Qonto startet seine erste Data-Storytelling-Plattform

Berlin, 7. Oktober 2026 – Qonto, Europas führende Lösung für das Finanzmanagement von Unternehmen, startet heute seine Data-Storytelling-Plattform „Qonto Insights“.

Ziel der Plattform ist es, Entscheidungsträgern, Analysten, politischen Akteuren und Medien einen möglichst frühen Einblick in die Dynamik europäischer Unternehmen zu vermitteln.

Das über die Website frei zugängliche, kostenlose und monatlich aktualisierte Angebot wandelt anonymisierte, aggregierte Transaktionsdaten der Geschäftskunden von Qonto in Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien in faktenbasierte Signale zur europäischen Wirtschaft um. Dabei fokussiert sich die Plattform zunächst auf vier definierte Indizes zu unterschiedlichen Schlüsselthemen: Cashflow-Engpässe, Zahlungsverzögerungen, KI-Nutzung und internationale Expansion.

Das Rückgrat der Wirtschaft

Der Einfluss von KMU ist in der gesamten europäischen Wirtschaft allgegenwärtig. Kleine und mittlere Firmen machen mit mehr als 30 Millionen Betrieben 99 Prozent aller Unternehmen aus. Sie sichern über 100 Millionen Jobs und repräsentieren damit zwei Drittel der Arbeitsplätze in Europa. Es fehlt jedoch an einem echten, praxisnahen Grundverständnis ihrer tatsächlichen Herausforderungen. Qonto kann auf Basis seiner Zusammenarbeit mit mehr als 750.000 Kund:innen Einblicke geben.

Ausgewählte Highlights von September 2026

• KI-Nutzungsindex:
Seit Mai 2026 hat sich die KI-Akzeptanz über alle Unternehmensgrößen in Europa hinweg deutlich beschleunigt. Der Anteil der Unternehmen mit mindestens einem KI-Abo legte innerhalb eines Monats um 3,4 bis 3,7 Prozentpunkte zu, bei Solo-Selbständigen relativ am stärksten (+36% auf 12,9%). Bis September stieg die Nutzung auf 16,73%.
Mit 21,89% liegt Deutschland bei der KI-Nutzung deutlich über dem EU-Durchschnitt, die Ausgaben liegen bei durchschnittlich 69,25€ pro Monat. Spitzenreiter ist jedoch Spanien, das sowohl bei der Nutzung (22,62%) als auch bei den Ausgaben (78,21€) vorne liegt.

• Index für internationale Transaktionen:

Deutschland liegt bei internationalen Geschäften vorn: sowohl beim Anteil der Unternehmen, die sie tätigen, als auch bei den Beträgen. Im September haben 23,5% aller deutschen Kund:innen internationale Transaktionen getätigt (Europa: 20,5%), mit durchschnittlich 5.497€ pro Transaktion (Europa: 3.224€).
Bei Unternehmen mit mindestens zehn Beschäftigten führt Deutschland zwar weiterhin beim Anteil (37,9% statt 35,1%), liegt beim Betrag mit 7.866€ aber leicht unter dem Gesamtschnitt von 8.109€ – hier ist Frankreich vorne. Der hohe deutsche Durchschnittsbetrag kommt also vor allem von kleineren Unternehmen.

• Liquiditätspuffer-Index:

Zwischen den vier Märkten zeigt sich eine deutliche Nord-Süd-Kluft: Unternehmen in Deutschland und Frankreich haben im September einen medianen Liquiditätspuffer von 18 bis 19 Tagen, in Spanien und Italien sind es mit rund 9,5 Tagen nur etwa halb so viele. Bei der Überziehungsquote zeigt sich dagegen ein überraschendes Bild: Trotz des kurzen Puffers hat Italien mit 5,1% die niedrigste Quote an Unternehmen mit mindestens einmal negativem Saldo im Monat – niedriger als Deutschland und Frankreich (je 7,5%) und deutlich niedriger als Spanien, das mit 8,9% sowohl den kürzesten Puffer als auch die höchste Überziehungsquote aufweist. Bei Unternehmen mit mindestens zehn Beschäftigten wechselt die Führung: Hier hat Deutschland mit 13,3 Tagen den größten Puffer der vier Länder (Gesamtschnitt: 11,2 Tage), über alle Unternehmensgrößen hinweg liegt dagegen Frankreich knapp vorne.

• Zahlungsverzugsindex:

Bei der Zahlungsmoral, mit der Qonto Kund:innen ihr Geld erhalten, zeigen sich deutliche Unterschiede: Rechnungen in Spanien werden mit 38,9% am häufigsten verspätet bezahlt, in Deutschland mit 27,5% am seltensten. Bei der Dauer der Verzögerung liegt Frankreich vorne mit durchschnittlich 61,6 Tagen – rund 18 Tage länger als in Deutschland (43 Tage), wo Kund:innen ihr Geld bei Verspätungen am schnellsten erhalten.
Bei der Höhe der verspäteten Rechnungen dreht sich das Bild: Deutsche werden zwar am seltensten und am schnellsten verspätet bezahlt, aber wenn, dann bei den im Schnitt teuersten Rechnungen (4.531€) – rund 1.700€ mehr als in Spanien, wo die verspäteten Rechnungen am günstigsten sind (2.801€).

„Kleine und mittlere Unternehmen tragen in Deutschland einen Großteil der Wirtschaftsleistung, bekommen aber selten die mediale und politische Aufmerksamkeit, die ihnen zusteht”, sagt Malte Dous, Managing Director Central Europe bei Qonto. „Mit Qonto Insights zeigen wir konkret, wie es um Liquidität, Zahlungsverhalten oder den Einsatz neuer Technologien steht, monatlich aktuell und auf Basis echter Transaktionsdaten statt Umfragen oder Schätzungen. Das gibt Entscheidungsträgern in Politik und Wirtschaft wertvolle Anhaltspunkte, um die Bedürfnisse kleiner Unternehmen besser zu verstehen und gezielter auf sie zu reagieren.”