Deutschland wird sich nach Einschätzung des
Afrikabeauftragten der Bundesregierung, Günter Nooke, in Afrika auch
militärisch stärker in die Pflicht nehmen lassen müssen. "Wir werden
uns nicht aus allen Konflikten heraushalten können", sagte Nooke der
"Rheinischen Post" (Montagausgabe). Man müsse in jedem einzelnen Fall
die Interessen definieren und bewerten, ob ein militärischer Einsatz
wirklich Gutes bewirke. "Wir können
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird am morgigen Montag mit einer Wirtschaftsdelegation nach Afrika reisen. In drei Tagen will Merkel Kenia, Angola und Nigeria besuchen. Der Schwerpunkt der Reise ist der Ausbau der wirtschaftlichen Beziehungen, insbesondere auf dem Feld der Energiewirtschaft. Zusammen mit Merkel reist auch Bundesagrarministerin Ilse Aigner (CSU) nach Afrika, um über eine Zusammenarbeit in der Landwirtschaft und über Hilfe im Kampf gegen den Hunger zu sprechen. Merk
Israel hat am Sonntag 38 pro-palästinensische Aktivisten, denen der Zutritt zu israelischem Territorium verweigert worden war, nach Europa ausgewiesen. Dies berichtet die israelische Zeitung "Jerusalem Post". Bis zum Samstag hatte Israel demnach insgesamt 124 pro-palästinensische Aktivisten in verschiedenen Gefängnissen des Landes untergebracht. Die restlichen Aktivisten verbleiben bis zu ihrer Ausweisung in israelischen Gefängnissen. Am Samstag war vier Aktivisten
Bundespräsident Christian Wulff hat in einem Interview angekündigt, sich bei der Prüfung der Gesetze zur Energiewende Zeit zu lassen. Im "ZDF Sommerinterview" kritisierte Wulff die seiner Ansicht nach unzureichende Einbindung des Parlaments und das hohe Tempo bei der Energiewende. "Das ging doch jetzt alles sehr, sehr schnell und sehr am Parlament vorbei", so Wulff. Man dürfe solche Entscheidungen nicht in "Koalitionsausschüsse oder bestimmte Son
Den Euro-Rettern entgleitet langsam aber sicher
das Krisenmanagement. Ist ein Loch vorläufig gestopft – wie im Fall
Griechenland -, drohen sofort neue. Jetzt ist Italien an der Reihe,
die drittgrößte Volkswirtschaft im Euro-Raum. Sollte sie
zahlungsunfähig werden, dürfte die Währungsunion auseinanderbrechen.
Die Gefahr ist real vorhanden. Denn Italien leistet sich nicht nur
eine Staatsverschuldung von über 120 Prozent seiner
Wirtschaftsleistung, sondern
Träume lassen sich nicht planen, und im Sport platzen
sie besonders schnell und vor allem geräuschvoll. Das hat uns diese
Fußball-Weltmeisterschaft einmal mehr gezeigt. Alles war perfekt
inszeniert, doch der Ball wollte am Samstagabend nicht ins
gegnerische Tor. Aus im Viertelfinale. So schnell geht das in der
Realität. Die deutsche Mannschaft stand von Beginn an unter einem
immens großen Erwartungsdruck. Nicht weniger als der WM-Titel wurde
verlangt. Zum dritte
Kanzlerin Merkel lässt erkennen, dass sie allen
miesen Umfragewerten zum Trotz 2013 wieder antritt. Frank-Walter
Steinmeier und Peer Steinbrück liegen stets nur in Umfragen vorn.
SPD-Chef Gabriel erklärt als Verlierer aller bisherigen dieser
Umfragen, das Wichtigste sei die Einheit der Partei. Die
Hauptnachricht des Gezeters ist: Es wird schlechte Politik gemacht.
Die Kanzlerin führt ihre Koalition mit Atomausstieg und
Steuersenkungen in die Irre. Der Atomausstieg ist
Tatsächlich hat der "lupenreine Demokrat"
in den vergangenen Jahren durchaus sein Land stabilisiert. Aber das
um den Preis des Bruchs von Menschenrechten, der Verfolgung
missliebiger Journalisten oder mit politischen Einschränkungen, die
mit seiner "gelenkten Demokratie" einhergingen, etwa die Abschaffung
der Wahlen für Gouverneure. Putin ein "Vorbild" für das Gemeinwohl?
Da ist dem Verein, der sonst die "Tafel der Demokratie" ver
Immerhin: Rund anderthalb Jahre nach
Bekanntwerden der ersten Fälle sexuellen Missbrauchs von
Minderjährigen innerhalb der deutschen Katholischen Kirche will man
es nun genauer wissen. Dass nun eine unabhängige Kommission sämtliche
Personalakten sichten soll, um weitere Vertuschungsfälle aufzudecken,
ist durchaus zu begrüßen. Allein man fragt sich, warum das so lange
dauern musste.
Zurück bleibt eine Trainerin, die im
Angesicht ihrer größten sportlichen Niederlage wenig souverän wirkt.
Schuldzuweisungen an Spielerinnen sowie das zerschnittene Tischtuch
zwischen ihr und Kapitänin Birgit Prinz zeugen davon. Zurück bleibt
aber auch eine Mannschaft, die sich von Neid im Stich gelassen fühlt.
Die deutsche Elf steht vor einem Scherbenhaufen. Denn: Mit dem frühen
Scheitern wurde auch die Qualifikation für Olympia verpasst.