
Am 10. November 2026 endet der Support für .NET 9. Ursprünglich wäre am 12. Mai Schluss gewesen, Microsoft hatte die Laufzeit nachträglich auf 24 Monate verlängert. Die unabhängige Lizenzberatung ProLicense rät, die verbleibenden Wochen für eine Entscheidung je Anwendung zu nutzen.
Microsoft beendet am 10. November 2026 den Support für .NET 9. Ab diesem Tag erscheinen keine Sicherheitsupdates und keine Fehlerkorrekturen mehr, technischen Support leistet Microsoft ebenfalls nicht mehr. Am selben Tag endet der Support für .NET 8. Die unabhängige Lizenzberatung ProLicense empfiehlt Unternehmen mit .NET-9-Anwendungen, die gut vier Wochen bis zum Stichtag für eine klare Entscheidung zu nutzen.
Die Schonfrist für .NET 9 läuft ab
.NET 9 ist eine Version mit Standard Term Support (STS). Solche Versionen erhielten bisher 18 Monate Support, für .NET 9 wäre damit am 12. Mai 2026 Schluss gewesen. Im September 2025 hat Microsoft die Laufzeit für STS-Versionen auf 24 Monate angehoben, beginnend mit .NET 9. Seitdem gilt: Eine STS-Version erhält noch zwölf Monate Support, nachdem ihre Nachfolgerin erschienen ist. .NET 10 kam am 11. November 2025, also endet .NET 9 am 10. November 2026. Wer die Umstellung wegen der Verlängerung verschoben hat, steht jetzt vor derselben Frist wie die Bestände auf .NET 8.
Was passiert nach dem .NET 9 Support-Ende?
Im Betrieb ändert sich zunächst nichts. Die Anwendungen laufen weiter, Fehlermeldungen bleiben aus. Am 10. November, dem monatlichen Patchtag von Microsoft, kann noch ein letztes Update erscheinen, falls ein kritisches Problem bekannt ist. Ab dem 8. Dezember 2026 bleiben neu entdeckte Schwachstellen in .NET 9 ohne Korrektur. Sicherheitsscanner melden diese Funde weiter, und jeder offene Fund muss im nächsten Audit begründet werden.
.NET 9 steckt auch in .NET-8-Anwendungen
Microsoft nennt selbst einen Fall, der leicht übersehen wird. Teams können einzelne Pakete einer LTS-Anwendung auf die Fassung einer neueren STS-Version anheben, etwa bei .NET Aspire. Diese Pakete fallen dann unter den kürzeren Lebenszyklus der STS-Version. Eine Anwendung, die offiziell auf .NET 8 läuft, kann so Bestandteile aus .NET 9 enthalten. Eine Bestandsaufnahme sollte deshalb die verwendeten Paketversionen mit erfassen.
Umstellen oder absichern
Microsoft empfiehlt den Wechsel auf .NET 10. Diese LTS-Version erhält Support bis November 2028. Für Anwendungen, die bis zum Stichtag nicht umgestellt werden können, gibt es Drittsupport für .NET 9. ProLicense liefert als Partner von HeroDevs in der DACH-Region den Never-Ending Support (NES) für .NET 9. Die IT ersetzt die abgekündigte Version durch eine weiter gepflegte Fassung desselben Stands, der Programmcode bleibt unverändert. HeroDevs veröffentlicht seine Sicherheitskorrekturen an denselben Patchtagen wie Microsoft.
„.NET 9 war für viele Teams als kurze Zwischenstation gedacht. Klappt der Sprung auf .NET 10 bis November nicht, ist das kein Grund für Hektik. Wir sichern die Anwendung ab, und die Umstellung folgt im nächsten regulären Release. So bleiben die Kosten gering und die Compliance vollständig“, sagt Christian Grave, Geschäftsführer der ProLicense.
ProLicense bewertet den Bestand herstellerunabhängig und bezieht kein Geld von Microsoft. Unternehmen mit .NET-9-Anwendungen erreichen ProLicense über den ProLicense-Kontakt.
ProLicense ist eine unabhängige Beratung für Software License Management mit Schwerpunkt Oracle. Die Gründer Sören Reimers und Christian Grave arbeiteten je über acht Jahre bei Oracle und kennen die Prüf- und Verhandlungspraxis der Hersteller von innen. ProLicense bezieht kein Geld von Softwareherstellern und arbeitet ausschließlich auf Kundenseite: bei Audits, Lizenzverhandlungen, Lizenzbilanzen und bei der Ablösung teurer Supportverträge durch Drittsupport. Der Anspruch ist immer derselbe, minimale Kosten bei voller Compliance. Weitere Informationen unter www.prolicense.com