.NET 8 End of Life: Was bis zum 10. November zu klären ist

.NET 8 End of Life: Was bis zum 10. November zu klären ist
 

Microsoft beendet am 10. November 2026 den Support für .NET 8 und .NET 9. Für beide Versionen gilt derselbe Tag. Danach liefert Microsoft keine Sicherheitsupdates mehr und leistet keinen technischen Support. Bis zum Stichtag bleiben gut vier Wochen. Die unabhängige Lizenzberatung ProLicense empfiehlt Lizenzmanagern und IT-Verantwortlichen, diese Zeit für eine klare Entscheidung zu nutzen, und zwar für jede Anwendung einzeln.

Supportende-Datum: 10. November 2026

Der 10. November ist zugleich der monatliche Patchtag von Microsoft. Ist zu diesem Zeitpunkt ein kritisches Problem bekannt, kann für .NET 8 und .NET 9 noch ein letztes Update erscheinen. Der erste Patchtag ohne Korrektur für beide Versionen ist der 8. Dezember 2026.

Dass beide Fristen zusammenfallen, hat einen einfachen Grund. .NET 8 ist eine Version mit drei Jahren Support (LTS), .NET 9 eine mit kurzem Support (STS). Für die kurze Variante hat Microsoft die Laufzeit von 18 auf 24 Monate verlängert. Damit endet .NET 9 am selben Tag wie .NET 8. Wer seine Anwendungen bewusst auf beide Versionen verteilt hat, um nicht alles auf einmal umstellen zu müssen, steht jetzt vor einer gemeinsamen Frist.

Was passiert nach dem .NET 8 Support-Ende?

Im Betrieb zunächst nichts. Die Anwendungen starten und arbeiten wie am Tag davor, kein System meldet einen Fehler. Deshalb wird die Frist in vielen Häusern unterschätzt. Werden ab Dezember neue Schwachstellen in .NET 8 oder .NET 9 bekannt, schließt Microsoft sie nicht mehr. Die Sicherheitsscanner der IT melden die Funde trotzdem, und jeder offene Fund muss im nächsten Audit begründet werden. In Visual Studio 2022 kennzeichnet Microsoft die Komponenten beider Versionen mit einem späteren Update als nicht mehr unterstützt. Für Software von Drittanbietern rät Microsoft, beim jeweiligen Hersteller nach einer Version für .NET 10 zu fragen.

Umstellen oder absichern

Microsoft empfiehlt den Wechsel auf .NET 10. Diese Version erhält Support bis November 2028. Für kleine Anwendungen ist der Umstieg oft in wenigen Tagen erledigt. Große Fachanwendungen brauchen dagegen Tests, Abnahmen und Freigaben, das dauert häufig Monate. Für solche Fälle gibt es Drittsupport als Übergang. ProLicense liefert als Partner von HeroDevs in der DACH-Region den Never-Ending Support (NES) für .NET 8 und .NET 9. Die IT ersetzt dabei die abgekündigte .NET-Version durch eine weiter gepflegte Fassung desselben Stands. Der Programmcode der Anwendungen bleibt unverändert. HeroDevs ist Mitglied der .NET Security Group, in der Microsoft neue Schwachstellen vorab abstimmt, und veröffentlicht seine Korrekturen an denselben Patchtagen wie Microsoft.

„Wer bis heute nicht entschieden hat, sollte jetzt nicht überstürzt migrieren. Was bis November sauber auf .NET 10 kommt, wird umgestellt. Alles andere sichern wir bis zur Umstellung ab. So zahlt niemand für eine Notmigration, und die Compliance bleibt lückenlos“, sagt Markus Oberg, Partner und Business Development Manager der ProLicense.

Erster Schritt: die Bestandsliste

Am Anfang steht eine Liste aller produktiven Anwendungen auf .NET 8 oder .NET 9. Dazu gehören interne Werkzeuge und die Systeme, die externe Dienstleister oder Rechenzentren betreiben. Für jede Anwendung halten die Verantwortlichen fest, ob sie bis zum 10. November auf .NET 10 umgestellt werden kann. Alle übrigen brauchen bis zum 8. Dezember eine Lösung für die Sicherheitsupdates. ProLicense bewertet diese Liste herstellerunabhängig und bezieht kein Geld von Microsoft. Das Ziel bleibt in beide Richtungen dasselbe: minimale Kosten bei voller Compliance. Unternehmen und öffentliche Auftraggeber mit .NET-8- oder .NET-9-Beständen erreichen ProLicense über die Kontaktseite.

ProLicense ist eine unabhängige Beratung für Software License Management mit Schwerpunkt Oracle. Die Gründer Sören Reimers und Christian Grave arbeiteten je über acht Jahre bei Oracle und kennen die Prüf- und Verhandlungspraxis der Hersteller von innen. ProLicense bezieht kein Geld von Softwareherstellern und arbeitet ausschließlich auf Kundenseite: bei Audits, Lizenzverhandlungen, Lizenzbilanzen und bei der Ablösung teurer Supportverträge durch Drittsupport. Der Anspruch ist immer derselbe, minimale Kosten bei voller Compliance. Weitere Informationen unter www.prolicense.com