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PM 05/2019: BDI-Präsident Kempf auf der Hannover-Messe: Industrieproduktion nur noch mit schwarzer Null

– Ungeordneter Brexit würde deutsches BIP-Wachstum auf 0,7 Prozent
in diesem Jahr reduzieren
– Britische Politik erkauft Zeit auf Kosten der Wirtschaft
– Bundesregierung muss jetzt Investitionen und Innovationen
ankurbeln

Im Angesicht des Brexits stehen der deutschen Konjunktur bereits
in diesem Jahr heftige Turbulenzen ins Haus, warnt der Bundesverband
der Deutschen Industrie (BDI). „Wir können froh sein, wenn sich das
aktuelle Niveau der Industrieproduktion in Deutschland
aufrechterhalten lässt“, sagte BDI-Präsident Dieter Kempf am Montag
auf der Hannover-Messe. Der Verband rechnet gerade noch mit einer
schwarzen Null bei diesem fürs Industrieland Deutschland
richtungweisenden Wert.

„Im Falle des ungeordneten Ausstiegs der Briten aus der EU droht
im laufenden Jahr ein Rückfall auf nur noch 0,7 Prozent Zuwachs des
Bruttoinlandsprodukts“, betonte der BDI-Präsident. Zuletzt hatte der
BDI 1,2 Prozent Wachstum für 2019 prognostiziert.

Bei den deutschen Waren- und Dienstleistungsausfuhren rechnet der
BDI für das laufende Jahr mit einem realen Plus von nur noch 1,5
Prozent. Zum wiederholten Mal wachsen die heimischen Importe rascher
als die Exporte, was die Konjunktur bremst.

Der Brexit halte die deutsche Industrie unter Anspannung. „Mit der
Fristverlängerung für den selbstgewählten Abschied der Briten aus der
EU setzt sich die kraftraubende Unsicherheit für unsere Unternehmen
fort“, sagte Kempf. Ob die kommenden Tage zu einem geordneten
Ausstieg führen, dürfe bezweifelt werden. „Es besteht die Gefahr,
dass die britische Politik ein weiteres Mal auf Kosten der Wirtschaft
teuer Zeit erkauft – ohne die Rechnung verantworten zu wollen“,
kritisierte der BDI-Präsident.

„Wenig hilfreich ist es bei diesem außenwirtschaftlichen
Aprilwetter, wenn die Bundesregierung permanent nur an den letzten
Sommer denkt“, sagte Kempf. „Es wird höchste Zeit für eine
Wirtschaftspolitik, die Deutschlands Zukunft im Blick hat. Sie muss
zugleich europäische und internationale Wetterumschwünge frühzeitig
erkennen.“

Die Bundesregierung müsse Investitionen und Innovationen
ankurbeln, anstatt sie in den aktuellen Haushaltsplanungen
zurückzufahren. Für die Förderung der künstlichen Intelligenz wolle
die Koalition zusätzlich nur eine Milliarde Euro bis 2023
investieren. Dies sei das falsche Signal, kritisierte Kempf. „Jede
vierte Maschine ist bereits mit dem Internet verbunden“, erklärte der
BDI-Präsident. „Mit den Möglichkeiten von künstlicher Intelligenz
wird die nächste Stufe von Industrie 4.0 gezündet.“

Die Bundesregierung entferne sich jedoch weiter vom Ziel,
dreieinhalb Prozent des Bruttoinlandsprodukts in Forschung und
Entwicklung zu investieren. „Unser Fazit lautet: Die Große Koalition
gibt das Geld falsch aus“, sagte Kempf weiter.

Der BDI-Präsident forderte die EU-27 zu mehr Zusammenarbeit auf.
„Nur wenn die Mitgliedstaaten ihre Kräfte zur Entwicklung von
Systemen zur künstlichen Intelligenz bündeln, bleibt Europa
international wettbewerbsfähig“, erklärte Kempf. Die EU müsse ihre
Hausaufgaben machen: Mehr Förderung von Forschung und Entwicklung sei
nötig, eine gesamteuropäische Infrastruktur für Verkehr, Energie und
digitale Netze müsse vorankommen. „Die Institutionen der Europäischen
Union müssen sich wieder um mehr kümmern als nur um den Abschied der
Briten“, verlangte der BDI-Präsident.

Pressekontakt:
BDI Bundesverband der Dt. Industrie
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Breite Straße 29
10178 Berlin
Tel.: 030 20 28 1450
Fax: 030 20 28 2450
Email: Presse-Team@bdi.eu
Internet: http://www.bdi.eu

Original-Content von: BDI Bundesverband der Deutschen Industrie, übermittelt durch news aktuell

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