
Was tut man gegen einen „Rottweiler, der sich am Problem festbeißt und nicht mehr loslässt, bis es gelöst ist“? So bewirbt die KI-Firma Open-AI ihre zunehmend aggressiven Produkte. Geht es nach einer neuen Sicherheitsallianz von rund 30 US-Hardware- und Softwarekonzernen, bestünde der beste Schutz in öffentlich zugänglichen Instrumentenkästen, aus denen sich jeder nach seinem Bedarf gegen Gebühr bedienen kann.
Dass KI-Agenten ein erhebliches Gefahrenpotenzial mit sich bringen, ist schon lange bekannt, aber durch einen aus dem Ruder gelaufenen internen Test von Open-AI hat sich die Debatte noch mal beschleunigt. Der Rottweiler von Open-AI hat zwar das getan, worauf er abgerichtet wurde, hat aber durch eine autonom ausgeführte Cyberattacke ein vom Herrchen unerwünschtes Verhalten an den Tag gelegt.
Da die attackierte Firma bei der Rottweiler-Abwehr mangels Alternative auf ein offenes chinesisches KI-Modell zurückgegriffen hat, sieht die US-IT-Branche ihre Felle davonschwimmen. Die nun vom Chipkonzern Nvidia ins Leben gerufene Allianz setzt auf ein Gegengewicht gegen eine drohende Dominanz der Konkurrenz aus Ostasien in Sicherheitsfragen und kann dabei sicherlich auf Unterstützung aus dem rechts regierten Weißen Haus zählen.
Gleichzeitig wollen die Konzerne natürlich verhindern, dass der KI-Einsatz selbst zu stark reglementiert wird. Hardwarefirmen wie Nvidia leben ja von den rasant zunehmenden Möglichkeiten bei Künstlicher Intelligenz, die den Bedarf an Rechenzentren und Software stark in die Höhe treiben. Dabei weiß jeder Hundebesitzer: Das beste Mittel gegen frei herumlaufende aggressive Rottweiler ist nicht ein kluges Verhalten oder geeignetes Instrumentarium, sondern staatlicher Leinenzwang.
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