
In Deutschland haben sich im Jahr 2025 gut 111.000 Menschen in einem freien Beruf selbstständig gemacht. Das Institut für Mittelstandsforschung Bonn (IfM Bonn) hat die Zahlen am 13. August 2026 veröffentlicht und nach Kreisen sowie nach Geschlecht aufgeschlüsselt. Laut IfM Bonn entspricht das gegenüber rund 95.000 Gründungen im Jahr 2024 einem Zuwachs von etwa 17 Prozent. Wer ein solches Vorhaben von einer Bank oder einem Förderinstitut prüfen lässt, braucht einen belastbaren Finanzteil; dafür hat die Provimedia GmbH aus Bietigheim-Bissingen Bankreif als Werkzeug für Businessplan und Finanzmodell entwickelt.
Freiberufliche Gründungen laufen anders ab als gewerbliche. Eine Anmeldung beim Gewerbeamt entfällt, ein Eintrag ins Handelsregister ebenso. An den Erwartungen der Kapitalgeber an Liquiditätsrechnung, Kapitalbedarf und Tragfähigkeit ändert das nichts.
Wo die Gründungen am dichtesten liegen
Nach Angaben des IfM Bonn verteilen sich die Neugründungen ungleich über das Land. Die höchste absolute Zahl verzeichnete Berlin, gefolgt von Hamburg, München, Köln, Leipzig, Frankfurt und Düsseldorf. Gemessen an der Gründungsintensität, also der Zahl der Gründungen je 10.000 Einwohner im erwerbsfähigen Alter, liegt Berlin ebenfalls vorn; dahinter folgen Leipzig und der Landkreis München.
Vier Befunde prägen die Auswertung für das Jahr 2025:
Gut 111.000 freiberufliche Existenzgründungen zählte das IfM Bonn für 2025, nach rund 95.000 im Jahr 2024.
Berlin führt sowohl bei der absoluten Zahl als auch bei der Gründungsintensität je 10.000 Einwohner im erwerbsfähigen Alter.
Leipzig und der Landkreis München folgen bei der Gründungsintensität auf den weiteren Rängen.
In 41 Kreisen gründen mehr Männer als Frauen, in allen übrigen Kreisen ist es umgekehrt.
Was der Zuwachs für das Bankgespräch bedeutet
Freiberufler treten bei Banken ohne Handelsregisterauszug und ohne Gewerbeanmeldung an. Die Prüfung stützt sich deshalb stärker auf die Planungsrechnung und auf die Auftragslage der ersten Monate.
„Ein Plus von 16.000 Gründungen in einem Jahr sagt noch nichts darüber, wie belastbar die Planungen dahinter sind. Wer ohne Handelsregisterauszug antritt, wird über seine Zahlen beurteilt und nicht über seine Rechtsform“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.
Welche Termine ein Gründungsjahr strukturieren
Ein Gründungsjahr besteht aus wiederkehrenden Terminen: Voranmeldungen beim Finanzamt, Meldungen an Kammern und Versorgungswerke, der Jahresabschluss. Einen Wissensbeiträge rund um Gründung und Unternehmensaufbau stellt die Provimedia GmbH kostenlos bereit; das Ergebnis richtet sich nach Rechtsform, Branche und Zahl der Beschäftigten.
Nach Angaben von Peter Kranzusch, Wissenschaftler am IfM Bonn, entstehen freiberufliche Gründungen häufig in bevölkerungsreichen Städten und Kreisen mit Hochschulen oder Verwaltungseinrichtungen. Dort ist die Nachfrage nach beratenden und wissenschaftlichen Dienstleistungen besonders hoch.
Warum die Statistik Gründerinnen sichtbar macht
Die Auswertung des IfM Bonn trennt Männer und Frauen. In den meisten Städten und Landkreisen liegt die Gründungsintensität der Frauen über der der Männer. Heidelberg zählt bei den Männern zu den zehn Kreisen mit der höchsten Intensität, bei den Gründerinnen liegt die Stadt dagegen auf Rang 21.
Die Zahlen für 2025 liegen seit August 2026 vor. Für Kapitalgeber verschiebt sich damit das Bild der typischen Gründung: weniger Ladenlokal, mehr Beratung und Wissenschaft.
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