
Am 10. November 2026 endet der Support für .NET 9. In vielen Organisationen erlauben interne Richtlinien nur Versionen mit Langzeitsupport, trotzdem kann .NET 9 in Fachverfahren und Eigenentwicklungen stecken. Die unabhängige Lizenzberatung ProLicense rät Landesrechenzentren und öffentlichen Auftraggebern, gezielt danach zu suchen.
Microsoft stellt am 10. November 2026 die Sicherheitsupdates für .NET 9 ein, am selben Tag wie für .NET 8. In der öffentlichen Verwaltung kann .NET 9 leicht als Randthema erscheinen, weil interne Vorgaben häufig Versionen mit Langzeitsupport (LTS) verlangen. Die unabhängige Lizenzberatung ProLicense hält das für eine riskante Annahme. Sie rät Behörden, Landesrechenzentren und kommunalen IT-Dienstleistern, ihre Bestände gezielt auf .NET 9 zu prüfen.
Wo .NET 9 trotz LTS-Vorgaben auftaucht
Microsoft begründet die Verlängerung des Supports für .NET 9 selbst damit, dass viele Kunden wegen interner Richtlinien bei LTS-Versionen bleiben. Zugleich beschreibt Microsoft, wie STS-Bestandteile dennoch in LTS-Anwendungen gelangen. Teams heben einzelne Pakete, etwa aus .NET Aspire, auf die Fassung einer neueren STS-Version an, und diese Pakete folgen dann dem kürzeren Lebenszyklus. Dazu kommen Fachverfahren externer Hersteller, deren Versionswahl der Betreiber nicht selbst trifft, und Eigenentwicklungen aus Projekten der Jahre 2025 und 2026.
Supportende und Informationssicherheit in Behörden
Ab dem 8. Dezember 2026, dem ersten Patchtag nach dem Stichtag, bleiben neue Schwachstellen in .NET 9 ohne Korrektur von Microsoft. Für Behörden berührt das das Patch- und Änderungsmanagement nach dem IT-Grundschutz des BSI. Kann eine Behörde für eine eingesetzte Komponente keine Sicherheitsupdates mehr einspielen, muss sie das verbleibende Risiko dokumentieren und verantworten. Für die Bundesverwaltung kommen die Pflichten zum Risikomanagement aus dem NIS2-Umsetzungsgesetz hinzu, das seit dem 6. Dezember 2025 gilt.
Absichern bis zur Freigabe für .NET 10
Liegt die Freigabe eines Fachverfahrens für .NET 10 nicht rechtzeitig vor, braucht der Betrieb eine Brücke. ProLicense liefert als Partner von HeroDevs in der DACH-Region den Never-Ending Support (NES) für .NET 9. Der Betreiber ersetzt die abgekündigte Version durch eine weiter gepflegte Fassung desselben Stands, am Fachverfahren selbst ändert sich nichts. HeroDevs ist Mitglied der .NET Security Group und veröffentlicht Sicherheitskorrekturen an denselben Patchtagen wie Microsoft. So lässt sich der Weiterbetrieb mit Drittsupport bis zur Umstellung nachweisbar absichern.
„In den Rechenzentren fragen wir zuerst, wo .NET 9 überhaupt läuft. Die Antwort überrascht oft, weil die Version über Pakete oder über die Fachanwendung eines externen Herstellers hereinkommt. Wer das jetzt prüft, kann die betroffenen Verfahren noch vor Dezember absichern, zu überschaubaren Kosten und ohne Lücke in der Compliance“, sagt Markus Oberg, Partner und Business Development Manager der ProLicense.
ProLicense bewertet die Bestände herstellerunabhängig und bezieht kein Geld von Microsoft. Ist den Kunden unklar, ob sie .NET 9 im Einsatz haben, bietet ProLicense einen kostenfreien EOL-Scan an, um diese Risiken aufzudecken. Behörden, Landesrechenzentren und kommunale IT-Dienstleister erreichen ProLicense über die Kontaktseite für Rückfragen.
ProLicense ist eine unabhängige Beratung für Software License Management mit Schwerpunkt Oracle. Die Gründer Sören Reimers und Christian Grave arbeiteten je über acht Jahre bei Oracle und kennen die Prüf- und Verhandlungspraxis der Hersteller von innen. ProLicense bezieht kein Geld von Softwareherstellern und arbeitet ausschließlich auf Kundenseite: bei Audits, Lizenzverhandlungen, Lizenzbilanzen und bei der Ablösung teurer Supportverträge durch Drittsupport. Der Anspruch ist immer derselbe, minimale Kosten bei voller Compliance. Weitere Informationen unter www.prolicense.com
