzgrößen der Unternehmen von ca. 5 Millionen bis 200 Millionen EUR. Die Maturus Finance GmbH hat ihren Hauptsitz in Hamburg, Deutschland, und ist seit 2015 auch in Österreich vertreten.

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