Seit die Griechen Ende voriger Woche den
Verhandlungstisch verlassen und ein Referendum angekündigt haben,
folgen mehrmals täglich neue Botschaften aus Athen – die sich
allerdings regelmäßig widersprechen. Steckt hinter den politischen
Pirouetten der Regierung Tsipras irgendeine Strategie? Für
Außenstehende ist eine solche nicht zu erkennen. Zu besichtigen sind
chaotische Zustände, ein nur noch schwer erträgliches Hin und Her der
griechischen Regie
Es ist nicht nur der Wunsch nach einer guten
Bewertung in den Geschichtsbüchern, der Barack Obama und Rául Castro
dazu bewegt, aufeinander zuzugehen. Dahinter stehen handfeste
geopolitische Interessen. Die USA haben schon einmal sehr schlechte
Erfahrungen mit sozialistischen Raketen vor ihrer Haustür gemacht.
1962 stand die Welt kurz vor einem Atomkrieg. Ein russischer
Stützpunkt in der Karibik wäre wohl das Letzte, was Washington in der
aufgeheizten Gesamtlage h
Die "Hemingway–s Bar" im Keller der seit über 50
Jahren außer Dienst gestellten kubanischen Botschaft in Washington
ist ein Geheimtipp. Bei seltenen Anlässen kredenzt die
Interessenvertretung der sozialistisch regierten Karibikinsel den
besten Mojito weit und breit. Ab 20. Juli werden in dem Gebäude
wieder kubanische Diplomaten im Volldienst arbeiten.
Auf dem Weg zur Normalisierung der seit über 50 Jahren ins
künstliche Koma versetzten Beziehun
Die Zeichen trügen nicht: Die wechselseitige
Wiedereröffnung der Botschaften von USA und Kuba ist nach mehr als
einem halben Jahrhundert in Reichweite. In Washington steht schon die
Fahnenstange, auf der alsbald die kubanische Flagge aufgezogen werden
soll, was bei der jetzigen Interessenvertretung noch jenseits des
Zulässigen liegt. Paso por paso, step by step nähern sich die beiden
ideologischen Kontrahenten seit den bereits legendären simultanen
Reden der Prä
Gustav Horn, wissenschaftlicher Direktor des
gewerkschaftsnahen Instituts für Makroökonomie und
Konjunkturforschung, hält eine Einigung zwischen Griechenland und
seinen Gläubigern für notwendig und auch für durchaus möglich. Die
inhaltlichen Differenzen seien zuletzt nicht mehr allzu groß gewesen,
sagte der Wirtschaftswissenschaftler im Interview mit der
Tageszeitung "neues Deutschland" (Donnerstagsausgabe). "Eines der
Haupthinderniss
Die Inbetriebname des Ilisu-Staudamms in der Türkei
werde ähnlich viele antike Kulturstätten und Kulturlandschaften
vernichten wie der Terror des "Islamischen Staates" (IS) in der
Region. Dies erklärt der deutsch-türkische Umweltingenieur Ercan
Ayboga in einem Interview mit der in Berlin erscheinenden
Tageszeitung "neues deutschland" (Donnerstagausgabe). Die Form und
die Motivation, die hinter dem Staudamm-Projekt stünden, seien zwar
andere
Hans-Peter Friedrich (CSU) spricht sich vehement für
den Grexit aus. "Die Griechen müssen einen Neuanfang haben mit einer
eigenen Währung", sagte der stellvertretende Vorsitzende der
Unionsfraktion im phoenix-Interview. Mit Blick auf einen neuen Brief
des griechischen Premiers Alexis Tsipras sprach er von "einem
unwürdigen Schauspiel" aus Athen. "Man muss endlich Schluss machen
mit diesem Theater." Wenn man Bilanz ziehe, müsse man kons
Der Vorsitzende des Sozial- und
Beschäftigungsausschusses im Europäischen Parlament, Thomas Händel,
warnt vor einer gesundheits- und gesellschaftsschädlichen Ausdehnung
der Arbeitszeit in der EU. Der LINKE-Politiker kritisiert aktuelle
Vorstöße von Unternehmerseite, die Arbeitszeitrichtlinie zu ändern.
"Arbeit soll noch flexibler an die Wünsche der Arbeitgeber angepasst
werden können und dabei auch noch billiger werden", schreibt H&au
Der renommierte Historiker Heinrich August Winkler
hält einen Ausstieg Griechenlands aus dem Euro für "brandgefährlich"
– allerdings nur für das Krisenland selbst. "Die Währungsunion an
sich wird durch einen Austritt eher stabilisiert. Sie würde ein
Mitglied verlieren, das immer wieder, fast chronisch, Regeln verletzt
hat", sagte Winkler in einem Gespräch mit dem Hamburger Magazin
stern. Griechenland habe seine Aufnahme in die Währu