Früher in Großbritannien gearbeitet? So lassen sich britische Rentenansprüche kostenlos finden

Früher in Großbritannien gearbeitet? So lassen sich britische Rentenansprüche kostenlos finden
National Pension Tracing Day: britische Rente finden
 

Typisch sind zwei Ansprüche: eine Betriebsrente (Workplace Pension), in die britische Arbeitgeber Beschäftigte ab 22 Jahren mit mindestens 10.000 Pfund Jahresverdienst automatisch aufnehmen müssen, und Beitragsjahre für die staatliche State Pension.

Die sechs Schritte im Überblick:

1. Deutscher Stand: Versicherungsverlauf und Renteninformation kostenlos bei der Deutschen Rentenversicherung anfordern. Hinweis: Mehrere Regionalträger melden eingeschränkte Online-Services bis Sonntag, 25. Oktober, 18 Uhr.
2. Alte Betriebsrenten: Der Pension Tracing Service auf https://www.gov.uk/find-pension-contact-details liefert Kontaktdaten früherer Versorgungseinrichtungen, wenn der Name des Arbeitgebers oder Anbieters bekannt ist. Ob Geld vorhanden ist, klärt erst die Einrichtung. Telefon aus dem Ausland: +44 191 218 7777 (Mo–Fr, 10–15 Uhr britischer Zeit).
3. State-Pension-Prognose: auf gov.uk, in der HMRC-App, mit Formular BR19 oder beim Future Pension Centre (+44 191 218 3600). Mindestens 10 anrechenbare Jahre sind Voraussetzung für die neue State Pension.
4. Nachzahlen nur nach Prognose: Seit 6. April 2026 sind für Auslandszeiten nur noch Class-3-Beiträge möglich, und nur mit 10 Jahren Wohnsitz oder 10 Beitragsjahren im Vereinigten Königreich.
5. Auszahlung: Wer in Deutschland lebt, erhält laut gov.uk in der Regel die jährliche Erhöhung, da Deutschland zum EWR gehört. Zuständig für Anträge aus dem Ausland ist das International Pension Centre (+44 191 218 7777).
6. Unterlagen: Arbeitgebernamen, Gehaltszettel, P60 und National-Insurance-Nummer sammeln; Adresse und Begünstigte bei jeder gefundenen Einrichtung aktualisieren.

Das Pensions Policy Institute (PPI) schätzt allein für Großbritannien rund 3 Millionen verlorene Rententöpfe mit zusammen 18,7 Milliarden Pfund und nennt dies eine Schätzung der Untergrenze. Mehr als vier von fünf verlorenen Töpfen gehören Menschen unter 55 (PPI, Tabelle 1); 13 % der Töpfe von über 75-Jährigen gelten als verloren. Mit früheren Schätzungen sind die Zahlen nicht vergleichbar: https://www.pensionspolicyinstitute.org.uk/research-library/research-reports/2026/lost-pensions-the-scale-of-the-challenge/

Die Schritte hat PensionHunter zusammengestellt; ein kostenloser Online-Check ist ebenfalls verfügbar: https://pensionhunter.ai/pension-checker?utm_source=firmenpresse&utm_medium=press&utm_campaign=nptd2026&utm_content=de