
Ab wann rechnet sich ein Kartenterminal für kleine Betriebe? Entscheidend sind vor allem die durchschnittliche Einkaufssumme pro Kunde, die Kartenquote und die Zahl möglicher Kaufabbrüche ohne bargeldlose Zahlung.
Die EHI-Studie 2026 beziffert den Kartenanteil am Handelsumsatz auf 65,1 Prozent, Bargeld kommt auf 32,3 Prozent. Bei einzelnen Bezahlvorgängen ist das Verhältnis ausgeglichener: Laut Bundesbank erfolgen 50,5 Prozent bar und 48,1 Prozent per Karte. Für einen Kiosk oder eine Bäckerei mit vielen Kleinstbeträgen fällt die Kalkulation daher anders aus als für einen Handwerksbetrieb mit höheren Rechnungsbeträgen.
Ein Terminal lohnt sich besonders, wenn Kunden im Schnitt höhere Beträge zahlen, Spontankäufe wichtig sind oder Kunden auf Märkten, Messen, beim Lieferservice oder vor Ort mobil bezahlen. Auch ein jüngeres Publikum erwartet Karte oder Smartphone als Standard. Ein hoher Bargeldanteil und überwiegend kleine Beträge sprechen dagegen für eine genaue Einzelrechnung.
Für kleine Betriebe sind häufig Mietmodelle mit Transaktionsgebühr interessant: Statt einer hohen Anschaffungsinvestition fallen dabei überschaubare monatliche Kosten an, die sich gut kalkulieren lassen. Schon ein einziger nicht realisierter Verkauf kann die Monatskosten eines Terminals ausgleichen. Je nach Anbieter und Modell können zusätzlich Kosten wie SIM-Karte, Updates, Mindestumsatz oder Servicepauschalen anfallen. Ein genauer Blick auf die Konditionen lohnt sich daher immer.
Neben den direkten Kosten zählen praktische Vorteile. Kartenzahlungen können Kaufabbrüche verhindern, den Bezahlvorgang beschleunigen und den Aufwand für Wechselgeld, Bargeldzählung und Tagesabschluss reduzieren. Betriebe ohne Terminal riskieren deshalb, dass Kunden zum nächsten Anbieter wechseln.
Empfehlenswert ist vor allem die Kombination beider Zahlungswege: Wer seinen Kunden die freie Wahl lässt, ob sie bar oder mit Karte zahlen, sorgt für ein positives Einkaufserlebnis und zufriedene Kunden kommen im besten Fall gerne wieder. Können Kunden dagegen nicht frei wählen, weil nur Barzahlung oder nur Kartenzahlung möglich ist, kaufen sie beim nächsten Mal womöglich woanders ein.
Für einen einzelnen Marktstand reicht oft ein einfaches Mobilterminal. Wer täglich oder mobil kassiert, sollte Zuverlässigkeit, Support und ein Ersatzgerät höher gewichten als den letzten Cent Gebühren.
Eine allgemeine gesetzliche Pflicht zur Kartenzahlung gibt es in Deutschland bislang nicht. Die Entscheidung bleibt daher wirtschaftlich. Wer die durchschnittliche Einkaufssumme, die Kartenquote, die Kundenstruktur und den Einsatzort berücksichtigt, kann das passende Modell passend auswählen.
Weitere Informationen und passende Terminalmodelle finden Sie hier: Mobile EC-Terminals von REA Card