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neues deutschland: Schönes Wetter kann man nicht essen – über die Tarifrunde im öffentlichen Dienst der Länder

Die Gewerkschaften machen mit Streiks Druck, bevor
am Donnerstag die Verhandlungen zwischen der Tarifgemeinschaft
deutscher Länder (TdL) und den Gewerkschaften in die dritte und
vermutlich letzte Runde gehen. Die Forderungen der Gewerkschaften
liegen seit Mitte Dezember auf dem Tisch. Die TdL wird erst zur
dritten Runde ein Angebot vorlegen.

Dem Vernehmen nach verlaufen die Verhandlungen konstruktiver als
in den Vorjahren, was auch am neuen TdL-Vorsitzenden Peter-Jürgen
Schneider, Finanzminister von Niedersachsen, und seinem
Stellvertreter, dem Berliner Finanzsenator Matthias Kollatz-Ahnen,
liegen dürfte.

Die Rhetorik am Verhandlungstisch sei weniger konfrontativ, man
macht eher einen auf Schönwetter als unter Hartmut Möllring. Da waren
Verhandlungen auch ohne neuen Termin abgebrochen worden. Wenn die
Gewerkschaften mit Warnstreiks gedroht hätten, habe Möllring mit
»Dann macht doch!« reagiert.

An den Forderungen der Beschäftigten ändert das schöne Wetter aber
nichts. Sie wollen mehr, das hat die Beteiligung an den Warnstreiks
gezeigt. Die TdL täte gut daran, den Forderungen nachzukommen. Die
Kassen sind gefüllt wie lange nicht, und die Beschäftigten blicken
neidvoll auf ihre KollegInnen in der Privatwirtschaft oder im
Bundesdienst, die besser verdienen. Die Nachwuchsprobleme, die es
schon gibt, könnten sich noch verschärfen.

Pressekontakt:
neues deutschland
Redaktion

Telefon: 030/2978-1722

Original-Content von: neues deutschland, übermittelt durch news aktuell

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