
Mobile Datenerfassungsgeräte sind in Lager, Logistik, Transport und Handel ein fester Bestandteil der operativen Prozesse. Sie erfassen Wareneingänge, unterstützen Kommissionierungen, dokumentieren Umlagerungen und ermöglichen eine digitale Bestandsführung. Fällt ein Gerät aus oder ist es falsch konfiguriert, betrifft das deshalb nicht nur die IT. Die Auswirkungen reichen bis in den laufenden Betrieb: Buchungen verzögern sich, Bestände werden verspätet aktualisiert und Mitarbeitende müssen auf Ersatzgeräte ausweichen.
Mit dem Zebra TC201 steht Unternehmen ein neues Android MDE Gerät zur Verfügung, das moderne mobile Datenerfassung mit einem robusten, auf professionelle Arbeitsumgebungen ausgerichteten Gerätedesign verbindet. Funktionen wie 1D und 2D Barcodescanning, Wi-Fi 7, 5G, ein wechselbarer Akku sowie die Schutzklassen IP65 und IP68 machen das Gerät für unterschiedliche Einsatzbereiche interessant. Zebra positioniert das TC201 unter anderem für mobile Arbeitsabläufe im Handel, in der Logistik und im Außendienst.
Die Hardware allein entscheidet jedoch nicht darüber, wie zuverlässig und wirtschaftlich ein neues MDE-Gerät betrieben werden kann. Mindestens ebenso wichtig ist die Frage, wie schnell es eingerichtet, wie sicher es konfiguriert und wie effizient es anschließend verwaltet wird. Genau hier setzt die Verbindung des Zebra TC201 mit COSYS Mobile Device Management an.
Warum die Geräteverwaltung bereits bei der Beschaffung beginnen sollte
In vielen Unternehmen wird das Mobile Device Management erst berücksichtigt, wenn die MDE-Geräte bereits eingetroffen sind. Die IT erhält dann eine größere Anzahl neuer Geräte und muss kurzfristig WLAN-Zugänge, Anwendungen, Benutzerrechte und Sicherheitseinstellungen einrichten. Erfolgt diese Konfiguration manuell, entsteht ein hoher Zeitaufwand. Gleichzeitig steigt das Risiko, dass Geräte unterschiedlich eingerichtet werden oder einzelne Einstellungen vergessen werden.
Eine professionelle Einführung beginnt deshalb nicht mit dem Auspacken der Hardware, sondern bereits mit einem klar definierten Gerätekonzept. Vor der Auslieferung sollte feststehen, welche Anwendungen benötigt werden, mit welchen Netzwerken sich die Geräte verbinden dürfen und welche Funktionen Mitarbeitende verwenden können. Auch die Verteilung von Rollen und Verantwortlichkeiten ist relevant. Die IT verwaltet das Gerät, während Fachabteilungen definieren, welche Anwendungen und Funktionen für den jeweiligen Prozess notwendig sind.
Durch die frühzeitige Einbindung des Zebra TC201 in COSYS MDM kann die vorgesehene Konfiguration zentral vorbereitet werden. Sobald ein Gerät registriert und einem Profil zugeordnet ist, erhält es die für seinen Einsatzbereich definierten Einstellungen. Das verkürzt die Zeit zwischen Wareneingang und produktiver Nutzung.
Wie wird das Zebra TC201 mit COSYS MDM eingerichtet?
Die Einrichtung beginnt mit der Registrierung des Geräts im Mobile Device Management. Anschließend wird das Zebra TC201 einer Gerätegruppe oder einem Einsatzprofil zugeordnet. Ein Profil kann beispielsweise für den Wareneingang, die Kommissionierung, eine Filiale oder den mobilen Außendienst angelegt werden.
Über das jeweilige Profil lassen sich die benötigten Einstellungen zentral bereitstellen. Dazu gehören unter anderem WLAN-Konfigurationen, betriebliche Anwendungen, Zugriffsbeschränkungen und Vorgaben für die Gerätenutzung. Werden mehrere TC201 für denselben Prozess eingesetzt, erhalten alle Geräte eine einheitliche Konfiguration.
Ein typischer Ablauf kann so aussehen:
Die IT definiert ein Geräteprofil für den vorgesehenen Arbeitsbereich.
Die benötigten Unternehmensanwendungen werden dem Profil zugeordnet.
Netzwerkzugänge und Sicherheitsvorgaben werden hinterlegt.
Nicht benötigte Gerätefunktionen werden eingeschränkt.
Das Zebra TC201 wird registriert und dem Profil zugewiesen.
Die Konfiguration wird zentral auf das Gerät übertragen.
Nach einem Funktionstest wird das Gerät an den operativen Bereich übergeben.
Damit entfällt ein großer Teil der manuellen Einrichtung. Gleichzeitig wird nachvollziehbar, welches Gerät für welchen Einsatz vorgesehen ist und welche Konfiguration darauf aktiv sein soll.
Welche Probleme löst die Kombination im Arbeitsalltag?
Ein häufiges Problem bei mobilen Geräteflotten ist die schleichende Abweichung von der ursprünglich vorgesehenen Konfiguration. Mitarbeitende verändern Einstellungen, installieren nicht freigegebene Anwendungen oder deaktivieren versehentlich wichtige Verbindungen. Andere Geräte erhalten Updates verspätet oder werden nach einem Nutzerwechsel nicht vollständig zurückgesetzt.
In der Praxis entstehen dadurch schwer reproduzierbare Fehler. Ein Gerät verbindet sich nicht mit dem Lager WLAN, ein anderes startet die benötigte Anwendung nicht mehr automatisch. Die IT muss anschließend jedes Gerät einzeln untersuchen. Bei mehreren Standorten kommen Versandwege und längere Ausfallzeiten hinzu.
COSYS MDM schafft eine zentrale Verwaltungsebene für die eingesetzten Zebra TC201. Konfigurationen lassen sich vereinheitlichen und bei Bedarf anpassen. Die IT muss Änderungen nicht an jedem Gerät einzeln durchführen, sondern kann sie einer definierten Gruppe zuweisen.
Das ist besonders relevant, wenn Geräte an mehreren Standorten eingesetzt werden. Ändert sich beispielsweise eine WLAN-Konfiguration, kann die neue Einstellung zentral verteilt werden. Wird eine betriebliche Anwendung aktualisiert, lässt sich die neue Version kontrolliert bereitstellen. Die Geräte bleiben dadurch näher an einem einheitlichen Sollzustand.
Welche Rolle spielt der Kioskmodus?
MDE-Geräte werden häufig für klar definierte Aufgaben beschafft. Ein Gerät im Wareneingang soll Artikel erfassen und Buchungen durchführen. Ein Personal Shopper benötigt bestimmte Anwendungen für die Zusammenstellung von Kundenbestellungen. Ein Fahrer soll Touren, Zustellungen und Abliefernachweise bearbeiten.
Ohne Einschränkungen stehen auf einem Android Gerät jedoch zahlreiche weitere Funktionen zur Verfügung. Das kann zu Ablenkung, Fehlbedienung oder unerwünschten Änderungen führen. Auch sicherheitsrelevante Einstellungen können betroffen sein.
Mit einem Kioskmodus lässt sich die Nutzung des Zebra TC201 auf freigegebene Anwendungen und Funktionen begrenzen. Bei einem Single App Szenario arbeitet das Gerät ausschließlich mit einer festgelegten Anwendung. Bei einem Multi App Szenario stehen mehrere definierte Anwendungen zur Verfügung.
Der Kioskmodus dient dabei nicht nur der Sicherheit. Er vereinfacht auch die Bedienung. Mitarbeitende sehen nur die Funktionen, die sie für ihren jeweiligen Arbeitsprozess benötigen. Das reduziert Rückfragen, beschleunigt die Einarbeitung und verhindert, dass wichtige Anwendungen versehentlich beendet oder Einstellungen verändert werden.
Zentrale Transparenz reduziert ungeplante Ausfallzeiten
Im operativen Betrieb zählt nicht allein, ob ein Gerät technisch funktioniert. Entscheidend ist, ob es während einer Schicht zuverlässig verfügbar ist. Niedrige Akkustände, veraltete Softwarestände oder fehlerhafte Konfigurationen können zu Unterbrechungen führen, obwohl das Gerät grundsätzlich noch einsatzfähig ist.
Eine zentrale Geräteübersicht hilft der IT, solche Abweichungen frühzeitig zu erkennen. Je nach verfügbarer Geräteinformation können unter anderem Gerätemodell, Betriebssystemversion, Akkustand, Netzwerkdaten und letzter Kontakt zum MDM ausgewertet werden. Dadurch lässt sich schneller feststellen, ob ein Problem nur ein einzelnes Gerät oder eine gesamte Gerätegruppe betrifft.
Ein Beispiel aus dem Lager verdeutlicht den Nutzen: Mehrere Mitarbeitende melden Verbindungsabbrüche bei der Kommissionierung. Ohne zentrale Übersicht muss jedes Gerät einzeln geprüft werden. Mit dem MDM kann die IT zunächst vergleichen, ob die betroffenen TC201 dieselbe Konfiguration oder denselben Softwarestand verwenden. Die Fehlersuche beginnt damit nicht am einzelnen Symptom, sondern auf Basis gemeinsamer technischer Merkmale.
Das verkürzt die Diagnosezeit und reduziert unnötige Geräteaustausche. Gleichzeitig lassen sich wiederkehrende Probleme systematisch dokumentieren.
Wie unterstützt COSYS MDM mehrere Standorte?
Bei dezentralen Geräteflotten steigen die Verwaltungskosten häufig überproportional. Während zehn Geräte an einem Standort noch manuell betreut werden können, wird dieses Vorgehen bei mehreren Filialen, Lagerstandorten oder Niederlassungen schnell unwirtschaftlich.
Die zentrale Verwaltung ermöglicht es, Gerätegruppen nach Standort, Abteilung oder Prozess zu strukturieren. Ein TC201 in einer Filiale kann eine andere Anwendungskonfiguration erhalten als ein Gerät im Zentrallager. Trotzdem werden beide über dieselbe Verwaltungsoberfläche betreut.
Änderungen lassen sich gezielt ausrollen. Eine neue Version der Lageranwendung muss nicht automatisch auf Geräten installiert werden, die im Außendienst verwendet werden. Umgekehrt kann eine sicherheitsrelevante Vorgabe für die gesamte Geräteflotte gelten.
Für die IT entsteht dadurch ein Gleichgewicht zwischen Standardisierung und notwendiger Differenzierung. Die Geräte werden nach einheitlichen Grundregeln verwaltet, können aber passend zu ihrem Einsatzbereich konfiguriert werden.
Wirtschaftlichkeit entsteht über den gesamten Lebenszyklus
Der Kaufpreis eines MDE-Geräts bildet nur einen Teil der tatsächlichen Kosten ab. Zur wirtschaftlichen Bewertung gehören auch Einrichtung, Administration, Support, Ausfallzeiten, Geräteaustausch und die spätere Außerbetriebnahme.
Manuelle Tätigkeiten fallen über den gesamten Lebenszyklus immer wieder an. Neue Anwendungen müssen installiert, Zugänge angepasst und Geräteeinstellungen kontrolliert werden. Ohne zentrale Verwaltung multipliziert sich dieser Aufwand mit jedem zusätzlichen Gerät und jedem weiteren Standort.
Die Kombination aus Zebra TC201 und COSYS MDM setzt deshalb an den laufenden Betriebskosten an. Wiederkehrende Aufgaben können zentral vorbereitet und auf mehrere Geräte übertragen werden. Einheitliche Konfigurationen reduzieren Fehler, während die zentrale Übersicht die Bearbeitung von Störungen erleichtert.
Wirtschaftlich relevant ist auch die Nutzungsdauer. Ein Gerät, das kontrolliert aktualisiert und transparent verwaltet wird, lässt sich planbarer einsetzen. Die IT erkennt früher, welche Geräte nicht mehr den gewünschten Stand erfüllen und wo ein Austausch tatsächlich erforderlich ist. Beschaffungsentscheidungen basieren dadurch stärker auf nachvollziehbaren Daten.
Typische Fehler bei der Einführung neuer MDE-Geräte
Ein häufiger Fehler besteht darin, das vorhandene Gerätekonzept unverändert auf neue Hardware zu übertragen. Neue Gerätegenerationen bieten andere Betriebssystemstände, Sicherheitsfunktionen und technische Möglichkeiten. Deshalb sollten bestehende Profile geprüft werden, bevor sie auf das TC201 angewendet werden.
Auch eine fehlende Pilotphase kann Probleme verursachen. Vor einem größeren Rollout sollte das Gerät unter realen Bedingungen getestet werden. Dazu gehören die Funkabdeckung im Lager, das Scanverhalten bei typischen Barcodes, die Laufzeit während einer vollständigen Schicht und die Kompatibilität mit den eingesetzten Anwendungen.
Darüber hinaus sollten Verantwortlichkeiten eindeutig geregelt sein. Die IT ist für Gerätekonfiguration und Sicherheit zuständig. Die Fachabteilung prüft, ob die Anwendung den Prozess korrekt unterstützt. Erst wenn beide Perspektiven berücksichtigt werden, entsteht eine praxistaugliche Konfiguration.
Bewährt hat sich ein stufenweises Vorgehen. Zunächst werden wenige Geräte eingerichtet und im Arbeitsalltag getestet. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen in das endgültige Profil ein. Anschließend kann die Konfiguration auf die restlichen Geräte übertragen werden.
Für welche Einsatzbereiche eignet sich die Kombination?
Das Zebra TC201 mit COSYS MDM eignet sich insbesondere für Unternehmen, die mobile Android Geräte in standardisierten und wiederkehrenden Prozessen einsetzen. Dazu zählen Wareneingang, Einlagerung, Kommissionierung, Inventur, Filiallogistik, Transportabwicklung und mobile Serviceprozesse.
Besonders groß ist der Nutzen, wenn mehrere Geräte dieselben Anwendungen verwenden, verschiedene Benutzer auf gemeinsam genutzte Geräte zugreifen oder mehrere Standorte zentral betreut werden. Auch Unternehmen, die ihre MDE-Flotte schrittweise modernisieren, können neue TC201 in bestehende Verwaltungsstrukturen aufnehmen und unterschiedliche Gerätegenerationen zentral organisieren.
Fazit: Neue Hardware von Beginn an kontrolliert betreiben
Das Zebra TC201 bietet eine moderne technische Grundlage für mobile Datenerfassungsprozesse. Sein wirtschaftlicher Nutzen hängt jedoch wesentlich davon ab, wie effizient das Gerät eingerichtet, abgesichert und im laufenden Betrieb verwaltet wird.
Mit COSYS Mobile Device Management lässt sich das TC201 von Anfang an in eine zentrale Gerätestrategie einbinden. Konfigurationen, Anwendungen und Nutzungsvorgaben werden nicht erst nachträglich organisiert, sondern bereits beim Rollout berücksichtigt. Das verkürzt die Bereitstellungszeit, vereinheitlicht die Geräteflotte und reduziert wiederkehrende Administrationsaufgaben.
Für Unternehmen bedeutet das: Neue MDE-Geräte gelangen schneller in den produktiven Einsatz, die IT behält dauerhaft die Kontrolle und der Gerätebestand lässt sich über seinen gesamten Lebenszyklus planbarer und wirtschaftlicher betreiben.
Die COSYS Ident GmbH mit Sitz in Grasdorf (bei Hildesheim) besteht seit knapp 40 Jahren und ist eines der führenden Systemhäuser im Bereich mobiler Datenerfassungslösungen für Android und Windows. Ein mittelständisches Unternehmen, das seit 1982 die Entwicklung von Identifikationssystemen vorantreibt und heute branchenspezifische Komplettlösungen für nahezu alle gängigen Geschäftsprozesse anbietet. Vom Prozessdesign und der Konzepterstellung, über die Implementierung der Hard- und Software bis hin zum Projektmanagement und maßgeschneiderten Wartungsverträgen, decken wir das komplette Leistungsspektrum der Systementwicklung, Integration und Betreuung ab. Des Weiteren bietet COSYS einen Reparaturservice, WLAN-Funkvermessung, sowie Lösungen für die Bauteil-Rückverfolgung mittels DPM-Codes.
