Private Altersvorsorge: Verzinsung von Lebens- und Rentenversicherungen weiter auf Talfahrt

Die Verzinsung von Lebens- und Rentenversicherungen ist weiter
auf Talfahrt. Einer Studie der Ratingagentur Assekurata zufolge sank die
laufende Verzinsung der Altersvorsorgeklassiker im Jahr 2019 über alle
ausgewerteten Produktarten und Laufzeiten im Schnitt auf 2,74 Prozent.

Niedrige Zinsen sind ein Dauerärgernis für deutsche Sparer. Seit Jahren sinkt
die Verzinsung von beliebten Kapitalanlageformen wie Lebens- und
Rentenversicherungen kontinuierlich. Während die Verzinsung von Altverträgen
weitgehend stabil ist, mussten vor allem jüngere Policen hohe Abschläge
verzeichnen. Der Grund für die die ungleiche Entwicklung sind Garantiezinsen von
bis zu vier Prozent bei Altverträgen. Kunden haben darauf einen Anspruch, so
dass die von den Versicherungen jährlich neu festgesetzte Überschussbeteiligung
nicht darunter sinken kann. Der vom Bundesfinanzministerium festgesetzte
Garantiezins liegt für Neuverträge seit 2017 hingegen nur noch bei 0,9 Prozent.

Einer aktuellen Studie der Gothaer Versicherung zufolge stößt die
Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) auf eine wachsende
Ablehnung in der Bevölkerung. Rund 61 Prozent der Befragten halten die dauerhaft
niedrigen Zinsen für falsch. Im Vorjahr lag die Ablehnungsquote mit 53 Prozent
deutlich niedriger. Lediglich 29 Prozent bewerteten die Leitzinspolitik der EZB
für richtig. “In Zeiten von Negativzinsen ist es nicht verwunderlich, dass die
Zinspolitik der EZB immer stärker an Rückhalt in der Bevölkerung verliert”,
kommentiert Christof Kessler, Vorstandssprecher der Gothaer Asset Management die
Studienergebnisse.

Finanzexperten warnen vor Rentenlücke

Finanzexperten wie Sven Thieme, Geschäftsführer der Competent Investment
Mangement, warnen seit Jahren vor den Folgen der Niedrigzinspolitik. Die
niedrigen Kapitalmarktzinsen würden das Thema private Altersvorsorge zunehmend
komplex machen, während gleichzeitig das gesetzliche Rentenniveau kontinuierlich
abgesenkt werde. “Sparer befinden sich in dem Dilemma, dass einerseits die
Notwendigkeit einer privaten Altersvorsorge steigt, während andererseits
niedrige Zinsen den Vermögensaufbau erschweren”, kommentiert Competent-Chef
Thieme.

Die Konsequenz der politischen Weichenstellungen in den letzten Jahren ist laut
einer Umfrage der Deutschen Bank ein sinkendes Vertrauen in die gesetzliche
Rente. Mehr als 50 Prozent der Bundesbürger befürchten im Alter den
Lebensstandard nicht halten zu können. Nur 17 Prozent der 3.200 Befragten im
Alter von 20 bis 65 Jahren erwarten, dass die gesetzliche Rente im Alter
ausreichen wird. 70 Prozent glauben hingegen, dass sie nur die Grundrente
erhalten werden.

Die meisten Experten rechnen zudem damit, dass sich die Situation in Zukunft
eher verschärfen wird. “Die robuste Situation am Arbeitsmarkt sowie steigende
Nettoeinkommen sorgen derzeit noch für eine recht stabile Situation der
Rentenkasse. Langfristig wird die demographische Entwicklung aber zwangsläufig
zu steigenden Beiträge und sinkenden Rentenansprüchen führen”, sagt Sven Thieme,
Geschäftsführer der Competent Investment Management.

Private Altersvorsorge: Diskrepanz zwischen Notwendigem und Möglichem

Abhilfe aus der Zwickmühle kann eine gute Planung und langfristige Strategie für
den Vermögensaufbau schaffen. Sparer müssen dafür allerdings einen langen Atem
mitbringen. Zum Start sollte mit Hilfe eines unabhängigen Finanzberaters die
persönliche Vorsorgelücke ermittelt werden. Im Anschluss kann eine individuelle
Strategie entworfen werden, die Lebensumstände, Sparziele und verfügbares
Einkommen berücksichtigt.

Als zweite Säule der Altersvorsorge neben der gesetzlichen Rente bezeichnen
Experten steuerlich geförderte Produkte wie Riester- und Rürup-Renten sowie die
Betriebliche Altersvorsorge. Kapitalmarktprodukte, wie Aktienfonds oder private
Rentenversicherungen, werden genauso wie Immobilien, Edelmetalle oder Sachwerte
als dritte Säule der Altersvorsorge bezeichnet. “Bei der Produktauswahl müssen
Risikoneigung, individuelle Lebensumstände und persönliche Präferenzen
berücksichtigt werden”, erklärt Competent-Chef Sven Thieme.

Generell sollten Anleger bei der Altersvorsorge nicht alles auf eine Karte
setzen. Stattdessen sollten die Ersparnisse über verschiedene Anlageklassen
gestreut werden. Profis sprechen von einer Diversifikation des Portfolios. “Wir
raten unseren Mandanten generell zur Streuung des Vermögens über mehrere
Assetklassen, um ein möglichst ausgewogenes Chancen-Risiko-Verhältnis zu
gewährleisten”, erklärt Competent-Geschäftsführer Sven Thieme.

Das eigentliche Problem ist allerdings nicht der Mangel an Produkten, sondern
eine gewisse Überforderung der Bevölkerung. Laut der Deutsche-Bank-Studie finden
56 Prozent der Befragten die angebotenen Produkte zur Altersvorsorge oft
unverständlich, 36 Prozent halten die gesamte Thematik für zu komplex. Drei
Viertel der befragten Studienteilnehmer gaben zwar an, dass sie mit 200 Euro pro
Monat eine hohe Notwendigkeit für die private Altersvorsorge sehen, tatsächlich
würden aber im Schnitt nur 50 Euro für die Altersvorsorge zurückgelegt werden.
Sven Thieme, Geschäftsführer der Competent Investment Management, resümmiert:
“Viele Menschen haben die Notwendigkeit einer ausreichenden privaten
Altersvorsorge erkannt, investieren aber trotzdem zu wenig.”

Pressekontakt:

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Dresdner Straße 92
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