Weser-Kurier: Kommentarüber die Konjunkturaussichten

Wenn man sich Europa als Eisberg im großen weiten
Meer der Weltkonjunktur vorstellt, sind an seiner Basis, tief, tief
im Ozean, Länder zu finden wie Spanien, Portugal – und Griechenland.
Oben jedoch, weit über Wasser, finden wir Deutschland. Die
zweitgrößte Wirtschaftsnation der Welt nach den Vereinigten Staaten
ist so etwas wie die Insel der Seligen in diesem Meer. Seit dem Ende
der globalen Rezession im Frühjahr 2010 scheinen weder Euro-Krise
noch Finanzm

Weser-Kurier: Kommentar zur Förderung der Ökoenergie

Für die Freunde von Sonnen- und Windenergie kommt
es gerade knüppeldick: Erst fordert die FDP eine Abschaffung der
Ökoenergie-Förderung, dann will EU-Energiekommissar Günther Oettinger
die Umlage für erneuerbare Energien deckeln, und schließlich kündigt
die Textilbranche eine Klage gegen die die milliardenschweren
Subventionen an. Der Grund für all den Frust: Die Belastungen für die
Verbraucher sind in der Vergangenheit enorm gestiegen – und

Mitteldeutsche Zeitung: Sachsen-Anhalt Staatssekretär Bergner beklagt seelischen Spießrutenlauf der Olympia-Starter

Angesichts der ernüchternden Bilanz für
Sachsen-Anhalts Sportler bei den Olympischen Spielen in London wirbt
der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesinnenministerium,
Christoph Bergner (CDU), für mehr Nachsicht mit den Athleten. "Wir
dürfen nicht zulassen, dass Sportler und Trainer, die ohne erwartetes
Edelmetall aus London zurückgekommen sind, durch respektlose
öffentliche Darstellung für ihr zukünftige Arbeit demotiviert
werden"

Stuttgarter Nachrichten: Kommentar zur Zuschuss-Rente

Keine Frage, von der Leyen hat immerhin ein
Problem richtig erkannt. Altersarmut wird nicht zuletzt wegen der zur
Regel werdenden prekären Arbeitsverhältnisse ein großes
Zukunftsthema. 2030 werden wohl 1,3 Millionen Menschen selbst bei
lückenloser Erwerbsbiografie ihre Rente vom Staat aufstocken lassen
müssen. Darauf muss die Politik – auch die Tarifpolitik – reagieren.
Aber Altersarmut ist ein gesamtgesellschaftliches Problem. Es gibt
keinen sachlichen Grund, die

Mitteldeutsche Zeitung: zu Exporten

Bis vor Kurzem war es vor allem die Furcht, dass
sich die Staatsschuldenkrise in Südeuropa negativ auf die Geschäfte
der Unternehmen in Sachsen-Anhalt niederschlägt. Die hiesige
Industrie hat die Euro-Krise nun erreicht. Um über neun Prozent
gingen die Exporte in die Euro-Länder im ersten Halbjahr 2012 zurück.
Dies ist ein herber Einschnitt und Besserung ist nicht in Sicht. Eine
schnelle Lösung des Schuldendebakels wird es aus heutiger Sicht
nicht geben.

Mitteldeutsche Zeitung: zu Bologna

Zwar heißen die Abschlüsse nun einheitlich
"Bachelor" und "Master" – dennoch ist das deutsche Examen keineswegs
automatisch in Großbritannien oder Frankreich anerkannt. Deshalb ist
die Zahl der im Ausland Studierenden nicht sprunghaft gestiegen. Das
hängt auch mit der zunehmenden Verschulung zusammen. Immer mehr
Wissen soll in immer kürzerer Zeit gepaukt werden. Schwer genug. Aber
gerade in Deutschland geht dies mit einer immer größe

Mitteldeutsche Zeitung: zur Pompeji-Schau in Halle

Es gab kaum eine wichtige Zeitung hierzulande, die
nicht über die Schau positiv berichtet hätte, tausende Besucher aus
dem Ausland nahmen ihre guten Eindrücke aus Halle mit nach Hause. Die
Stadt hat diesmal bei der Außenwirkung alles richtig gemacht. Aber
selbst wenn es tatsächlich ums Geld geht, hat die renommierte
Ausstellung über das Ende der antiken Metropole, eine ganze Menge
gebracht: eine bessere Bettenauslastung in den Hotels zum Beispiel –
und Touris

CDU macht mobil gegen „Warteschleifen“ für Schulabgänger

Die CDU plant eine Generalüberholung des unübersichtlichen und ineffektiven Übergangssystems zwischen Schule und Beruf. Während Betriebe immer schwerer passende Lehrlinge fänden, steckten noch immer fast 300.000 junge Menschen in oft kostspieligen "Warteschleifen", heißt es in einem Beschlusspapier des Bundesfachausschusses Bildung der CDU, das dem "Handelsblatt" (Mittwochausgabe) vorliegt. Rund 100.000 dieser Schulabgänger könnten ver

WAZ: Weltmoral – Kommentar von Stefan Schulte

Werden Nahrungsmittel knapp, werden sie teurer. Das
ist zunächst einmal kein Teufelswerk böser Spekulanten, sondern der
natürlichste Preismechanismus der Welt. An ihn werden wir uns
gewöhnen müssen. Die Flächen unserer Erde sind begrenzt, deren
Bevölkerung allerdings wächst und wächst. Ernteausfälle in Jahren wie
diesem geben uns nur eine Ahnung von den Verteilungskämpfen der
Zukunft. In dieser Ausgangslage lässt sich das Spekulier

Allg. Zeitung Mainz: Prinzip Verantwortung / Kommentar zu Verschwendung bei den Krankenkassen

Amtliche Prüfer entdecken Haarsträubendes bei
Krankenkassen, denen es gegenwärtig nicht schlecht geht. Die alte
Weisheit lautet: Volle Kassen machen sinnlich. Vielleicht auch
leichtsinnig, oder gar leichtlebig mit Tendenz zum Schummeln oder
Schlimmerem?Größte Vorsicht und höchste Aufmerksamkeit sind weiterhin
angesagt, denn es geht um das sauer verdiente Geld der Versicherten.
Und die sind völlig zu Recht außer sich angesichts von
Geldverschwendun