Kostenloser Onlinekurs hilft Software-Entwicklern bei Schutz der Erfindung

Wer eine kreative Software-Idee entwickelt und in
einem ersten Prototypen umgesetzt hat, sollte sich schleunigst um den
Schutz der Erfindung und eine Patentierung kümmern. Wie notwendig das
ist und wie das geht, zeigt ein kostenloser zweiwöchiger Onlinekurs,
den das Hasso-Plattner-Institut (HPI) jetzt anbietet. Er startet am
6. März unter dem Titel “Patentrecht: So schützen Sie Ihre
Innovation” auf der IT-Lernplattform openHPI. Anmelden kann man sich
unter https://open.hpi.de/courses/it-recht2019.

Die Kursleiter Prof. Christian Czychowski und Dr. Jakob Valvoda
sind erfahrene Rechts- und Patentanwälte. “Wir zeigen den
Teilnehmern, welche Schutzrechte es gibt und welche Vorteile ein
Patent bietet”, sagt Valvoda. Besonders spannend verspricht der
openHPI-Onlinekurs zudem dadurch zu werden, dass die beiden
Kursleiter die Frage beantworten, ob auch Künstliche Intelligenz und
Blockchains patentiert werden können.

“Wir werden darauf eingehen, wem typischerweise eine
Software-Entwicklung gehört und warum es gerade auch für junge
Unternehmen sinnvoll sein könnte, ein Patent darauf anzumelden”,
ergänzt der erfahrene Patentanwalt. Die beiden Kursleiter führen vor,
was dabei zu beachten ist und wie die übliche Vorgehensweise
aussieht. Sie kommen auch auf Open Source-Software zu sprechen und
diskutieren, welche Parallelen zwischen Lizenzmodellen für sogenannte
“freie Software” und Patenten bestehen.

“Die Bedeutung von Patenten ist in den vergangenen Jahren
gestiegen. Sie sind nicht nur etwas für Großunternehmen”, stellt
Kursleiter Prof. Czychowski fest. Der Wert liege vor allem darin,
dass Patente gerade für Start-Ups und junge Unternehmen ein
wesentliches Asset darstellen, welches das Innovationspotenzial des
Unternehmens zeigt. Zudem sei es Konkurrenten 20 Jahre lang
untersagt, den Gegenstand eines Patents herzustellen, anzubieten und
in Verkehr zu bringen. So lange könnten nicht nur Plagiatoren
abgewehrt, sondern auch Lizenzeinnahmen erzielt werden.

Hintergrund zur interaktiven Bildungsplattform openHPI

Seine interaktiven Lernangebote im Internet hat das
Hasso-Plattner-Institut als Pionier unter den deutschen
Wissenschafts-Institutionen am 5. September 2012 gestartet – auf der
Plattform https://open.hpi.de. Sie vermittelt seitdem Gratis-Zugang
zu aktuellem Hochschulwissen aus den sich schnell verändernden
Gebieten Informationstechnologie und Innovation. Das geschieht
bislang hauptsächlich auf Deutsch, Englisch und Chinesisch. Im Herbst
2017 hat openHPI aber erstmals auch die Online-Übersetzung und
Untertitelung eines Kurses in elf Weltsprachen angeboten. Bislang
sorgten 191.000 Teilnehmer in aller Welt für rund 574.000
Kurseinschreibungen. Für besonders erfolgreiche Absolventen seiner
“Massive Open Online Courses”, kurz MOOCs genannt, stellte das
Institut bisher gut 61.000 Zertifikate aus. Das
openHPI-Jahresprogramm umfasst zahlreiche Angebote für IT-Einsteiger
und Experten. Auch die in der Vergangenheit angebotenen fast 60 Kurse
können im Selbststudium nach wie vor genutzt werden – ebenfalls
kostenfrei. Studierende können sich für das Absolvieren von
openHPI-Kursen jetzt auch Leistungspunkte an ihrer Universität
anrechnen lassen. Wer sich Videolektionen aus den Kursen unterwegs
auch dann anschauen will, wenn keine Internetverbindung gewährleistet
ist (etwa im Flugzeug), kann dafür die openHPI-App für
Android-Mobilgeräte, iPhones oder iPads nutzen.

Kurzprofil Hasso-Plattner-Institut

Das Hasso-Plattner-Institut (HPI) in Potsdam ist Deutschlands
universitäres Exzellenz-Zentrum für Digital Engineering
(https://hpi.de). Mit dem Bachelorstudiengang “IT-Systems
Engineering” bietet die gemeinsame Digital-Engineering-Fakultät des
HPI und der Universität Potsdam ein deutschlandweit einmaliges und
besonders praxisnahes ingenieurwissenschaftliches Informatik-Studium
an, das von derzeit rund 500 Studierenden genutzt wird. In den drei
Masterstudiengängen “IT-Systems Engineering”, “Digital Health” und
“Data Engineering” können darauf aufbauend eigene
Forschungsschwerpunkte gesetzt werden. Bei den CHE-Hochschulrankings
belegt das HPI stets Spitzenplätze. Die HPI School of Design
Thinking, Europas erste Innovationsschule für Studenten nach dem
Vorbild der Stanforder d.school, bietet jährlich 240 Plätze für ein
Zusatzstudium an. Derzeit sind am HPI 14 Professoren und über 50
weitere Gastprofessoren, Lehrbeauftragte und Dozenten tätig. Es
betreibt exzellente universitäre Forschung – in seinen
IT-Fachgebieten, aber auch in der HPI Research School für Doktoranden
mit ihren Forschungsaußenstellen in Kapstadt, Haifa und Nanjing.
Schwerpunkt der HPI-Lehre und -Forschung sind die Grundlagen und
Anwendungen großer, hoch komplexer und vernetzter IT-Systeme. Hinzu
kommt das Entwickeln und Erforschen nutzerorientierter Innovationen
für alle Lebensbereiche.

Pressekontakt:
presse@hpi.de
Christiane Rosenbach, Tel. 0331 5509-119, christiane.rosenbach@hpi.de
und Friederike Treuer, Tel. 0331 5509-177, friederike.treuer@hpi.de

Original-Content von: HPI Hasso-Plattner-Institut, übermittelt durch news aktuell

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