Offener Brief eines Berliner Unternehmens an die Bezirksbürgermeisterin von Reinickendorf

Offener Brief eines Berliner Unternehmens an die Bezirksbürgermeisterin von Reinickendorf
Die Kanonenhalle auf dem Borsig-Gelände in Berlin-Tegel – Unternehmenssitz von Nostalgic-Art (© Nostalgic-Art)
 

Berlin, 07.09.2026 – Im Streit um die Zukunft des Reinickendorfer Unternehmens Nostalgic-Art und den Erhalt von 50 Arbeitsplätzen weist Geschäftsführer Teja Engel öffentliche Aussagen von Bezirksbürgermeisterin Emine Demirbüken-Wegner als nachweislich unzutreffend zurück. Hintergrund sind unterschiedliche Darstellungen des Bezirksamts sowie zunehmende Kritik am Umgang mit dem Unternehmen. In einem offenen Brief stellt Nostalgic-Art den Sachverhalt richtig und fordert eine lösungsorientierte Zusammenarbeit.

Offener Brief an die Bezirksbürgermeisterin von Reinickendorf

Betreff: Richtigstellung zur Pressemitteilung Nr. 2821 vom 31. August 2026

Sehr geehrte Frau Bezirksbürgermeisterin Demirbüken-Wegner,

mit Verwunderung haben wir die Pressemitteilung des Bezirksamts vom 31. August 2026 zur Kenntnis genommen. Anlass der Mitteilung ist die Kritik der SPD im RAZ-Bericht vom 27. August. Die Erwiderung setzt sich jedoch weniger mit den politischen Aussagen auseinander, sondern stellt vor allem Nostalgic-Art und das Verhalten unseres Geschäftsführers Teja Engel infrage.

Besonders irritiert uns der deutliche Widerspruch zur Darstellung, die das Bezirksamt nur wenige Tage zuvor gegenüber der Presse abgegeben hatte. In der Dorfzeitung vom 18. August 2026 erklärte ein Sprecher des Bezirksamts, man stehe in regelmäßigem Kontakt mit Nostalgic-Art. Nach dem gemeinsamen Gespräch habe es einen weiteren Austausch und eine erste Annäherung gegeben. Zudem wurde weitere Unterstützung zugesichert.

In der Pressemitteilung vom 31. August 2026 erklärt das Bezirksamt hingegen, Nostalgic-Art habe keine der vorgeschlagenen Lösungen akzeptiert und sich anschließend nicht mehr zurückgemeldet.

Zwei grundlegend unterschiedliche Darstellungen aus Ihrem Hause in nur 13 Tagen, die einen klaren und vor allem verantwortungsvollen Umgang mit der Thematik und dem Erhalt von 50 Arbeitsplätzen vermissen lassen.

In den bisherigen Gesprächen wurde eine mögliche Anpassung der Planung von der GUC lediglich in Aussicht gestellt. Konkrete und prüffähige Unterlagen wurden Nostalgic-Art jedoch bis heute trotz Nachfrage nicht vorgelegt. Es bleibt daher unklar, worin das vermeintliche „Entgegenkommen“ tatsächlich besteht und ob es über die ohnehin zu gewährleistende Zufahrtsmöglichkeit hinausgeht. Die für den Geschäftsbetrieb regelmäßig benötigten Lieferfahrzeuge werden nicht ausreichend berücksichtigt. Eine tragfähige Sicherung der notwendigen Rangierfläche liegt somit weiterhin nicht vor.

Nostalgic-Art hatte nochmals um eine Konkretisierung gebeten und Sie und Ihr Büro im Mai schriftlich über die ausbleibenden Informationen und den weiterhin offenen Sachstand informiert. Eine Antwort darauf erfolgte nicht. Die Behauptung, Nostalgic-Art habe sich nicht zurückgemeldet oder angebotene Lösungen ungeprüft abgelehnt, ist daher nachweislich unzutreffend.

Nostalgic-Art ist weiterhin an einer sachlichen und tragfähigen Lösung im Interesse des Wirtschaftsstandorts Reinickendorf interessiert. Für die weitere Behandlung des Vorgangs sehen wir einer neuen Qualität der Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt entgegen: transparent, verbindlich und tatsächlich lösungsorientiert.

Mit freundlichen Grüßen

Nostalgic-Art Merchandising GmbH

Teja Engel