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Online-Portal Kom.EMS entwickelt sich zum bundesweiten Standard für kommunales Energiemanagement / Eine Stadt mit 50.000 Einwohnern kann jedes Jahr etwa 150.000 Euro Energiekosten sparen

Das von den Landesenergieagenturen aus Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen entwickelte Online-Portal Kom.EMS (https://www.komems.de/) (www.komems.de) kommt in immer mehr Bundesländern zum Einsatz. Es etabliert sich als bundesweiter Qualitätsstandard für kommunales Energiemanagement. Mehr als 450 Kommunen aus neun Bundesländern sind bereits auf dem 2018 gestarteten Portal angemeldet, um die Energiekosten in ihren Gebäuden zu reduzieren. Neben den vier Ländern der an der Erstellung beteiligten Energieagenturen profitieren auch Kommunen aus Brandenburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz von dem Online-Angebot.

„In Kom.EMS stecken vier Jahre Arbeit und die Erfahrungen aus rund 200 Kommunen und Landkreisen. Es ist großartig, dass so viele Bundesländer unser Portal nutzen, um kommunale Gebäude dauerhaft energetisch zu optimieren“, sagt Frank Kuhlmey von der Thüringer Landesenergieagentur ThEGA im Namen aller am Projekt beteiligten Energieagenturen. „Mit Kom.EMS können öffentliche Verwaltungen ihren Energieverbrauch und ihre Kosten nachweislich reduzieren und einen wichtigen Beitrag für mehr kommunalen Klimaschutz leisten. Bei einem bundesweiten Einsatz in deutschen Kommunen könnten jährlich eine Million Tonnen CO2 vermieden werden“, so Kuhlmey. Im vergangenen Jahr wurde das Energiemanagement-Portal gleich doppelt für seinen Innovationscharakter ausgezeichnet: vom Bundesumweltministerium und dem Bundesverband der Industrie mit dem Innovationspreis für Klima und Umwelt sowie von der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz mit dem PERPETUUM Energieeffizienzpreis.

So spart Kom.EMS Energiekosten und CO2-Emissionen

Kommunale Gebäude wie Rathäuser, Schulen oder Sporthallen verbrauchen oft mehr Energie als nötig. Im Schnitt verursachen sie jährliche Energie- und Wasserkosten von 10 bis 30 Euro pro Einwohner. Durch das regelmäßige Kontrollieren von Gebäudetechnik und Verbrauchsdaten sowie dem Ableiten von Optimierungsmaßnahmen lassen sich 15 Prozent dieser Energiekosten sparen – ohne selbst in neue Technik oder teure Sanierungen investieren zu müssen. So gibt eine Mittelstadt mit 50.000 Einwohnern im Schnitt etwa eine Million Euro pro Jahr für Energie und Wasser aus, von denen jedes Jahr rund 150.000 Euro durch Energiemanagement mit Kom.EMS eingespart werden könnten.

Trotz dieser Potenziale verfügen viele Kommunen in Deutschland noch nicht über ein effektives Energiemanagement. Mit Kom.EMS lässt sich das ändern: „Kommunale Verwaltungen erhalten eine professionelle, praktisch anwendbare und kostenfreie Hilfestellung, die alle relevanten Verwaltungsebenen und Instrumente einer Kommune berücksichtigt“, erklärt Frank Kuhlmey. Eine interaktive Schritt-für-Schritt-Anleitung hilft kommunalen Akteuren, ein effektives Energiemanagement aufzubauen oder zu optimieren. Zu jedem Arbeitsschritt – zum Beispiel für das Anpassen der Heizung an den tatsächlichen Bedarf oder eine optimierte Energiebeschaffung – bietet Kom.EMS passende Hilfen wie Berechnungstools oder Mustervorlagen. Anhand transparenter Kriterien kann das Energiemanagement zudem jederzeit intern und auf Wunsch auch extern überprüft werden.

Pressekontakt:

Thüringer Landesenergieagentur ThEGA
Andreas Braun (Pressesprecher)
Telefon: +49 361 5603 219
E-Mail: andreas.braun@thega.de

Original-Content von: Thüringer Landesenergieagentur ThEGA, übermittelt durch news aktuell

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