Nötiger Protest gegen die AfD

Nötiger Protest gegen die AfD
 

Alice Weidel und Tino Chrupalla können als Doppelspitze weitermachen. Sein Ergebnis war schlechter als vor zwei Jahren, sie stagnierte. Die Hierarchie ist geklärt. Klarer war aber, was auf den hinteren Plätzen des Bundesvorstands geschah: Weidel setzte ihre Vertrauten und Netzwerker durch, der Thüringer Rechtsextreme und Gastgeber Björn Höcke ebenfalls. Die Richtung ist klar: Die Partei will sich professionalisieren, sie will nach innen durchgreifen – und sie will dringend an die Macht. Dagegen demonstrierten Zehntausende Menschen auf den Erfurter Straßen und Plätzen – und wurden dafür von Höcke als „Seelenverwundete“ beschimpft. Die AfD müsse die „gebrochene deutsche Identität heilen“, forderte er. Dieser anmaßende und gefährliche Satz Höckes zeigt, wie nötig die Proteste waren. Die AfD bereitet sich darauf vor, an die Macht zu kommen und dort nicht sofort zu scheitern. Auch ihre Gegnerinnen und Gegner müssen sich besser vorbereiten. Also alle, denen an der Demokratie gelegen ist.

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